Ideenschmiede Höpfingen - Firma "inobjekt" entwickelt didaktisch wertvolle Medienmöbel für interaktive Klassenzimmer, Hörsäle und Seminarräume Innovatives für Universitäten und Schulen

Von 
Ingrid Eirich-Schaab
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Die Firma "inobjekt" aus Höpfingen ist, was die Ausstattung von Hochschulen und Schulen mit Medienmöbel anbelangt "ganz vorne" mit dabei. Die FN informierten sich über die neuesten Entwicklungen.

© Firma inobject

Bei der Ausstattung von Hörsälen in Universitäten und Fachhochschulen trifft man immer öfter auf Produkte aus Höpfingen.

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Höpfingen. Seien es die Auframpungssysteme von WRK/Stechert oder die aktuellen Generationen von Medienmöbel der Firma "inobjekt": In Höpfingen werden immer wieder innovative Neuerungen entwickelt und realisiert.

"Inobjekt" ist seit über 25 Jahren im Bereich Objekteinrichtung tätig. Seit einigen Jahren hat sich zudem der Bildungssektor als Tätigkeitsschwerpunkt herauskristallisiert.

Stichworte für den Erfolg sind "digitale Klassenzimmer und Hörsäle" und dabei speziell die von "inobjekt" entwickelten Lehrer- und Dozentenarbeitsplätze. Für diese, individuell auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnittenen multimedialen Unterrichtspulte, gibt es einen großen Markt und Entwicklungspotential. Denn die darin verbauten interaktiven Displays von Wacom bieten im Vergleich zu den eher bekannten interaktiven Whiteboards und Touch-Displays einige Vorteile und vereinen deren Funktionen in einem Möbel.

Moderne Lehrerarbeitsplätze

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"Wir sind in Deutschland, was diese Entwicklung anbelangt, weit vorne dabei", freuen sich Michael und Jürgen Schmitt, als die Fränkischen Nachrichten sich mit ihnen über ihre Arbeit unterhielten.

Die Idee, das in Hochschulen und in privaten Bildungseinrichtungen schon über mehrere Jahre bewährte Konzept auch auf den Schulbereich zu übertragen, stammt von Michael Schmitt. "Unser Ziel war es, einen Lehrerarbeitsplatz zu schaffen, der dieselben Funktionen wie interaktive Whiteboards erfüllt und zugleich auch noch einige Vorteile gegenüber diesen bietet, ohne teurer zu sein," erklärte er gegenüber den Fränkischen Nachrichten. Durch das integrierte, höhenverstellbare Wacom-Stiftdisplay kann der Lehrer an seinem Pult sowohl im Sitzen als auch im Stehen - zur Klasse zugewandt - mit den Schülern das erarbeiten, was er sonst mit dem Rücken zur Klasse an Whiteboard oder Tafel vermitteln möchte.

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Die Schüler haben gleichzeitig freien Blick auf das an der Wand projizierte Bild und können aber auch zur Erarbeitung von Lösungen an die moderne "Tafel" geholt werden.

Viele Vorteile

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Ein weiterer Vorteil: Die auf dem interaktiven Display eingesetzte Software "Open-Sankoré" wurde von Schweizer Professoren entwickelt und kann leicht und kostenlos im Internet auf jeden Computer heruntergeladen werden. Somit entstehen den Schulen keinerlei Lizenzkosten.

Auch Live-Bilder von der Dokumentenkamera können auf das interaktive Display geholt und mittels eines Stiftes mit Anmerkungen versehen und bearbeitet werden.

Jürgen Schmitt spricht von einer "effizienten Wissensvermittlung": Schüler oder Studenten müssen nicht mitschreiben, sondern erhalten das Unterrichtsmaterial anschließend per E-Mail zugeschickt. "Man braucht keine lange Eingewöhnungszeit", so Jürgen Schmitt.

Mehrere Jahre arbeitete er für namhafte Firmen in der näheren und weiteren Umgebung als Produktentwickler und Produktmanager, bevor er sich selbstständig machte. "Es war schon immer mein Steckenpferd und mein Beruf zugleich, audiovisuelle Medientechnik in Möbel zu verpacken. Die Digitalisierung verändert nun auch das Bildungswesen. Deshalb müssen wir grundsätzlich die pädagogische Herangehensweise überdenken. Computer oder Tablets im Klassenzimmer bringen gar nichts, wenn kein durchdachtes pädagogisches Konzept dahintersteht."

Konzipiert und gebaut wurde das erste der modernen Hörsaalpulte schon vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen und Anwendern der renommierten Hochschule Krems, denn auch in Österreich ist das Höpfinger Unternehmen aktiv und bekannt. Im Rahmen einer Fachmesse informierte sich auch Sonja Steßl, Staatssekretärin für Digitales, Verwaltung und Öffentlichen Dienst, am Stand der Firma auf der Sonderschau "Innovatives Klassenzimmer".

Individuelle Lösungen

Im Herbst war man außerdem auf der "Interpädagogica" in Wien - Österreichs einziger Fachmesse für den pädagogischen Bereich und damit die wichtigste Informationsplattform für Pädagogen - und zeigte dort erstmals den neuen Lehrertisch "ino.teach" der Öffentlichkeit.

Im Januar und Februar diesen Jahres präsentierte sich das Unternehmen außerdem auf den bedeutenden Fachmessen "Learntec" in Karlsruhe und "Didacta" in Stuttgart.

In einem zweiten Möbelstück, dem mobilen Medienwagen "ino.caddy", werden - je nach Bedarf - alle technischen Einheiten wie Notebooks, Wacom-Displays, Beamer, Mikroskop, Video- und Dokumentenkamera zusammengeführt. Der Caddy kann über das normale Pult geschoben werden und macht aus einem handelsüblichen Schreibtisch einen digitalen Arbeitsplatz.

"Individuelle Möbel, beispielsweise auch für Seminar- und Konferenzräume, waren schon immer unser Schwerpunkt", erklärt Jürgen Schmitt. Aufgrund überschaubarer Unternehmensgröße können Kundenwünsche schnell und flexibel erfüllt werden.

Natürlich könne sein Unternehmen das nicht alles alleine meistern. Deshalb greift man auf kompetente Kooperationspartner zurück: "Inobjekt ist als Dienstleister für Entwicklung, Planung und Beratung, Konzept und Konstruktion der Möbel zuständig. Produziert werden diese nach unseren Vorgaben von Schreinern aus der Region. Wobei die Schreinerei Schmitt aus Boxberg-Uiffingen seit mehr als 25 Jahren bei der Entwicklung und Umsetzung hilft", erläutert Michael Schmitt.

Der Vorteil: Es handelt sich nicht um Massenproduktion, sondern individuelle Einzelanfertigungen nach Vorstellung und Anforderung der Kunden.

Auftragsbücher sind gefüllt

Die Auftragsbücher von "inobjekt" sind gefüllt. Die Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit der Medienmöbel sprechen sich herum. Schließlich gehören renommierte Auftraggeber und Bildungseinrichtungen zum Kundenkreis wie die FH und die Uni Köln, die Universitäten Krems und Bamberg, die Hochschule Pforzheim, die DHBW Mosbach und Bad Mergentheim sowie private Bildungseinrichtungen, namhafte Unternehmen, Banken und Gewerkschaften.

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