Analyse des Hardheimer Gemeinderates - CDU hat wieder die Mehrheit / Freie Wähler verzeichnen ein Plus in Höhe von 7,1 Prozent / Fünf Frauen setzen sich durch 13 neue Gesichter im Gremium

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Marcel Sowa
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Gewinner der Hardheimer Gemeinderatswahl ist die Freie Wähler Union: Künftig stehen der Partei wohl zwei Plätze mehr im Gremium zur Verfügung.

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Hardheim. Einen deutlichen Sieger gab es bei der Gemeinderatswahl in Hardheim. Die Freie Wähler Union (FWU) erhielt am Sonntag etwa 7,1 Prozent mehr Stimmen als bei der Wahl 2014. Die meisten Stimmen sammelte wieder die CDU, die jedoch ein Minus in Höhe von 3,2 Prozent verzeichnete. Die SPD-Bürgerliste verlor 3,9 Prozent.

Bei der Sitzverteilung in Gemeinderat ergibt sich voraussichtlich folgendes Bild: Die FWU erhält zwei Plätze mehr (insgesamt acht). Die CDU bleibt bei acht Sitzen, die Sozialdemokraten erhalten drei. Für die künftige Arbeit im Gremium ergibt sich damit ein neues Bild: Kooperieren FWU und SPD miteinander, können sie die CDU bei wichtigen Entscheidungen überstimmen.

Mit 21 031 landete die Stimmenmehrheit wieder bei der CDU (43,7 Prozent). Die FWU machte einen Sprung auf 19 114 Stimmen (39,8 Prozent). Der SPD-Aufwärtstrend der vergangenen Jahre in Hardheim wurde dagegen gestoppt: Die 16,5 Prozent entsprachen 7938 Stimmen.

63,7 Prozent Wahlbeteiligung

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Von den 5376 Berichtigten nahmen 3427 (63,7 Prozent Beteiligung) ihr Wahlrecht wahr – ein Plus in Höhe von 6,7 Prozent. „Stimmenkönig“ wurde erneut Eric Bachmann von der FWU: 2014 sammelte er 3442 Stimmen, am Sonntag waren es mit 4780 deutlich mehr. Dahinter folgen Hermann Schwinn (CDU; 4275 Stimmen), Klaus Kreßner (FWU; 3001) und Brigitte Scheuermann (CDU; 2956).

Scheuermann ist eine von fünf Frauen, die künftig im Hardheimer Gemeinderat über die Zukunft der Kommune entscheiden: Andrea Mohr, Julia Göth (beide SPD), Jenny Damico (FWU) und Jutta Biller (CDU) erreichten ebenfalls die notwendige Stimmenanzahl. Neu im Gremium sind auch Hermann Schwinn, Daniel Weber, Jürgen Schretzmann (alle CDU), Manuel Difloe, Daniel Emmenecker, Torsten Reinhart, Johannes Becker (FWU) und Stefan Wolfmüller (SPD). Zu den „Etablierten“ gehören Markus Weniger, Michael Messerer, Peter Haas (CDU), Eric Bachmann, Klaus Kreßner und Siegfried Horn (FWU).

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Dem Gemeinderat gehören damit nicht mehr an: Torsten Englert, Arnold Fischer, Dr. Ingo Großkinsky, Sandra Hörner, Simone Richter (alle CDU), Arnold Knörzer, Klaus Schneider (beide FWU), Manfred Böhrer, Lars Ederer und Volker Fitz (alle SPD).

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Bürgermeister Volker Rohm sagte in einem Statement zum Wahlergebnis: „Bereits im Vorfeld war klar, dass es in Hardheim eine komplett neue Zusammensetzung im Rat geben wird. Neue Gesichter einer neuen Generation bedeuten sicher in Teilbereichen auch neue Ansichten, Wertungen und veränderte Schwerpunkte. Ich bin sicher, dass die jetzt gewählte Mischung aus bereits erfahrenen und neuen wie auch aus jungen und schon reiferen Mandatsträgern sich schnell zusammenfinden und gut zusammenarbeiten wird. Offen und unvoreingenommen gilt es, fernab von Listenplatz und Parteiprogramm, gemeinsam Entscheidungen zum Wohl der Gemeinde zu treffen und diese weiter zu entwickeln. Auch begrüße ich es, dass künftig in Hardheim fünf Frauen unserem Gremium angehören und bin sicher, dass dies eine Bereicherung für die Ratsarbeit ist.“

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