Volkstrauertag - Zentrale Gedenkfeier der Gemeinde Trauer um alle Opfer von Kriegen und Gewalt

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Bürgermeister Markert und Pfarrer Störr (im Vordergrund) gedachtem am Ehrenkranz der Toten.

© Feuerstein

Grünsfeld. Kriege und Krisen gibt es derzeit genug. In Syrien, dem Irak und in Afghanistan. An deren Opfer und an die Toten der beiden Weltkriege erinnerte die Kommune am Volkstrauertag. Die zentrale Gedenkfeier fand im Anschluss an einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul statt.

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"Wir trauern um alle Menschen, die Opfer von Kriegen, Gewalt und Terror geworden sind", machte Bürgermeister Joachim Markert deutlich. In seiner Ansprache wandte er sich vehement gegen Stimmen, die fordern, einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen. Um die Fehler von gestern heute und in der Zukunft nicht wieder zu machen, lohne sich ein Blick zurück. "Indem wir die Toten und die Orte des Schreckens nicht vergessen, wird ein unerlässlicher Beitrag zum Frieden und zur Demokratie in der Gegenwart geleistet."

Bürgermeister Markert wollte den Volkstrauertag als eine lebendige Tradition verstanden wissen. "Wir dürfen nicht müde werden, unseren Kindern und Enkelkindern dies zu vermitteln", appellierte das Stadtoberhaupt. Es gelte, die Tradition des Erinnerns lebendig zu halten und dem Vergessen Einhalt zu gebieten.

Markert wies auch auf die einhundert Soldaten hin, die seit den 1990er Jahren im Rahmen von Auslandseinsätzen gestorben sind. Im Gegensatz zu den beiden Weltkriegen ist ihr Einsatz, so der Bürgermeister, von dem Willen geprägt Frieden und Stabilität in eine Region zu bringen.

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"Die vielen Opfer dürfen nicht umsonst gewesen sein", mahnte Markert. Das Stadtoberhaupt sprach sich dafür aus, den Volkstrauertag auch als Erinnerung an die eigene Stärke zu verstehen. "Sie macht es möglich, dass diese Welt, wenn wir nur wollen, immer ein bisschen friedlicher wird."

"Wir wollen der Versuchung widerstehen, Zwietracht zu säen", betonte Pfarrer Oliver Störr. Er sprach Worte des Fürbittens und des Gebetes. Störr erinnerte an den Trost und die Zuversicht, die dem Glauben entspringe, und verwies auf Gott, der ein Gott des Friedens sei. "In Jesus hat er den Menschen die Botschaft des Heils geschenkt."

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Für Reiner Schenk geht mit dem Gedenken an die Opfer und Schicksale der Weltkriege eine wichtige Ermahnung einher. "Gemeinsam müssen wir uns gegen Krieg, Terror, Gewalt und Vorurteile wehren", erklärte der Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes. Nach seiner Auffassung ist der Volkstrauertag kein Relikt aus alten Tagen. Er nannte ihn einen wichtigen Gedenktag, um auch bei der jüngeren Generationen die Erinnerung an das erfahrene Leid und die Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden wachzuhalten.

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Dieser Gedanke fand bei der Grünsfelder Gedenkfeier seinen Ausdruck darin, dass Dominik Hehn Worte des Gedenkens sprach. Der Oberministrant der Pfarrei St. Peter und Paul erinnerte daran, dass der Volkstrauertag nicht nur die Toten der beiden Weltkriege im Blick hat. "Es gibt Millionen von Opfern, die in der Vergangenheit wegen ihrer Religion, ihrer Herkunft oder ihres Glaubens verfolgt wurden." Heutzutage denke man an Polizisten, Rettungskräfte und Ärzte, die bei ihren Einsätzen vielfach ihr Leben und ihre Gesundheit aufs Spiel setzten.

Während im Anschluss die Musikkapelle unter der Leitung von Thomas Weber "Ich hat einen Kameraden" spielte, gedachten Bürgermeister Markert und Pfarrer Störr am Ehrenkranz der Toten. Die Nationalhymne beendete die Gedenkfeier feu