Hardheimer Gemeinderat tagte - Lob für fertiggestellten „Platz der Ruhe und der Besinnung“ im Friedhof / Farbschmierereien an der Schule „ein echter Kostenfaktor“ / Vandalismus auch am Marstall-Gebäude Die Täter sollen ermittelt und bestraft werden

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Melanie Müller
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Hardheim. An der vierten Sitzung des Hardheimer Gemeinderats, die Corona-bedingt in der Erftalhalle stattfand, nahmen am Montagabend neben dem Gremium auch wieder einige Bürger teil.

Fertiggestellt: Der neue „Platz der Ruhe und der Besinnung“ im Hardheimer Friedhof. © Melanie Müller
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Nach der Begrüßung erklärte Bürgermeister Volker Rohm zunächst, dass man zwei der insgesamt acht Tagesordnungspunkte kurzfristig absetzen musste: So sei aufgrund von Planungsänderungen ein Bauantrag von einem Bauherrn zurückgezogen worden, welcher ein Einfamilienwohnhaus in der Kurt-Georg-Kiesinger-Straße errichten will.

Gemeinderat in Kürze

An diesem Dienstag wurde in Hardheim mit der Untersuchung alternativer Standorte für das neue Feuerwehrgerätehaus begonnen. Das gab Bürgermeister Rohm bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend bekannt.

„Ein ganz kleiner Schnipsel von Gerichtstetten“ ist laut dem Hardheimer Gemeindeoberhaupt von einem Bauvorhaben betroffen, für welches der Rosenberger Gemeinderat bereits seine Zustimmung erteilt hat. Von Seiten der Gemeinde Hardheim bestehen keine Bedenken oder Anregungen gegen die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung „Neue Straße“ am südöstlichen Ortsrand von Hirschlanden. mem

„Nicht in vollem Umfang abstimmungsfähig“ gewesen sei der Punkt „Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms von Bund und Land zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des digitalen Fernunterrichts“. Laut Gemeindeoberhaupt waren bis zur Sitzung noch nicht alle Ergebnisse der Ausschreibung bei der Verwaltung eingegangen.

Da sich in der „Einwohnerfrageviertelstunde“ keiner der anwesenden Bürger zu Wort meldete, beriet das Gremium über den nächsten Punkt: den Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten und einer Doppelgarage in Erfeld – nach dem zuvor erfolgten Abbruch des bestehenden Wohnhauses mit Scheune. Sowohl der Ortschaftsrat (grünes Licht gab es bei dessen Sitzung am vergangenen Mittwoch) als auch der komplette Gemeinderat „begrüßen die Schaffung von neuem Bau-Raum“ und die mit dem Neubau einhergehende „Aufwertung der Ansicht“.

Schachtregulierungen

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Von Bauamtsleiter Daniel Emmenecker war zu erfahren, dass an diesem Donnerstag mit Schachtregulierungen entlang der B 27 (Bereich Walldürner und Würzburger Straße) begonnen wird. Beim höhenmäßigen Anpassen der Schachtabdeckungen an das Straßenniveau zwischen dem 24. September und dem 1. Oktober könne es vereinzelt zu kurzzeitigen Stau-Bildungen in der Ortsdurchfahrt kommen.

„Wir dürfen Vollzug melden“, freute sich der Bauamtsleiter mit Blick auf den Bereich rund um die Pfarrer- und Schwesterngräber im Hardheimer Friedhof. Mit der Herstellung eines „Platzes der Ruhe und Besinnung“ habe man „voll ins Schwarze getroffen“, so Emmenecker, der sich selbst ein Bild vor Ort gemacht hat: „Das Ganze wird schon fleißig genutzt“, freute er sich und lobte Fleiß und Engagement des Bauhof-Teams um Nico Beyer. „Mit dem Herz am rechten Fleck lässt sich manches sehr schön gestalten“, fügte Bürgermeister Rohm hinzu.

„Bewusst Müll weggeworfen“

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Leider gäbe es aber auch Negatives aus der Gemeinde zu verkünden. Zunächst ging das Gemeindeoberhaupt auf die Schmierereien an den Wänden der Schule und deren Beseitigung ein. „Das ist ein echter Kostenfaktor geworden.“

Öffentliche Toiletten neuestes Ziel

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An der Bouleanlage und im Bereich der Josefskapelle werde darüber hinaus „offensichtlich ganz bewusst Müll weggeworfen“. Das sei „beschämend“, so Rohm.

Neuestes Ziel der Vandalen seien die öffentlichen Toiletten. Darüber hinaus wurde die Tür zum Marstall „mit brachialer Gewalt aufgetreten“ (die FN berichteten). „Mit härtester Gangart versuchen wir, die Täter zu ermitteln und ihrer Bestrafung zuzuführen“, so der Bürgermeister.

Wie Bernhard Popp vom Bauamt der Gemeinde erklärte, ist die Netze MVV aus Mannheim seit dem 14. September – und voraussichtlich bis 9. Oktober – mit der Digitalisierung des Versorgungsgebietes beschäftigt. Bei den Befahrungen, die Fahrzeuge des Stromversorgungsunternehmens sind mit Kameras und Laserscannern ausgerüstet, würden entsprechende Aufnahmen gemacht. Autokennzeichen und Gesichter seien darauf aber nicht zu erkennen.

Beim letzten Tagesordnungspunkt wollte Gemeinderat Manuel Difloe wissen, ob es „verlässliche Zeiten“ gebe, zu denen der Eisverkäufer vor der Bäckerei „Gärtnersmühle“ seine Erfrischungen anbietet – und ob man diese öffentlich bekanntgeben könne. Bürgermeister Rohm verwies darauf, dass es sich nicht um ein festes Gewerbe handele. „Wir werden das prüfen.“

Verkehrsfluss behindert

Gleiches gelte für die Wertheimer Straße, wo laut Manuel Difloe „im Bereich zwischen Moni’s Kneipe und der Brauerei Löffler“ mehrere Autos „halb auf dem Gehweg, halb auf der Straße“ parken und so den Verkehrsfluss behindern würden.

Da es keine weiteren Anfragen und Anregungen mehr gab, schloss der Bürgermeister den öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung nach rund 30 Minuten. Ein nicht-öffentlicher Teil schloss sich an.

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