Kommunalpolitik - MdL Reinhart auf Stippvisite in Grünsfeld Stadt braucht mehr Raum

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pm
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Grünsfeld. Beim Besuch des CDU-Fraktionsvorsitzenden Professor Dr. Wolfgang Reinhart im Grünsfelder Rathaus stand der Umbau der ehemaligen Werkrealschule und Grundschule zu einem Kindercampus mit Kindergarten und Grundschule im Mittelpunkt. Bürgermeister Joachim Markert, Hauptamtsleiter Jürgen Umminger und Kämmerer Christoph Kraft betonten, dass die Förderung von 2,2 Millionen Euro eine wichtige Hilfe bei der Finanzierung für die Stadt gewesen sei. „Ohne diese Förderung wäre es uns schwer gefallen, den Umbau zu bewerkstelligen“, führte Markert aus.

Musterbeispiel für Bildungspolitik

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„Der Kindercampus ist ein Musterbeispiel für zukünftige Bildungspolitik“, sagte Reinhart. Hier spiele auch noch mit hinein, dass die Schule komplett mit Active-Boards und Tablets ausgestattet sei, auch mithilfe eines Förderprogramms. „Wir sind im digitalen Zeitalter angekommen und haben früh genug unsere Anträge auf Förderung gestellt“, führte Bürgermeister Markert aus. Im Main-Tauber-Kreis sei man da an führender Position. „Wir dürften die erste Schule gewesen sein, die voll digital ausgestattet ist“. Das helfe den Schülern und Lehrern nun in der Coronakrise sehr. Der digitale Unterricht und das Homeschooling wären so viel einfacher zu erledigen. Wobei Reinhart immer wieder betonte, dass es keine Alternative zum Präsenzunterricht gibt. Deshalb sei er froh, dass nun wieder nach und nach die Schüler in die Schule zurückkehren können.

Bürgermeister Joachim Markert sprach noch an, aktuell stehe das ehemalige Seubert-Areal vor einem Umbau zu einer Mischbebauung mit Wohnungen und nicht störendem Gewerbe. Außerdem will die Stadt mit der Sanierung der Straßen und Leitungen rund um die Grünbachstraße beginnen, auch in den Ortsteilen werde fleißig investiert. Hinzu kommt die geplante Erweiterung des Industrieparks ob der Tauber, die Sanierung der Bahnsteige in Grünsfeld und Zimmern und die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete.

Besonders bei letzterem bemängelte Bürgermeister Markert, dass zu viele Vorschriften die Ausweisung neuer Flächen erschwerten. Obwohl es in der Innenstadt fast keine Leerstände gebe, machten die Plausibilitätsprüfung und die Ausweisung von FFH Gebieten die Expansion von Grünsfeld sehr schwer.

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Man dürfte beim Regierungspräsidium in Stuttgart nicht dieselben Maßstäbe im ländlichen Raum anwenden, wie im total zugebauten mittleren Neckartal, wünschte sich MdL Reinhart. „Ich würde jedem empfehlen, im ländlichen Raum zu bauen.“ Denn hier seien die Bauplatzpreise bei vergleichbarer Lebensqualität noch bezahlbar, sagte er abschließend. pm