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In der Achatiuskapelle in Grünsfeldhausen - Ein Dutzend Skulpturen zu sehen. Einführung durch Christine Kastner vom Kulturverein

„Heilige Frauen: stark – mutig – beherzt“

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feu
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Von Christine Kastner und Alfred Beetz (von links) gab es Erläuterungen zu Ausstellung und Achatiuskapelle. © Feuerstein

Grünsfeldhausen. Klein, aber fein: Das war die Ausstellung mit Darstellungen Heiliger Frauen. Unter dem Motto „Heilige Frauen: stark – mutig – beherzt“ waren ein rundes Dutzend Skulpturen zu sehen. Die Achatiuskapelle bot den angemessenen Raum und die spirituelle Atmosphäre, diese Frauen in „Szene“ zu setzen.

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„Heilige Frauen üben seit jeher eine große Faszination aus“, betone Christine Kastner. Die Vorsitzende des Kulturvereins hatte die Ausstellung konzipiert. Heilige Frauen hatten ihren Angaben zufolge in der Geschichte der Kirche verschiedene Funktionen: als Schutzpatroninnen, die Kraft und Trost spenden, oder als inspirierende Frauen, deren Charakterfestigkeit und Mut bis heute beeindrucken. „Gerade ihre Mischung aus Stärke, Intelligenz Schönheit und Verletzlichkeit ließ sie dabei zu einem Lieblingssujet der Künstler werden.“

Besondere Einblicke

Die Ausstellung zeigte nicht nur bekannte heilige Frauen wie die heilige Barbara, die heilige Elisabeth von Thüringen oder die Muttergottes. Auch weniger bekannte, oft vergessene heilige Frauen – wie die heilige Philomena – waren zu sehen. Im 19. Jahrhundert war Philomena in Bayern einer der häufigsten Namen, und jährlich pilgern Menschen aus aller Welt zu ihrem Schrein nach Mugnano/Kampanien in Italien.

Während der Ausstellung am Pfingstwochenende gab Christine Kastner eine Einführung und erläuterte die Lebensgeschichte der verschiedenen Frauen. Die zahlreichen Besucher erfuhren dabei beispielsweise vom Schicksal der heiligen Apollonia, die im dritten Jahrhundert bei einem Pogrom in Alexandria in Ägypten von der aufgehetzten Menge verschleppt und misshandelt wurde.

Der Legende nach stürzte sie sich laut betend in den brennenden Scheiterhaufen, weil sie dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte.

Eine eigene Abteilung bildeten kleine Bronzearbeiten von Ernst Singer. Der aus Franken stammende Künstler lebte von 1934 bis 2015.

Er hat nicht nur künstlerische Spuren in Grünsfeld hinterlassen, sondern war auch Zeit seines Lebens mit der Stadt Grünsfeld und dem Kulturverein freundschaftlich verbunden.

„Mystische Erfahrung“

Während der Ausstellung zeigte sich in den Nachmittagsstunden ein außergewöhnliches Phänomen. Die durch ein Fenster einfallenden Sonnenstrahlen beleuchteten nach und nach die verschiedenen Exponate. Von einer „mystischen Erfahrung“ sprach Christine Kastner. Die zu diesem Zeitpunkt anwesenden Besucher hätten „still und demütig“ das Schauspiel beobachtet.

Alfred Beetz, zweiter Vorsitzender des Kulturvereins und Vorsitzender des kirchlichen Baufördervereins, nutzte die Gelegenheit und skizzierte die Entstehungsgeschichte der Achatiuskapelle in Grundzügen. Besonders freute ihn, dass es seit der letzten Renovierung im Inneren Stühle statt Kniebänke gibt. Sie ermöglichten es, das Gotteshaus auch für schöne Ausstellungen zu nutzen.

Alfred Beetz sprach schon vom nächsten Projekt des Baufördervereins. Die während der Ausstellung eingegangenen Spenden sollen für einen barrierefreien Zugang zur Kapelle eingesetzt werden. feu

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