Land und Leute - Johannes Weller aus Hardheim absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr beim evangelischen EC-Verband / Arbeit mit Kindern steht im Vordergrund "Es kommt einfach auch was zurück"

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Adrian Brosch
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Als Mitglied eines vierköpfigen Teams reist Johannes Weller im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres quer durch Deutschland und führt Aktionsstunden mit christlichem Hintergrund für Kinder durch.

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Johannes Weller absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr beim evangelischen EC-Verband und organisiert Aktionsstunden für Kinder in ganz Deutschland.

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Hardheim. Computer sind nicht unumstritten, aus dem Alltag aber kaum noch wegzudenken - und manchmal können sie durchaus hilfreich sein: So begann für den 22-jährigen Hardheimer Johannes Weller alles mit einer Internetrecherche. Ganz zufällig fand er dort eine Stellenausschreibung, die ihn ansprach: Seit 1. August absolviert er sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim evangelischen EC-Verband ("entschieden für Christus").

Der auf ein Jahr befristete Dienst sieht 39 Wochenstunden vor. Im Gegensatz zu den meist stationären, auf ein bestimmtes Gebäude oder Areal begrenzten FSJ-Angeboten verbringt Weller diese nicht an ein- und derselben Stelle: "Das EC-Team, zu dessen vier Mitgliedern ich derzeit gehöre, zieht durch ganz Deutschland und richtet in Gemeindehäusern oder Pfarrheimen Kinderbibelwochen, Aktionsstunden mit christlichem Hintergrund und ähnliche Projekte aus", erklärt der Hardheimer, dem die Fränkischen Nachrichten bei einem solchen Termin über die Schulter schauen durften. Kurz vor Weihnachten besuchte er nämlich die evangelische Kirchengemeinde Hardheim, der die Familie Weller ohnehin stark verbunden ist, um dort eine gut besuchte Aktionsstunde zu gestalten: An vier Tischen wurde im Gemeindezentrum gebastelt, gesungen, musiziert, gelesen und auch mancher Scherz gemacht.

"Es ist diese Mischung aus Spaß und Spiel, die bei den Kindern im Regelfall sehr gut ankommt", berichtet Johannes Weller, der auch in Hardheim von zahlreichen Mädchen und Jungen umgarnt wurde und sich beim Basteln viel Zeit für ihre Fragen und Anliegen nahm. Dabei richtet er sich nach den Bedürfnissen der Kinder, die vielleicht noch kein "Sitzfleisch" haben. "Normalerweise dauern unsere Aktionen zwischen ein und zwei Stunden", betont der 22-Jährige.

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Allgemein richten sich die Aktionen des EC-Teams vor allem an Kinder im Grundschulalter oder der Sekundarstufe I, die sich wiederum bis zur siebten Klasse erstreckt. Regelmäßig führen die Wege das Team auch an Grundschulen, wo einzelne Unterrichtsstunden mitgestaltet werden. Als Träger dient der Verband "entschieden für Christus", der wiederum als evangelisches Pendant zum katholischen "Christlichen Verein Junger Menschen" (CVJM) bezeichnet werden kann.

Grundsätzlich umfasst Johannes Wellers Arbeitswoche fünf Tage, wobei das Wochenende im klassischen Sinn beim EC-Verband nicht immer berücksichtigt werden kann. "Manche Aktionstage finden auch an Sonntagen statt, wofür man dann aber unter der Woche einen freien Tag zugestanden bekommt", erklärt der Hardheimer.

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"Da die Arbeit mit Kindern komplett im Vordergrund des Programms steht, fällt auch keine Verwaltungsarbeit im eigentlichen Sinne an, wie sie in anderen FSJ-Bereichen vielleicht erledigt werden muss", sagte Weller. "Allerdings kann es, wenn wir keine Verpflichtungen haben, durchaus auch sein, dass wir uns in der Zentrale in Kassel aufhalten und zum Beispiel Schulstunden vorbereiten oder neue Ideen besprechen."

Ansteckende Fröhlichkeit

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Im selben Atemzug stellt er klar, in seinem Wirken aufzugehen und "viel Spaß und große Freude" zu empfinden. Gerade die ansteckende Fröhlichkeit der Kinder, die man mit den Aktivitäten erfreue, gehe auch auf ihn sowie die anderen Teammitglieder über. "Es kommt einfach auch was zurück", fasst er seine Eindrücke zusammen und spricht von einer "klasse Stimmung", die ihm seinen Alltag erhellt. Nicht zuletzt freut er sich auch darüber, im Laufe seines FSJ "viel von Deutschland zu sehen und die Menschen kennenzulernen", wie er sagt.

Seine Tätigkeit endet im Sommer. Wie geht es dann weiter? "Das kann ich so noch gar nicht sagen", blickt Johannes Weller in die Zukunft. "Weiterempfehlen würde ich ein Freiwilliges Soziales Jahr beim EC-Verband aber definitiv."