Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen - Auszeichnung für Birgid Ott, die dem Kirchengemeinderat seit 42 Jahren angehörte / Goldene Ehrennadel für das Engagement „Auf Sie konnte man sich stets verlassen“

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Elmar Zegewitz
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42 Jahre gehörte sie dem Kirchengemeinderat an: Nun wurde Birgid Ott für ihr langjähriges Engagement mit der goldenen Ehrennadel der Badischen Landeskirche ausgezeichnet.

Birgid Ott wurde für ihr unermüdliches Wirken in der Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen ausgezeichnet. © Elmar Zegewitz
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Hardheim. An der Auszeichnung von Birgid Ott (Höpfingen) mit der goldenen Ehrennadel der Badischen Landeskirche durch Dekan Rüdiger Krauth teilzunehmen, war am Sonntag auch für eine große Zahl von Gläubigen der evangelischen Kirchengemeinde eine Selbstverständlichkeit.

Sie brachten damit, ebenso wie der Dekan, der seit 42 Jahren dem Kirchengemeinderat angehörenden und nun ausgeschiedenen Birgid Ott die gebührende Anerkennung und den Dank für ihren Einsatz und ihr unermüdliches Wirken in der Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen zum Ausdruck.

Anerkennung und Dank

Bereits vor Eintreffen des Dekans gab es für Birgid Ott als Kirchenälteste der Gemeinde verschiedenste Anerkennungs- und Dankesbeweise aus den Reihen der Mitglieder der Kirchengemeinde.

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„Lass dich feiern“, erklärten beispielsweise Pfarrer Markus Keller und dessen Frau, während Sieghardt Schmidt als Vorsitzender des Kirchengemeinderates mit seiner Laudatio aus Sicht der Kirchengemeinde aufwartete. Er erinnerte mit Blick auf die Voraussetzungen von insgesamt 45 Berufsjahren für den Renteneintritt daran, dass Birgid Ott fast so lang wie in einem ganzen Erwerbsleben im Kirchengemeinderat tätig war. Davon war er höchst beeindruckt, in einer heute ansonsten kurzlebigen Zeit.

Besondere Leistungsbilanz

In Verbindung damit sah er es als besondere Leistungsbilanz an, dass sie in diesen 42 Jahren allein für die Sitzungen des Ältestenkreises ungefähr 1200 Stunden in Hardheim verbracht hat. 1977 zum ersten Mal in dieses Amt gewählt, zu Zeiten von Pfarrer Erich Leytz in der damaligen Filialgemeinde von Walldürn, erlebte sie mit Pfarrerin Ingeborg Völker-Engler und Pfarrer Johannes Lange den Weg in die Selbstständigkeit zur Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen; zudem kurz danach den Ausbau von Kirche und Pfarrhaus zu einem funktionellen Gemeindezentrum in der Form, wie es heute der Kirchengemeinde dienlich ist.

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Den kurzen Wirkungszeiten von Pfarrerin Völker-Engler und Pfarrer Lange folgte die lange Periode mit Pfarrer Ralf Krust, ehe Birgid Ott in der Folge Pfarrer Markus Keller als fünften Pfarrer in den Sitzungen mitberaten konnte.

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Sie war und ist über den Kirchengemeinderat hinaus aktiv: sie leitet den Gemeindetreff, ist beim Besuchsdienst und Gebetskreis dabei, ist in Höpfingen für die Verteilung des Gemeindebriefs verantwortlich und für den Dienst als Kirchendienerin, Hausmeisterin und Raumpflegerin in Personalunion zuständig.

Schließlich vergaß Sieghardt Schmidt nicht zu erwähnen, dass Birgid Ott lange Jahre als Bezirkssynodale beziehungsweise als stellvertretende Bezirkssynodale fungierte. Er bewunderte Birgid Ott, die kaum aus der Ruhe zu bringen sei und „immer total zuverlässig“ war, wie er mit Blick auf ihr Engagement bei vielen Gemeindefesten und Gemeindesonntagen beobachten konnte.

„Immer total zuverlässig“

Er machte ihr das Kompliment, dass man sich bei den von ihr übernommenen Bereichen hundertprozentig auf sie verlassen konnte, so dass alles immer glatt lief.

Zufrieden zeigte sich Schmidt mit der Tatsache, dass Birgid Ott auch nach ihrem Ausscheiden als Kirchengemeinderätin mit ihrer Erfahrung als Mitarbeiterin erhalten bleiben wird. Er würdigte ihre Arbeit im Kirchengemeinderat mit einer Erinnerungsgabe und zeigte sich überzeugt davon, dass sie ihre Arbeit nicht zu ihrer Bestätigung, sondern für „unseren Herrn Jesus“ ausübt.

Dekan Rüdiger Krauth richtete in seiner Laudatio für Birgid Ott den Blick auf das Wirken und auf die Bedeutung des Theologen Johann Albrecht Bengel und auf dessen leidenschaftlich verfolgtes Ziel, das Leben mit Christus zu erfüllen.

Treue gehalten

Angesicht der heute „hektischen Welt“ und der Änderungen in der Kirche hielt er Gedanken für wichtig, wie sich die Kirche positiv weiterentwickeln könne und zollte allen Respekt, die dieser wie Birgid Ott die Treue gehalten haben und ihr „hoch verbunden“ geblieben sind.

Er hielt im Bemühen um die künftige gemeinsame Gemeindegestaltung einen „Mix von Jung und Alt“ für wichtig – und über die Generationen hinweg die Verbundenheit mit dem Herrn.

Besonders erfreut zeigte er sich über die Möglichkeit, den Einsatz von Birgid Ott für den Herrn Jesus Christus in der Kirchengemeinde und darüber hinaus im Auftrag der Badischen Landeskirche mit der Überreichung deren goldener Ehrennadel anerkennen und sie unter lang anhaltendem Beifall der Teilnehmer so für ihren in 42 Jahren ununterbrochen und anerkennenswert erbrachten Dienst als Kirchenälteste beziehungsweise als Kirchengemeinderätin auszeichnen zu können.

Freudig und souverän in sich ruhend beantwortete die Geehrte anschließend manche Frage zu ihrer Tätigkeit, zeigte sich dankbar für die Zeit miteinander und sicherte ihre Bereitschaft zu weiterer Mitarbeit zu: „Es gibt ja noch was zu tun“.