Kirchenchor St. Alban Hardheim zog Bilanz - Ehrung langjähriger Mitglieder / Auftritte bei kirchlichen und weltlichen Anlässen "Ein wichtiges Element in der Pfarrgemeinde"

Von 
Ingrid Eirich-Schaab
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Langjährige Mitglieder ehrte der Kirchenchor St. Alban Hardheim in seiner Cäcilienfeier. Das Bild zeigt von links: Dirigentin Jutta Biller, Präses Pfarrer Andreas Rapp, Vorsitzende Irmgard Farrenkopf, Peter Biller und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Manfred Weihbrecht.

© Eirich-Schaab

Hardheim. Kirchenchöre gehören zu den Kulturträgern der Gemeinden. Sie pflegen altes und neues kirchliches Liedgut und gestalten aktiv die Liturgie der Gottesdienste mit. Allerdings fehlt der Nachwuchs, auch wenn - wie im Falle des Hardheimer Chores - im abgelaufenen Vereinsjahr vier neue Mitglieder begrüßt werden konnten.

Ehrungen und Neuwahlen beim Kirchenchor St. Alban Hardheim

  • Der Kirchenchor St. Alban Hardheim hat zurzeit 27 aktive Mitglieder. Sie trafen sich im abgelaufenen Vereinsjahr zu 29 Proben.
  • Chorintern wurden zwei Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit geehrt: Seit 30 Jahren bringt sich Peter Biller als aktiver Sänger im Tenor ein. Er war darüber hinaus stets bereit, Verantwortung zu übernehmen: So von 1989 bis 2002 als Vorsitzender und ist seit 2010 als stellvertretender Vorsitzender. Er fungiert als Notenwart und ist, wie Pfarrer Rapp bei der Würdigung Billers aufzeigte, im Museumsverein "Erfatal" aktiv. Außerdem bringt er sich auch als Mitglied der Freunde der Erftaldomorgel bei den regelmäßigen Orgelkonzerten im Gemeindeleben ein.
  • Ebenfalls seit 30 Jahren erhebt Elisabeth Theuerl im Sopran ihre Stimme zur Ehre Gottes. Sie engagierte sich darüber hinaus als Notenwartin. Außerdem war Elisabeth Theuerl in der Pfarrgemeinde aktiv und gehörte dem Küchenteam bei den KjG-Zeltlagern an, wie Pfarrer Andreas Rapp in der Laudatio aufzeigte.
  • Für besonders guten Probenbesuch wurden folgende Mitglieder ausgezeichnet: Vier- bis fünfmal gefehlt haben (Lob): Ortrud Biller, Irmgard Farrenkopf, Irmela Günther und Isabell Kessler.
  • Zwei- bis dreimal gefehlt haben (Geschenk): Peter Biller, Elisabeth Gros, Nelly Hollerbach, Elisabeth Leiblein, Harald Munk und Stefan Schmitt.
  • Zweimal gefehlt haben: Elvira Leiblein und Elisabeth Theuerl. Nie gefehlt hat Dirigentin Jutta Biller.
  • Bei den Teil-Neuwahlen für den Vorstand wurden Vorsitzende Irmgard Farrenkopf und Schriftführerin Irmela Günther in ihren Ämtern bestätigt. i.E.
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Doch bevor man in der Jahreshauptversammlung Bilanz zog, wurde im Gottesdienst zum Christkönigs- und Cäcilienfest am letzten Sonntag des Kirchenjahres zunächst der lebenden und verstorbenen Mitglieder gedacht. Der Chor unter der Leitung von Dirigentin Jutta Biller gestaltete die von Pfarrer Andreas Rapp zelebrierte Messfeier mit. Die Orgel spielte Stephanie Heiden.

Anschließend traf man sich zur eigentlichen Cäcilienfeier mit gemeinsamem Essen im Waldhotel "Wohlfahrtsmühle." Neben den Angehörigen begrüßte Vorsitzende Irmgard Farrenkopf unter anderem Pfarrer Rapp und Manfred Weihbrecht vom Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit, Ehrendirigent Richard Leiblein, Ehrenmitglied Maria Haasemann-Weinkötz sowie die beiden langjährigen Organisten Friedhelm Bräuer und Franz Vogel.

Der Chor sei nach wie vor ein wichtiges Element im kirchlichen Leben der Pfarrgemeinde, begann Vorsitzende Irmgard Farrenkopf ihre Ansprache; auch wenn es immer schwieriger werde, neue Sängerinnen und Sänger für ein längerfristiges Engagement zu gewinnen. Wichtig sei, dass die Freude am Gesang nicht verloren gehe. Positive Resonanz verleihe neue Motivation.

Vielseitige Aktivitäten

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Schriftführerin Irmela Günther erinnerte an die Auftritte und Aktivitäten von Chor und Chorschola. Neu einstudiert wurde eine Messe von Valentin Rathgeber. Musikalische Höhepunkte waren der Fusionsgottesdienst der neuen Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen, die kirchlichen Hochfeste, Patroziniumsfeier und die Mitgestaltung der italienischen Nacht des Musikvereins Schweinberg. Die närrische Singstunde, ein Ausflug sowie gesellige Beisammensein dienten der Gemeinschaftspflege.

Dirigentin Jutta Biller zeigte auf, dass strukturelle Probleme auch vor dem Chor nicht halt machen. Die immer wieder einmal gehörte Kritik, dass Kirchenchöre "Gottesdienstverlängerer" seien, halte sich seit Jahrzehnten beharrlich.

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Folgen ließ die Chorleiterin kritisch-ironische Betrachtungen zur musikalischen Praxis wie auch zur Nutzung des Probelokals. Abschließend versprach sie, sich weiterhin für eine anspruchsvolle Musica sacra einzusetzen.

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Kassenprüfer Wilfried Bauch bescheinigte Kassenwart Thomas Weimert eine ordentliche und gewissenhafte Buchführung.

Nachwuchssorgen

Präses Pfarrer Rapp und Manfred Weihbrecht freuten sich, dass der Kirchenchor auch modernes Liedgut und Choräle einstudiert und auch in anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit - wie beispielsweise in Schweinberg - mitwirkt. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende stellte die "Einheit" in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Diese solle so gestaltet sein, "dass Christus erkannt werden kann." Jeder solle seine Begabungen einbringen und entfalten - beispielsweise als Sänger. Im Kirchenchor und seinen Liedern werde Christus sichtbar. In dieser "Einheit" könne man lernen auf andere zu hören, sie wahrzunehmen und gemeinsam Erfolge zu feiern. Deshalb sei es schade, dass gerade junge Leute keinen Zugang fänden. "Die Chöre in unserer Seelsorgeeinheit sind etwas ganz Wunderbares, so auch der Kirchenchor St. Alban", schloss Weihbrecht. Vorsitzende Irmgard Farrenkopf dankte allen, die sich im Chor einbringen, namentlich dem Vorstand, Dirigentin Jutta Biller und den Notenwarten Ortrud und Peter Biller, bevor man den Nachmittag in geselliger Runde ausklingen ließ.