Vortrag zur Energiewende "Kleine Schritte mit großer Wirkung"

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Höpfingen/Waldstetten. "Klimaschutzkonzept für Höpfingen und Waldstetten!" - Zur Auftaktveranstaltung zu diesem Thema referierte am Donnerstagabend im Sitzungssaal des Rathauses Höpfingen Dr. Jörg Scholtes von der EnBW. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Menschen anzuleiten, im privaten Haushalt Kosten für Heizung und Strom zu sparen, sowie den Energieverbrauch durch sparsamen Konsum zu reduzieren. Dazu begrüßte Bürgermeister Adalbert Hauck etwa 20 Gäste.

CO2-Emissionen reduzieren

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In seiner Präsentation ging Dr. Jörg Scholtes zunächst auf dieTemperaturveränderungen der letzten 100 Jahre ein. Der Klimawandel entstehe durch die Freisetzung von CO2 (Verbrennen fossiler Energieträger). Um diesem Klimawandel entgegenzutreten, müsse die CO2-Emission erheblich reduziert werden.

Weiter ging Scholtes auf den Status quo und die Statistik der Gemeinde Höpfingen mit dem Ortsteil Waldstetten ein, die etwa 3050 Einwohner, 961 Wohngebäude, 1417 Wohnungen und 2500 Fahrzeuge zähle. Der jährliche Stromverbauch seit 2011 betrage etwa 3500 Kilowattstunden, 38 Prozent davon für die Haushalte, 32 Prozent für die Elektrowärme, elf Prozent für das Gewerbe, vier Prozent für die Landwirtschaft und ein Prozent für die Straßenbeleuchtung.

Leicht könne man Kosten für Heizung und Strom sparen. "Das sind Maßnahmen von Kleinigkeit, doch sie erzielen eine große Wirkung", wie Dr. Jörg Scholtes betonte. Kosten für die Heizung könne man sparen durch die Verwendung von Sparduschen und elektrischen Thermostaten, wenn man die Heizkörper entlüfte, die Heizrohre isoliere, die Rollläden nachts schließe und Dusche statt Badewanne verwende.

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Sparpotentiale ergeben sich auch beim Konsum, so Scholtes, zum Beispiel, wenn man beim Kochen den Deckel auf den Topf setze, Saisonales und weniger Fleisch esse, Leitungswasser trinke sowie an die frische Luft gehe, anstatt das Fitnessstudio zu besuchen. Einsparmöglichkeiten gebe es auch durch die Bildung von Fahrgemeinschaften, Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und die Vermeidung von Flügen.

Danach forderte Scholtes die Anwesenden auf, sich schriftlich zu den Fragen zu äußern, was jeder einzelne zur CO2-Reduzierung tun könne, welche Maßnahmen heute schon wichtig seien und wo man Schwerpunkte sehe. Ihre Antworten hefteten die Anwesenden an die Schautafel, auch mit dem Zweck, künftig ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu leisten. ( c.k.)