"Um-Wege" in Hardheim - Gemeinderat befasste sich kurz mit dem Thema / Die Kunstschaffenden wurden nicht gefragt / Projekt ist auf Vergänglichkeit angelegt Gemeinde will Kunstpfad aufgegeben

Von 
Ingrid Eirich-Schaab
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"Kopf-los durch den Wald" nannte Herbert Goldschmitt (Schlempertshof) dieses Ensemble. Die Vergänglichkeit spielt beim Kunstpfad und Waldprojekt "Um-Wege" in Hardheim bewusst eine große Rolle.

© Eirich-Schaab

Hardheim. Vor Jahren gefeiert, soll das Kunstprojekt "Um-Wege" nun möglicherweise aufgegeben und zurückgebaut werden.

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Torsten Englert sprach das Thema in der Gemeinderatsitzung an. Bürgermeister Volker Rohm bestätigte, dass einige Kunstwerke - den Hinweisen von Spaziergängern zufolge - nicht mehr der Sicherheit entsprächen. Daraufhin habe eine Begehung durch Forstrevierleiter Florian Pogorzelsky, Bauhofleiter Markus Alter und den stellvertretenden Hauptamtsleiter Raimund Wolf stattgefunden.

"Alles hat seine Zeit": Da einige Kunstwerke nicht mehr standsicher seien, habe man der Gemeinde nach der Begehung und der Bestandsaufnahme empfohlen, den Kunstpfad zurückzubauen, weil eine Sanierung sehr aufwendig wäre, bestätigte Florian Pogorzelsky auf Nachfrage der Fränkischen Nachrichten.

Künstler nicht gefragt

Bis Anfang des Jahres waren selbst die Künstler noch davon ausgegangen, dass endlich in diesem Jahr die von der Gemeinde zugesicherte Beschilderung erfolge.

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Die Künstler erhielten laut Werner Blaschke lediglich eine Mitteilung, dass das Gestaltungsprojekt über die Wintermonate 2015/2016 durch Gemeinde und Forst zurückgebaut werde. Kontakt sei, entgegen den Ausführungen in der Gemeinderatsitzung, nicht mit den Künstlern aufgenommen worden. Auch seien sie weder gefragt worden noch sei es ihnen nahegelegt worden, nicht mehr sichere Kunstwerke in Eigeninitiative zu sanieren.