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Auftritt des Kinder-Projektchors - In der Evangelischen Kirche stand das Orgel-Konzert „Maaartin!“ auf dem Programm

Beim Kinder-Orgelkonzert in Hardheim standen fröhliche Stücke auf dem Programm

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ad
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In der Evangelischen Kirche wurde ein Stück über das Leben und Wirken Luthers aufgeführt. © Adrian Brosch

Hardheim. Einen lehrreichen und äußerst musikalischen Nachmittag konnte man am Sonntag in der evangelischen Kirche verbringen. Zum Einen wusste der neu formierte, von Bezirkskantor Hyun-Soo Park geleitete Kinder-Projektchor mit frischen und fröhlichen Stücken über die Frohe Botschaft zu gefallen, zum Anderen wurde in Anlehnung an den Reformationstag das Kinder-Orgelkonzert „Maaartin!“ über das Leben und Wirken Martin Luthers gespielt.

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Quicklebendig präsentierte sich zum Einstieg der Kinder-Projektchor, dessen rhythmisch und musikalisch ansprechende Lieder wie „Groß ist unser Gott“ und „Lobe den Herrn, meine Seele“ nicht nur durch ihre Texte, sondern auch durch ihre mitreißenden Melodien unter die Haut gingen. Zum Mitmachen luden ebenso die Bewegungsspiele ein. Entsprechend reich war der Beifall: Die jungen Sänger hatten ihr Publikum auf ganzer Linie überzeugt und erfuhren auch ein Lob von Pfarrer Markus Keller.

Dann erklang die Orgel: Kein Zweifel, Hyun-Soo Park leitete den zweiten Teil des Nachmittags ein. Kindgerecht – und auch für Erwachsenen durchaus kurzweilig – beleuchtete „Maaartin!“ auf musicalartige Weise die Vita des als Begründer der Reformation und damit auch des evangelischen Christentums anzusehenden Martin Luther.

Aufregende Zeit

In dessen (Sprech-)Rolle schlüpfte mit viel Gefühl Caroline Keller, die den Kindern auch die aufregende Zeit des Mittelalters und der Reformation verständlich näher brachte. So ging sie auf die strengen Sitten jener Ära in Verbindung mit Ereignissen in Luthers Kindheit und Schulzeit ein, die den 1483 geborenen Thüringer zum Hinterfragen scheinbar bedingungslos gültiger Werte animierte; der junge Martin wollte Fragen stellen und gefragt werden. Mit seinen 1517 erstmals veröffentlichten 95 Thesen prangerte er schließlich auf mutige Weise den damals üblichen Erlass menschlicher Sünden per Ablassbrief an und konfrontierte die mittelalterliche Gesellschaft mit ganz neuen Gedanken.

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Auch spätere Lebensjahre bis zu Luthers Tod 1546 wurden ausführlich geschildert. Langweilig wurde die musikalische Geschichtsstunde dabei nie: Packend, mit der zwischen Dramatik und fast volkstümlich schwebender Leichtigkeit umher schwirrenden Musik der „Königin der Instrumente“ und zugleich nicht ohne künstlerischen Anspruch wurde den Kindern sowie ihren Eltern und Großeltern jene spannende Geschichte vorgetragen, der man vor allem am Reformationstag – einem der höchsten Feiertage im Jahreskreislauf evangelischer Christen - gedenkt. ad

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