Mehrfachnutzung des Hardheimer Jugendhauses - Gedächtnistraining, Nachbarschaftshilfe, Teestube und „Café international“ haben hier inzwischen ihr Domizil „Die Arbeit fruchtet, wir fügen etwas zusammen“

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i.E.
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Hardheim. „Uns freut es, dass das Jugendhaus sich zu einer Art Mehrgenerationenhaus in direkter Nachbarschaft zu Schule und Kindergarten entwickelt hat, dass die Jugendlichen dabei nicht verdrängt wurden und hier im Kleinen Menschen zusammengebracht werden“, würdigte Hauptamtsleiter Lother Beger den Erfolg des „Inka“-Projektes.

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Zum einen gibt es hier nach wie vor das Jugendhaus. Dieses hat mittwochs von 17 bis 21 Uhr für ältere Jugendliche und freitags von 14 bis 18 Uhr für jüngere Jugendliche geöffnet. Zu den Besuchern gehören laut Schulsozialarbeiter Christian Parth viele ausländische Jugendliche, auch wenn die Gemeinschaftsunterkunft in Hardheim derzeit nur noch mit 68 Personen belegt ist. „Wir wünschen uns, dass noch mehr deutsche Jugendliche das Angebot annehmen“, so Parth. Erfolgreich bringen sich die „Jugendhäusler“ inzwischen mit Ständen und Aktionen beim Weihnachtsmarkt und beim Sommerfest ein.

Darüber hinaus findet im Jugendhaus das Gedächtnistraining des DRK mit Yvonne Wolfmüller statt.

Der FSV Dornberg nutzt die Räume ebenfalls.

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In der „Teestube“ dienstags ab 18 Uhr treffen sich vor allem Männer.

Das Netzwerk „Nachbarschaftshilfe“ hat inzwischen sein Büro ebenfalls im Jugendhaus eröffnet.

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Am erfolgreichsten entwickelt hat sich das „Café international“ vom Verein „Dienst am Nächsten“, vertreten durch Hildegund Berberich Für den Sprachunterricht von Gabriele Fleischer und Barbara Schell-Alt stellen die beiden neu angeschafften Tafeln (Whiteboards) eine wichtige Bereicherung dar. Der Zuspruch ist so groß, dass die Kurse nunmehr in zwei Gruppen – nach sprachlicher Herkunft der Teilnehmerinnen gegliedert – abgehalten werden. Mittlerweile treffen sich regelmäßig mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr etwa 15 Frauen aus sieben verschiedenen Nationen, teils mit ihren Kindern. Zu Gast sind auch Hardheimerinnen mit Migrationshintergrund, die schon länger in der Erftalgemeinde leben. Betreut werden sie von einem Team von zwölf Frauen und zwei ehemaligen Lehrerinnen. Zur Einstimmung wird zunächst gemeinsam Kaffee getrunken“, schildert Hildegund Berberich.

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Das „Café international“ bietet neben Sprachunterricht auch Angebote im Ort wie Firmenführungen oder beispielsweise ein kleines privates Orgelkonzert in der Kirche. „Es ist ein gutes Sprungbrett für Frauen mit Kindern im Kindergartenalter, die in Hardheim Kontakte knüpfen und sich im Ort einleben möchten“ (Hildegund Berberich).

Sehr gut kommt das gemeinsame Boule-Spiel auf der neuen Boule-Anlage des Vereins „Dienst am Nächsten“ am Sportplatz an. Oftmals stoßen dort auch die Männer der Teilnehmerinnen und Kinder zu der Gruppe.

Das Gelände um die Boule-Anlage soll nach den Worten von Bürgermeister Rohm noch deutlich attraktiver gestaltet werden. Gedacht sei beispielsweise an den Bau einer Eisbahn im Winter durch das Anstauen des Wassers vom vorbeifließenden Hoffenbach. „Ideen sind da, aber der Gemeinde sind finanziell Grenzen gesetzt“, bedauerte der Rathauschef. Hier greifen Projekte wie „Inka“ zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Gemeinde. i.E.