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Gemeinderat Grünsfeld - 120 000 Kubikmeter Material aus Baustellen der Region sollen Errichtung einer Lagerhalle ermöglichen

ipoT in Grünsfeld: Grundstück für Lagerhalle kann aufgeschüttet werden

Damit eine Lagerhalle im Industriepark ob der Tauber (ipoT) errichtet werden kann, muss das Grundstück dafür aufgeschüttet werden. Der Gemeinderat gab dazu grünes Licht.

Von 
Diana Seufert
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Damit auf einem Hanggrundstück im Grünsfelder „Industriepark ob der Tauber“ eine ebene Fläche entstehen kann, sollen 120 000 Kubikmeter Material aufgefüllt werden. Der Gemeinderat gab grünes Licht für das Vorhaben. © Seufert

Grünsfeld. Sehr ausführlich hatten sich die Mitglieder des Grünsfelder Gemeinderats mit der Auffüllung eines Areals im Bereich des Bebauungsplans „Weißes Feld“ beschäftigt und schon mehrfach nicht-öffentlich das Thema behandelt. Nun stand das Vorhaben öffentlich auf der Tagesordnung des Gremiums. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung sprach sich der Grünsfelder Gemeinderat am Dienstag bei der jüngsten Sitzung in der Stadthalle dafür aus, das Einvernehmen zum Neubau einer Lagerhalle mit Außenlagerfläche und damit verbunden eine Geländeprofilierung zu erteilen. Zu dem Antrag gehört auch eine Einrichtung zur Rückhaltung und Reinigung des Oberflächenwassers. Das Areal liegt im interkommunalen Gewerbegebiet „Industriepark ob der Tauber“.

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Ohne Erdbewegungen geht nichts: Um eine ebene Fläche zu erhalten, auf der schließlich die Lagerhalle errichtet werden kann, muss das Gelände aufgeschüttet werden.

Rund 120 000 Kubikmeter Material werden in den nächsten drei bis fünf Jahren eingebracht, wie Bürgermeister Joachim Markert eingangs der Sitzung erläuterte.

Geplant sind danach eine asphaltierte Fläche von rund 14 000 Quadratmetern und eine Halle mit einer Größe von 75 auf 40 Meter und einer Höhe von neun Metern. Sie soll Lagermöglichkeiten bieten, aber auch Sozial- und Aufenthaltsräume, Sanitärräume und Büros beinhalten. Über eine Hebeanlage soll das Abwasser ins kommunale Kanalnetz eingeleitet werden.

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Das Oberflächenwasser wird erst in den Rötensteingraben eingeleitet, wenn eine Beprobung ergibt, dass es in Ordnung ist. Bei einer Belastung käme es in die Kläranlage, sagte Markert.

Nicht unumstritten war das Thema Auffüllung. Dem Gemeinderat war wichtig, dass kein belastetes Material eingebracht wird. Ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Zweckverband „Industriepark ob der Tauber“, dem Antragsteller Lothar Derr und der Betreiberfirma Konrad Bau soll dazu geschlossen werden. Darin sei auch festgelegt, dass die Anfahrt des Materials werktags zwischen 7 und 18 Uhr erfolgen kann, so Markert.

Stephan Haupenthal, diplomierter Naturwissenschaftler von SH-Management mit Sitz in Hattingen, erläuterte die Vorgehensweise für das sogenannte Profilierungsbauwerk, um das Gelände auf das Höhenniveau des „IpoT“ zu bringen. Der derzeitige Höhenunterschied von fast 20 Metern müsse ausgeglichen werden.

Die Auffüllung sei bereits eng verzahnt mit der späteren Bebauung, weil in den Untergrund schon die Entwässerung der versiegelten Flächen integriert werde. Das Füllmaterial werde ständig überprüft, das Areal mit Schranken und Videoüberwachung gesichert, damit niemand unkontrolliert Material abliefern könne. Das Konzept zur Qualitätssicherung sei mit dem Landratsamt abgestimmt.

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Eingebracht werden kann Aushub etwa bei der Erschließung von Bauland oder bei Straßensanierung, der auch bei der Grünbachstraße anfallen kann. Jeder Lkw werde kontrolliert und dokumentiert, so Haupenthal. Sollte falsches Material auftauchen, müsse es wieder ausgebaut werden, machte er die Qualitätsüberwachung und Dokumentation deutlich. „Wir wollen kein Kuckucksei.“ Insgesamt müssen 120 000 Kubikmeter aufgefüllt werden, was 240 000 Tonnen entspricht oder rund 10 000 Lkw-Ladungen. Auch das Bodenschutzkonzept wurde erläutert. Dazu werde der humose Oberboden abgetragen und später auf den dreistufigen Terrassen wieder aufgebracht. Entstehen soll damit eine Fläche zum Hang hin, die dauerhaft stabil ist.

Die Aufschüttung des Profilierungsbauwerks wird auf bis zu fünf Jahre angelegt und von der Firma Konrad Bau ausgeführt und kontrolliert. Die Zufahrt zum Bauwerk erfolgt im Anschluss an die Erschließung im Gewerbegebiet über eine noch zu errichtende Straße, die über das Gelände der angrenzenden Biogasanlage führt.

„Wir wollen keine unendliche Geschichte“, machte Bürgermeister Markert deutlich. Aber Möglichkeiten für Lagerflächen würden dort dringend benötigt.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz

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