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Jahresrückblick Grünsfeld - 4,8-Millionen-Euro teures Projekt wurde im Frühjahr mit dem Einzug der Kita abgeschlossen

In Grünsfeld wurde 2021 der Kindercampus mit Leben erfüllt

Kaum ist die eine Großbaumaßnahme fertig, steht schon die nächste in den Startlöchern. In Grünsfeld hat im vergangenen Jahr der Kindercampus seinen Betrieb aufgenommen. Weitere Projekte wurden auf den Weg gebracht.

Von 
Diana Seufert
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Das größte Projekt des Jahres 2021 war der Abschluss des Kindercampus, der Kindertagesstätte und Grundschule auf einem Areal vereint. © Diana Seufert

Grünsfeld. Joachim Markert will als Bürgermeister von Grünsfeld noch einiges bewegen. Das hat er bei seiner Wiederwahl im vergangenen März deutlich gemacht. Der alte und neue Rathauschef hat sich einiges vorgenommen für seine nächsten acht Jahr Amtszeit.

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Beschäftigt haben ihn und die Grünsfelder besonders die Corona-Pandemie. So wurde die Stadthalle für einige Monate kurzerhand zum Testzentrum umfunktioniert, städtische Mitarbeiter übernahmen die Testungen. Neben Existenzsorgen und Zukunftsängsten hätte die Krise aber auch gezeigt, „worauf es im Leben wirklich ankommt“, sagt Markert: „Auf Mitmenschlichkeit und Solidarität.“

Meilenstein

Ein Meilenstein im Jahr 2021 war die Fertigstellung des Kindercampus im Frühjahr. Mit dem Zusammenschluss von Kindertagesstätte und Grundschulstandort auf einem Gelände wurde nach drei Jahren Bauzeit ein Großprojekt beendet, das insgesamt 4,8 Millionen Euro verschlungen hat.

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Rund die Hälfte davon floss an Zuschüssen in die Gemeindekasse. Die geplante Eröffnungsfeier musste – wie viele andere Ereignisse – aufgrund von Corona ins Wasser fallen. Im März zogen dann etwa 140 Kinder der Tagesstätte St. Marien mit ihren Erzieherinnen in die neuen Räume.

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Neu gestaltet wurde auch der Außenbereich des Campus in einen Abenteuerspielplatz. In Kooperation mit Eltern, Schulleiter, Bauhof und dem Verein Naturspur wurde eine kindgerechte Aufenthaltszone geschaffen. Verwirklicht wurden dafür auch Ideen der Grundschüler. Klettergarten und Spielflächen stehen als öffentlicher Spielplatz allen zur Verfügung.

Gerne weiter wäre man bei der Umnutzung des Seubert-Areals in Grünsfeld. Zumindest wurden einige kleine Nebengebäude abgerissen. Das ehemalige Möbelhaus soll künftig für Wohnzwecke dienen und steht zur Erschließung bereit. Ein Investorenwettbewerb brachte zwar nicht das gewünschte Ergebnis, doch ist der Rathauschef in Bezug auf diese innerstädtische Entwicklungsfläche optimistisch. Auf 140 Ar können neben Reihenhäusern auch andere Wohnformen entstehen.

Die ersten Vergaben für ein neues Großprojekt, das die Kommune weitere drei Jahre beschäftigen wird, wurden getätigt: Die Wohnumfeldmaßnahme in der Grünbachstraße, Bergweg, Klinge und Stationenweg ist gestartet. Das Projekt mit Sanierung von Wasserleitungen, Kanälen und Straßen wird vier Millionen Euro binden. Los gehen die Arbeiten im Frühjahr 2022.

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Investiert hat die Stadt auch die Feuerwehr. Über ein neues Logistikfahrzeug kann sich die Wehr mit dem neuen Stadtkommandanten Philipp Schenk an der Spitze freuen. Er löste Elmar Schmieg ab, der 21 Jahre die Floriansjünger leitete. Schmieg wurde vom Bürgermeister für sein Engagement gewürdigt.

Dass Bürgermeister Markert und die Verwaltung ihr Rathaus im Sommer für einen Tag räumen mussten, nimmt man gelassen. Denn so konnte Grünsfeld zum Drehort für eine ARD-Produktion mit bekannten Schauspielern wie Michaela May, Sebastian Bezzel und Ulrich Tukur werden. Ein Münchner Filmteam hatte im Sitzungssaal eine fiktive Gemeinderatssitzung gedreht. Die Ausstrahlung ist für den März 2022 vorgesehen.

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