Kulturverein

Bedeutung der Weihnachtszeit vermittelt

Ausstellung „Wundervolle Weihnachtszeit“ im Leuchtenbergsaal lockte viele Besucher und ist am 6. Januar noch einmal zu sehen

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feu
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Christine Kastner (links) und Alfred Beetz vom Kulturverein gaben eine Einführung in die Ausstellung. © Feuerstein

Grünsfeld. Weihnachten kennt viele Bräuche. Der Christbaum gehört dazu, Krippe und Kerzenlicht natürlich auch – nicht zu vergessen die Engel. Dies und noch viel mehr zeigte die Ausstellung „Wundervolle Weihnachtszeit“ im Leuchtenbergsaal des Zehntgebäudes. Der Kulturverein bereitete den zahlreichen Besuchern eine schöne Bescherung.

„Wir wollten die ursprüngliche Bedeutung der Weihnachtszeit vermitteln, jenseits von Hektik und Stress“, erklärte Christine Kastner. Die Vorsitzende hatte liebevoll gehütete Schätze aus privaten Sammlungen zusammengetragen, um Brauchtum und Tradition rund um Weihnachten zu präsentieren.

Auf Thementischen verkündeten beispielsweise die Engel die Geburt des Herrn. Die weihnachtlichen Melodien traumhafter Spieluhren nahmen mit auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit. Nussknacker, Räuchermännchen und Lichterbogen brachten die Volkskunst aus dem Erzgebirge näher.

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Ernestine Drescher berichtete von Weihnachtsbräuchen aus ihrer schlesischen Heimat. So wurde dort anstelle eines Adventskranzes meist eine mit Schnitzereien verzierte Apfelpyramide aufgestellt. Das Gesinde bekam traditionell zum Ende des Jahres einen mit Geldstücken ausstaffierten „Putzapfel“, für die Kinder wurde er mit Rosinen und Nüssen geschmückt.

Auch an die kleinen Besucher hatten die Verantwortlichen der Ausstellung gedacht. Mit weihnachtlichen Spielen konnten sie sich die Zeit vertreiben. Theresia Knapp regte zum Basteln an. Unter ihre Anleitung entstanden zarte Papierengel aus den Seiten ausrangierter Gesangbücher.

Ein besonderer Hingucker war Wilfried Kemmers überdimensionale Holzkrippe. Seit einigen Jahren ist das Lebenswerk des Gerlachsheimer Künstlers als Dauerleihgabe in Grünsfeld.

Zwölf Jahre und mehr als 2000 Stunden benötigte Kemmer, um seine Krippe fertigzustellen. In einer Simultanschau zeigt sie die aus der Bibel bekannten Begebenheiten von Mariä Verkündigung bis zur Flucht nach Ägypten. Mit viel Liebe zum Detail sind die einzelnen Szenen ausgestaltet.

Von einer „großen Resonanz“, sprach Alfred Beetz. Der stellvertretende Vorsitzende freute sich über die zahlreichen Besucher der Ausstellung. Sie haben sich seinen Angaben zufolge von den ausgestellten Exponaten regelrecht verzaubern lassen. „Da haben nicht nur Kinderaugen geleuchtet“, hat er beobachtet.

Aufgrund des großen Erfolgs geht die Ausstellung in die Verlängerung. Sie ist noch einmal an Dreikönig, 6. Januar, von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.

In der „Kulturwerkstatt“ werden wieder Kaffee, Glühwein und Weihnachtsstollen angeboten.

Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende für die Kulturarbeit gebeten. feu