Forstbetriebsgemeinschaft Waldstetten-Erftal

Beachtliche Zuwächse beim Holzeinschlag

Berichte auf der Tagesordnung der Generalversammlung

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Waldstetten. Die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Waldstetten-Erftal fand in der Turnhalle in Waldstetten statt.

Durch den Abschlussbericht des Forstwirtschaftsjahrs 2021/22 führte Robert Müller vom Vorstandsteam. In den Mitgliederzahlen, Waldfläche und Holzeinschlag gab es jeweils beachtliche Zuwächse zu verzeichnen, ebenfalls beim Einsatz von Sonderkraftstoff und Bio-Sägekettenöl. Die Nutzung der Trommelsäge und des Holzspaltes sind in etwa gleich geblieben. Der reparaturbedürftige Holzspalter für Erfeld werde wegen der geringen Nachfrage nicht mehr ersetzt. Die Mitglieder aus Erfeld und Gerichtstetten sollen den Spalter aus Bretzingen und Waldstetten mitnutzen.

Auf die Einnahmen und Ausgaben wies Geschäftsführer Jürgen Kilian hin, dem die Rechnungsprüfer Andreas Fürst und Johann Wellie ein Lob für die tadellose Buchführung erteilten und die Entlastung des Vorstandes durchführten.

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Forstrevierleiter Martin Sauer gab wertvolle Tipps zur Bewässerung von Forstpflanzen, was aufgrund des Wassermangels der trockenen Sommer ein sehr aktuelles Thema ist. Diese gingen von der Empfehlung nur gesunde Setzlinge zu verwenden, über den Verdunstungsschutz bis zur Pflanzung, eines sachgerechten Wurzelschnittes und der lagegerechten Positionierung im Boden.

Anpflanzung besprochen

Auch Methoden des Pflanzloches beziehungsweise der Einpflanzung wurden angesprochen. Sobald der Boden frostfrei ist, kann mit einer Pflanzung nie früh genug begonnen werden. Die vorhandene Winterfeuchtigkeit sowie das Frühjahr, in dem es in der Regel noch mehr regnet, sollten unbedingt genutzt werden.

Bleibt dann der unentbehrliche Regen aus, sollte spätestens nach drei bis vier Wochen mit der Bewässerung begonnen werden. Je Gießvorgang wird pro Pflanze mindestens zwei Liter Wasser empfohlen, was nach Möglichkeiten auch auf fünf bis zehn Liter ausgedehnt werden kann. Das Wasser sollte zwei mal zeitlich versetzt der Pflanze zugeführt werden, damit es der Boden gut aufnehmen kann. Empfohlen werden die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden.

Der Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft hat eigens einen Wasserfassanhänger mit Zapfwellenantrieb für die Pumpe und Schlauch gebaut, der von den Mitgliedern für eine Mietgebühr von fünf Euro pro Tag ausgeliehen werden kann.

Es gibt sogar einen staatlichen Förderungsanspruch für drei Bewässerungsvorgänge pro Jahr. Dieser beläuft sich auf insgesamt 2000 Euro je Hektar und es müssen 14 Tage dazwischenliegen. Wasserrechtliche Hinweise sind zu beachten, so darf nur von genehmigten Wasserentnahmestellen entnommen werden.

H Maxeiner von der Forstbetriebsleitung Walldürn verdeutlichte anhand von Schaubildern die Ausgangssituation der Bodenfeuchte und Tiefe in den einzelnen Gebieten in Baden-Württemberg. Diese zeigten die Unterschiede ab April 2022, über den extrem trockenen August hin, bis in den Herbst, als dann wieder mehr Niederschläge gefallen sind. Dass speziell unsere Gegend in Sachen Niederschlägen sehr schlecht wegkommt, hat sich hier um so mehr gezeigt.

Er riet den Waldbesitzern, ihre Bestände aufmerksam nach dürren Bäumen und Schadholz abzusuchen, um so rechtzeitig dem Borkenkäfer vorzubeugen. Auch sollte man den Wald des Nachbarn im Auge haben und gegebenenfalls auch diesen bei Baumschäden kontaktieren, da der Schädling keine Grenzen kennt. Neben verschiedenen Förderprogrammen für Aufforstung, Pflege, oder Bewässerung werde auch Schadholz mit sechs Euro je Festmeter entschädigt. Robin Heffner stellte eine neue Art von Wuchshüllen vor, die ausreichend Licht und Wasser für die Jungpflanzen durchlassen und einfach anzuwenden sind.

Informationsveranstaltung

Zum Abschluss wies Robert Müller noch auf eine Informationsveranstaltung über das Setzen von Forstpflanzen auf einer Kahlfläche in Waldstetten hin, die im Februar, beziehungsweise März angeboten wird.