Seelsorgeeinheit - Edeltraud Englert ist seit 65 Jahren als Kirchenorganistin aktiv

Besonderes Jubiläum mit einem Festgottesdienst begangen

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feu
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Pfarrer Oliver Störr überreicht die Urkunde von Erzbischof Stephan Burger an Edeltraud Englert. © Ulrich Feuerstein

Zimmern. „Ohne Orgel ist der Gottesdienst eine stille und traurige Veranstaltung“, erklärte Pfarrer Oliver Störr. Der Leiter der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen würdigte Edeltraud Englerts Verdienste um die Musica sacra. Die Jubilarin, die vor wenigen Wochen ihren 90. Geburtstag feierte, folgt nach Störrs Worten einer besonderen Berufung. Mit viel Herzblut und Freude versehe sie ihren Dienst zur größeren Ehre Gottes. Durch ihre Tätigkeit dürfe die Gemeinde den festlichen Glanz eines christlichen Gottesdienstes erleben.

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Immer Neues einstudiert

Störr lobte auch Edeltraud Englerts Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues einzulassen. Ein neues Kirchlied habe sie spätestens nach einer Woche einstudiert, um es dann im nächsten Gottesdienst zum Lobpreis Gottes und zur Freude der Kirchengemeinde darzubringen. „Diese Aufgeschlossenheit ist außergewöhnlich.“

Edeltraud Englert legte am 5. April 1954 die Organistenprüfung in der Domschule in Würzburg ab. „Halleluja, lasst uns singen“: Mit diesem Lied eröffnete sie am 1. Mai 1956 ihren ersten Gottesdienst in der Pfarrkirche von Zimmern.

Ab 1956 erhob sie auch zur Ehre Gottes ihre Stimme im Kirchenchor. Von 1963 bis 1977 übernahm sie zusätzlich die Leitung des Kirchenchors, deren Ehrenmitglied die Jubilarin ist. Die Arbeit des Pfarrgemeinderates unterstützte sie von 1969 bis 2000.

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Beim Festgottesdienst überreichte der Grünsfelder Pfarrer Oliver Störr der Jubilarin eine Urkunde von Erzbischof Stephan Burger und zitierte aus dem Schreiben. Burger dankte Edeltraud Englert für den langen kirchenmusikalischen Dienst.

„Geschenk für die Gemeinde“

In jahrzehntelanger Treue habe sie mit ihrem Orgelspiel zum Lobe Gottes beigetragen und die Herzen der Menschen für ihn aufgeschlossen. Gleichzeitig habe sie die Gemeinden zum Singen des Lob Gottes angeregt. „Damit haben Sie einen wichtigen Dienst geleistet.“

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Mesnerin Andrea Vollrath übermittelte gereimte Glückwünsche im Namen des Gemeindeteams, des Pfarrgemeinderates, der Ministranten und der Pfarrgemeinde. Die Jubilarin sei mit „Leib und Seele dabei“, wenn sie ihren Dienst versehe. Edeltraud Englerts Orgelspiel bezeichnete Vollrath als „Geschenk für die Gemeinde“.

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Den Gottesdienst umrahmten Enkel Benedikt Englert an der Orgel, die Schola mit Karin Linhart und Karin Hofmann sowie Lea Vollrath an der Geige. Organisiert hatte ihn das Gemeindeteam.

Sichtlich gerührt nahm Edeltraud Englert die guten Worte entgegen. „Das Orgelspiel hat mir immer sehr viel Freude bereitet und war ein wichtiger Bestandteil meines Lebens“, betonte die Jubilarin. Gottes Gnade und Güte habe sie es zu verdanken, dass sie diesen ehrenvollen Dienst noch immer ausüben kann. „In meinem Alter ist das keine Selbstverständlichkeit.“ Bescheiden wies sie auch auf die Unterstützung hin, die sie in all den Jahren erhalten hat: „Die Pfarrgemeinde war immer an meiner Seite.“ feu