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Volkstrauertag - Gedenkfeier in der Krensheimer Kirche St. Ägidius

Tod und Terror sind bittere Realität

Von 
feu
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Bürgermeister Joachim Markert, Ortsvorsteher Steffen Moninger und die Ehrenwache der Freiwilligen Feuerwehr Krensheim (von links). © Feuerstein

Krensheim. Tod und Terror sind bittere Realität. Daran und an die Toten der Weltkriege erinnerte die Kommune am Volkstrauertag mit einer zentralen Gedenkfeier. Sie fand im Anschluss an einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius statt.

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„Krieg und Gewalt zeigen das Scheitern von Politik und Vernunft“, erklärte Pfarrer Oliver Störr. Der Leiter der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen gab sich stattdessen überzeugt, dass Veränderung friedlich möglich ist und brachte die „Macht des Evangeliums“ ins Spiel. Die sei seinen Angaben zufolge keine weltfremde Illusion, sondern stehe für Frieden und Gerechtigkeit.

„Der direkte menschliche Einfluss ist oft gering“, räumte Störr ein. Er vertraue vielmehr auf die Macht des Gebets. „Der Glaube gibt die Kraft für die Versöhnung über alle Grenzen hinweg“, betonte er. Auf diese Weise avancierten Menschen zu Botschaftern und Akteuren des Friedens. Jesus stärke sie dabei. Denn: „Er ist der Fürst des Friedens.“

Von einer „doppelten Bedeutung des Volkstrauertages“ sprach Joachim Markert. Grünsfelds Bürgermeister wollte ihn als Gedenken und Mahnung verstanden wissen. Das gelte in seinen Augen nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Gegenwart. Zwar herrsche in Deutschland und in weiten Teilen Europas seit 76 Jahren Frieden. Die Welt sei dagegen 2021 alles andere als ein friedlicher Ort.

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Markert verwies auf aktuell rund 30 Kriege und bewaffnete Konflikte. Er erinnerte an die 115 deutschen Soldaten, die seit 1992 in Auslandseinsätzen ums Leben gekommen seien. Und er machte deutlich, dass etwa 80 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Die Corona-Pandemie habe zudem die meisten Staaten der Erde in eine tiefe Krise gestürzt. „Abschottungspolitik und Nationalismus nehmen zu.“

Ortsvorsteher Steffen Moninger erinnerte an die Menschen, die in den Weltkriegen ihr Leben gelassen hätten. In Krensheim seien es 42 Gefallene, deren Namen auf dem Ehrenmal neben der Kirche verewigt sind. „Hinter jedem dieser Namen verbergen sich Schicksale, die mit unserer Gemeinde in Verbindung stehen“, erklärte Moninger und mahnte, das Andenken der Opfer in Ehren zu halten.

Ihr Vermächtnis sei ein Aufruf zum Frieden. Gerade die jüngste Zeit zeigt nach Moningers Auffassung, wie wichtig ein gutes Miteinander sei. Auch heute gebe es Situationen, in denen die Menschen aufeinander angewiesen seien. Seine Hoffnung: „Vielleicht lehrt die Pandemie, die notwendige Demut zu erkennen, dass wir nicht unser eigenes Wohl über alles andere stellen.“

Zu den Klängen von „Ich hat einen Kameraden“ gedachten Bürgermeister Markert und Ortsvorsteher Moninger am Ehrenkranz der Toten. Die von Michael Hehn-Mark und Bertram Derr (Musikkapelle Krensheim) sowie Valentin Kimmelmann (Orgel) musikalisch gestaltete Feier endete mit der Nationalhymne. feu

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