Gruselkomödie in drei Akten - Laienspielgruppe "Die kleine Bühne Waldstetten" spukte an zwei Abenden durch den Rathaushof Es menschelt gewaltig zwischen den Geistern

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Die Laienspielgruppe "Kleine Bühne Waldstetten" erfreute die Theaterfreunde im festlich dekorierten Rathaushof mit der Gruselkomödie "Die kleine Horrorvilla".

© Hauck

Waldstetten. "Vorhang auf, Bühne frei", hieß es am Wochenende in Waldstetten im festlich dekorierten Rathaushof. Die Laienspielgruppe "Die kleine Bühne Waldstetten" erfreute die Freunde des Theaterspiels an zwei unterhaltsamen Abenden mit der Gruselkomödie in drei Akten "Die kleine Horrorvilla" von Mark Haberland und setzte damit zur Freude der Bevölkerung sowie der zahlreichen Gäste aus nah und fern mit ihrem achten Open-Air Festival ihre Theatertradition fort.

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Bei diesem Theaterspiel bewiesen die Laienspieler in den für sie maßgeschneiderten Rollen ihr ausgezeichnetes schauspielerisches Talent und rissen das Publikum immer wieder zu Lachsalven und Beifall auf offener Szene hin.

Zu Beginn dieser unvergessenen Theaterabende hieß Helga Frisch die einheimischen und auswärtigen Theaterfreunde im voll besetzten Rathaushof willkommen, wo sie sich anschließend genüsslich in ihren Stühlen zurücklehnten, um sich von dieser Gruselkomödie unterhalten zu lassen.

Illustre Gespensterschar

Weit abseits des Dörfchens, so der Inhalt der Komödie, steht im fahlen Licht des Mondes eine alte heruntergekommene Villa. Die einsame Bewohnerin des geheimnisvollen Hauses, um das sich schaurige Geschichten ranken, ist die brave, aber völlig mittellose Rita. Es geschehen, so der Volksmund seltsame Dinge, doch niemand hat auch nur irgendetwas davon gesehen.

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Nur Rita weiß, dass die alte Villa seit Jahrhunderten die Heimat einer illustren Gespensterschar ist. Ihrer Idee, mit Hilfe der seltsamen Wohngemeinschaft Geisterführungen zu veranstalten, um dadurch Geld zur Restaurierung des maroden Hauses aufzutreiben, scheitert kläglich. Da Rita schließlich ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, sieht sie sich gezwungen, ihr "Geisterhaus" zu verkaufen. Um einen Käufer zu finden, gibt sie ein Zeitungsinserat auf. Dadurch nimmt der Spuk seinen Lauf.

Nachhilfe für Zombies

Es erscheint auf das Inserat hin im Auftrag eines Kaufinteressenten der Geisterjäger Wolfgang Mann, um zu überprüfen, ob an den Spuk-Gerüchten etwas dran ist.

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Rita hat in ihrer Not den Mitbewohnern aufgetragen, sich versteckt zu halten, um den Verkauf der Villa nicht zu gefährden. Doch diese wollen sich von ihrem liebgewonnenen Haus und der guten Rita nicht trennen. So schmiedet die Hexe Walpurga allerlei Pläne, um den unliebsamen Kontrolleur zu verscheuchen. Dies ist jedoch nicht so einfach, denn nicht nur sie, sondern auch der Poltergeist Judith, weiß nicht mehr so recht, wie man wirklich spukt. Der Zombie Frank versucht, von seinen Kollegen aus den Horrorfilmen etwas dazuzulernen, was ihm jedoch nicht immer guttut. Nur der freche Vampir Vanessa kann gemütlich den ganzen Tag lang schlafen und hat darüber hinaus auch sonst nur Unsinn im Kopf, worunter besonders die verschiedenen Postboten zu leiden haben. Zum Glück menschelt es auch zwischen den Geistern noch gewaltig. Und letztlich sorgt Onkel Ludwig für ein überraschendes, aber glückliches Ende.

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Die Laienspieler dieser hervorragend gespielten Gruselkomödie waren: Rebecca Hauck (Rita, die arme Villenbewohnerin), Norbert Prosenbauer (Frank, ein Zombie), Mona Frisch (Walpurga, eine Hexe), Sylvia Klotzbücher (Judith, ein Poltergeist), Jasmin Müller (Vanessa, ein Vampir), Alexander Wörner (Wolfgang, ein Zeitungsmitarbeiter und Geisterjäger), Helga Frisch (Spielleitung und Moderation), Gerda Schmitt und Helga Frisch (Souffleusen), Bernd Wörner (Ton, Technik und Beleuchtung), Gerhard Frisch, Johannes Frisch, Nico Geiger und Lukas Frisch (Bühnenbau und Technik), Timo Frisch (Kamera), Rosi Seber (Kostüme), Gesangverein "Frohsinn" Waldstetten (Bewirtung). (ck)