Kirchenbauförderverein zog Bilanz

Ein barrierefreier Zugang zur Achatiuskapelle ist das nächste Ziel

Alle sollen Zugang zu dem Kleinod haben. In zehn Jahren 100 000 Euro akquiriert.

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feu
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Spendenübergabe (von links): Ortsvorsteher Wolfgang Haun, Wolfgang Haun, Alfred Beetz, Christel Nowak und Bürgermeister Joachim Markert. © Ulrich Feuerstein

Grünsfeldhausen. Runder Geburtstag beim Kirchenbauförderverein: Seit zehn Jahren kümmern engagierte Bürger sich um die Achatiuskapelle. Rund 100 000 Euro haben sie in dieser Zeit für das Kleinod im Grünbachtal akquiriert. Bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus zogen die Mitglieder Bilanz.

„Vieles ist in den letzten zehn Jahren passiert“, erklärte Alfred Beetz. Der Vorsitzende des Kirchenbaufördervereins wies nicht ohne Stolz auf eine Fülle von Aktivitäten hin, mit denen die Achatiuskapelle finanziell unterstützt werden konnte. Konzerte, Vorträge oder Ausstellungen: An Ideen mangelte es nicht.

Nach der Zwangspause wegen der Corona-Maßnahmen nahm der Verein im vergangenen Jahr seine Aktivitäten wieder auf. Beetz berichtete von einer Ausstellung mit Skulpturen „Heiliger Frauen“, die zahlreiche Besucher in die Achatiuskapelle gelockt habe. Erfreulich ist seiner Meinung nach auch, dass wieder vermehrt Führungen nachgefragt werden.

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Zusätzliche Attraktivität hat die Kapelle nach Auffassung des Vorsitzenden mit dem Bau einer barrierefreien Toilettenanlage auf dem benachbarten Spielplatz erlangt. Mit dem Abschluss des von der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken geförderten Projekts sei ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Eine Ladestation für Elektrofahrräder und Stempel für Pilger auf dem Jakobsweg kamen in der jüngsten Vergangenheit hinzu.

Ein neues Projekt hat Alfred Beetz schon ins Auge gefasst. In Zukunft soll es möglich sein, die Achatiuskapelle barrierefrei zu erreichen. Aufgrund der schwierigen Geländesituation gibt es noch keinen fertigen Plan. In Abstimmung mit dem Erzbischöflichen Bauamt sollen, so Beetz, Vorschläge entwickelt werden.

Geld ist dafür schon eingegangen. Der Kulturverein Grünsfeld spendete den Erlös des Adventskonzerts in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. 522 Euro kamen bei der Veranstaltung am dritten Adventssonntag zusammen. Einen Scheck überreichte Alfred Beetz dem Kassierer Anton Schwab. Beetz ist in Personalunion auch stellvertretender Vorsitzender des Kulturvereins.

Schwab gab einen Überblick über die finanzielle Situation des Vereins. Die ist gar nicht so schlecht. Seit der Gründung vor zehn Jahren haben die Mitglieder fast 100 000 Euro für die Achatiuskapelle akquiriert. Schwab nannte Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse, Führungen und Aktionen als wichtigste Einnahmequellen. Angesichts der erfreulichen Zahlen erteilten die Mitglieder dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung.

Von einem „bemerkenswerten Engagement für ein einzigartiges Juwel“ sprach Joachim Markert. Grünsfelds Bürgermeister lobte die Mitglieder für ihren Ideenreichtum. Mit vielen Veranstaltungen rücken sie seiner Meinung nach das Kleinod im Grünbachtal ins rechte Licht. Dass dabei die Türen für alle offen stehen, hob er besonders hervor.

„Der Förderverein hat enorm viel bewegt“, betonte Wolfgang Haun. Der Ortsvorsteher freute sich, dass die Achatiuskapelle mittlerweile in einem sehr guten Zustand ist und Besucher aus nah und fern anzieht. Weil ihm das Gotteshaus sehr am Herzen liegt, will er auch weiterhin den Förderverein nach Kräften unterstützen.

Gelegenheit bekommt Joachim Markert dazu spätestens an Pfingsten. Dann findet wieder eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein in der Achatiuskapelle statt. Nach den „Heiligen Frauen“ sind jetzt die „Heiligen Männer“ an der Reihe. feu