Marienmonat Mai - Besondere Zeit in der Volksgläubigkeit

Altar reich geschmückt

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Hardheim. In der katholischen Volksfrömmigkeit gilt der Mai neben dem Oktober als besonderer „Marienmonat“. Schon im Mittelalter lassen sich besondere Maiandachten feststellen, die ihren Ursprung in den heidnischen Maifeiern der Römer und Germanen hatten.

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Entwicklung des 17. Jahrhunderts

Dass man allerdings den ganzen Monat Mai durch tägliche oder häufige Gebete der Gottesmutter „weihte“, ist das Ergebnis einer einsetzenden Entwicklung ab dem 17. Jahrhundert, die zur Mitte des 19. Jahrhunderts schließlich ihren Abschluss fand.

Der reich geschmückte Maienaltar in der Pfarrkirche St. Alban. © Torsten Englert

Außerdem wird die Gottesmutter in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als „Maienkönigin“ verehrt. Auch der Rosenkranz hat im Monat Mai eine besondere Bedeutung. Im Rosenkranzgebet wird Maria um Hilfe angerufen. Sie wird nicht selbst angebetet, da dies nur Gott zusteht, wohl aber wird sie als Weg zu Jesus Christus gesehen, wie es Papst Paul VI. in seiner Enzyklika „Mense Maio“ vom 1. Mai 1965 formulierte. Deshalb sind in den katholischen Kirchen, wie in der Pfarrkirche St. Alban in Hardheim, Marienaltäre aufgebaut und stets reichlich geschmückt. Die feierliche Eröffnung des Marienmonats Mai fand in der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen mit einer Maiandacht am 1. Mai statt. En