Narrengilde Grünsfeld (II) - Proklamation der Prinzepaare erstmals in der Stadthalle Bürgermeister übertrug viele Aufgaben

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Die neuen Prinzenpaare - Janina I. und Lukas I. sowie das Kinderprinzenpaar Shamila I. und Matteo I. - stellten die Grünsfelder Hasekühle zu Beginn ihrer Jubiläumskampagne vor.

© Feuerstein

Grünsfeld. Ein Jubiläum will gefeiert werden. Ein närrisches noch dazu. Seit 33 Jahren ist die Narrengilde ein eingetragener Verein. Für ihre Festivitäten benötigen die "Hasekühle" mehr Zeit.

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Deshalb inthronisierten sie schon am vergangenen Wochenende das neue Prinzenpaar. Janina I. und Lukas I. übernahmen von Bürgermeister Joachim Markert die Regierungsgeschäfte. Das Kinderprinzenpaar Shamila I. und Matteo I. unterstützt die närrischen Tollitäten bei ihrer Tätigkeit.

Zum Jubiläum gab es einige Änderungen bei der Traditionsveranstaltung. Die "Hasekühle" hatten die Inthronisation in die Stadthalle verlegt. Sie fand im Anschluss an den Festkommers statt.

Einiges blieb aber auch gleich. Zuerst wurde das alte Prinzenpaar verabschiedet. Sandra I. und Christian III. mit Kinderprinzenpaar Alessia I. und Luca I. hatten die Narren durch die vergangene Kampagne geführt. Dann stellten mit Janina I. und Lukas I. die neuen Regenten sich vor. Die beiden sehen sich für ihre Aufgabe bestens vorbereitet. Janina Fraske studiert Lehramt. Ihr pädagogisches Geschick ist künftig gefragt, wenn es gilt, kritische Situationen zu meistern.

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Frischen Wind will Lukas Tatusch ins Rathaus bringen. Als Mechatroniker verdient er sein Geld bei einem Unternehmen, das Ventilatoren herstellt.

Den Schlüssel für das Rathaus rückte Bürgermeister Joachim Markert nicht so einfach heraus. Mit einer geschliffenen Rede antwortete er auf die freundliche Übernahme der "Hasekühle" und stellte damit seine närrischen Qualitäten unter Beweis. Bevor er sich in den (vorläufigen) Ruhestand verabschiedete, unterbreitete er den neuen Regenten einen ziemlich langen Aufgabenkatalog.

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Eine Klimaanlage für das Rathaus begehrte beispielsweise das abgesetzte Stadtoberhaupt. Damit die Gemeinderäte bei den Sitzungen sich mehr inspirieren lassen und nicht mehr so stark transpirieren. Ein Herzenswunsch wird allerdings wohl nicht in Erfüllung gehen. Die leere Stadtkasse lässt sich bis Aschermittwoch kaum füllen. Da kann das Prinzenpaar so viel Wind machen, wie es will.

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Ins Jubiläumsjahr gehen die "Hasekühle" auch mit einem neuen Sitzungspräsidenten. Christian Leue-Huband übernimmt die Aufgabe von Stefan Markert. Der Neue ist in Sachen Narretei nicht ganz unerfahren. Zusammen mit seiner Frau Yvonne bildete er das Prinzenpaar 2014. "Stimmung" hat Leue-Huband sich zum Markenzeichen auserkoren. Als Stimmungskanone konnte er sich bei der Inthronisation nicht so recht präsentieren. Noch fremdelte er sichtlich mit dem neuen Amt.

Von Vorteil ist es da, dass die Fasnachtskampagne dieses Mal fast 100 Tage dauert. Erst am 11. Februar steigt die Prunksitzung in der Stadthalle. Das lässt den "Hasekühle" genügend Zeit zum Feiern. Und zum Üben auch. feu