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Gemeinderat Grünsfeld tagte - Empfehlung des Gemeindetags zur Anhebung der Gebühren nicht in vollem Umfang übernommen

Kindergartenbeiträge steigen moderat

Von 
Matthias Ernst
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Nach einem Beschluss des Gemeinderats steigen die Elternbeiträge für die beiden Kindertagesstätten in Grünsfeld nur moderat. © Matthias Ernst

Der Grünsfelder Gemeinderat hat eine nur moderate Erhöhung der Kindergartenbeiträge beschlossen. Die Empfehlung des Gemeindetags wird nicht komplett übernommen.

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Grünsfeld. Im Jahr 2020 kostete jedes Kind in der Kindertagesstätte die Stadt Grünsfeld 4269 Euro. Das ergibt bei 130 Mädchen und Jungen die Summe von insgesamt 550 000 Euro, berichtete Kämmerer Christoph Kraft dem Gemeinderat bei seiner Sitzung im Treffpunkt Zimmern. Es ging um die Festsetzung der Elternbeiträge für das nächste Kindergartenjahr für die beiden Kindertagesstätten in Grünsfeld und Zimmern.

Im Grünsfelder Gemeinderat notiert

Der Grünsfelder Gemeinderat hat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, zur Modernisierung des ehemaligen Kindergartengebäudes einen Zuschuss von 30 Prozent, aber maximal 40 000 Euro, zu zahlen. Außerdem wurden zwei Grundstücke, eines in Grünsfeld und eines in Zimmern verkauft.

Zugestimmt hat das Gremium den vorliegenden Bauanträgen sowie der Nutzungsänderung eines Stalls zu einer Wohnung in Zimmern.

Stadträtin Karin Kraus fragte nach dem Stand der Anschaffung von mobilen Luftreinigern für die Grundschule. Hier sei man in Gesprächen mit der Schulleitung, erwiderte Hauptamtsleiter Jürgen Umminger. Wenn alle Fakten vorliegen, wolle man entsprechende Geräte anschaffen. mae

Während die Kindertagesstätte St. Marien im neuen Kindercampus gut angekommen ist, belebt die altersgemischte Gruppe in Zimmern das alte Schulhaus. Rund 15 Prozent der Finanzierungskosten werden über die Elternbeiträge gedeckt.

Den Großteil teilen sich die Stadt und das Land Baden-Württemberg (jeweils 38 Prozent). Den Rest übernimmt die Kirchengemeinde als Träger.

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Tendenz geht nach oben

Bereits in der vorangegangenen Sitzung des Gemeinderats hatte Kraft die Empfehlungen des Städte- und Gemeindetags vorgestellt, wie sich die Elternbeiträge im kommenden Jahr entwickeln sollen: Die Tendenz geht eindeutig nach oben. Der Kämmerer sprach von Steigerungen in Höhe von 2,9 Prozent durchschnittlich, wobei hauptsächlich im Krippenbereich größere Anhebungen vorgeschlagen werden. Dieser Prozentsatz liege etwas unter der realen Kostensteigerung, so Kraft.

Empfohlen wird eine Kostendeckung von 20 Prozent. In Grünsfeld lag man 2020 bei 15,63 Prozent. „Wir wollten den Eltern etwas entgegenkommen“, begründete der Redner, der anstatt des erkrankten Bürgermeisters Joachim Markert den Sachvortrag hielt, die geringere Anhebung.

In Zimmern will man ab dem kommenden Kindergartenjahr mit Grünsfeld gleichziehen und für den Krippenbereich auch verlängerte Öffnungszeiten anbieten. Die Nachfrage nach dieser Betreuungsform nimmt seit Jahren zu.

Als Information fügte Kraft hinzu, dass man derzeit mit 22 freien Plätzen in beiden Kindertagesstätten für das nächste Jahr rechnet. Es sei also noch genügend „Luft“ für zuziehende Kinder gegeben. Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat den Vorschlägen der Verwaltung zu.

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Ja zu Glasfasernetz

Um am flächendeckenden Aufbau eines Glasfasernetzes im gesamten Main-Tauber-Kreis für alle Haushalte in den kommenden Jahren zu erreichen, hatte der Kreis ein Auswahlverfahren gestartet, bei dem nur die Breitbandversorgung Deutschland bereit war, alle Haushalte anzubinden. Ein Vertreter der Firma stellte das Vorgehen mit eigenwirtschaftlichem Ausbau dem Gremium vor. Um überhaupt tätig zu werden, müssen sich mindestens 20 Prozent aller Haushalte im Kreis für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Sollte eine Kommune nicht mitmachen, wäre das ganze Projekt gestorben, erläuterte Zweiter Bürgermeister Werner Biereth.

Die Grünsfelder Mandatsträger stimmten bei einer Enthaltung dafür, dass der Bürgermeister den entsprechenden Vertrag unterzeichnen darf. Man hofft, dass ab 2024 in der Stadt jedes Haus direkt an das Glasfasernetz angeschlossen sein wird.

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