Volkstrauertag

Aktiv für Frieden einsetzen

Zentrale Gedenkfeier in Grünsfeldhausen

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feu
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Bürgermeister Joachim Markert, Ortsvorsteher Wolfgang Haun, VdK-Ortsverbandsvorsitzender Reiner Schenk und Pfarrer Oliver Störr gedenken der Gefallenen der beiden Weltkriege mit einem Ehrenkranz. © Feuerstein

Grünsfeldhausen. „Gemeinsam für den Frieden“ – so das Motto des Volkstrauertages. Selten war es so aktuell wie angesichts des Ukraine-Krieges. An die Opfer dort und an die Toten der Weltkriege erinnerte die Kommune. Die zentrale Gedenkfeier der Stadt war auf dem Friedhof.

Friedensordnung zerbrochen

„Die Hoffnung auf eine europäische Friedensordnung ist zerbrochen“, erklärte Joachim Markert. Russland habe mit dem Angriff auf die Ukraine das Völkerrecht und alle Regeln der Nachkriegsordnung in Europa gebrochen.

Der Bürgermeister sprach von nie für möglich gehaltenen Bildern, die sich im Herzen Europas ereigneten: „Menschen, die vor Bomben in U-Bahnschächte fliehen, die sich an der Grenze von ihren Familien trennen oder gar für immer Abschied nehmen müssen an frisch ausgehobenen Grabreihen.“

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Der Ausnahmezustand des Krieges bringe das Schlechte wie das Gute im Menschen hervor. Er nannte Flüchtlingskonvois unter Beschuss, geplünderte und zerstörte Städte und grausame Massaker an Zivilisten, aber auch erbitterter Widerstand von ukrainischen Soldaten, mutiger Protest von Zivilisten gegen Panzer und eine immense internationale Hilfsbereitschaft. Vom Volkstrauertag leitete der Bürgermeister einen Handlungsauftrag ab. Es gelte, sich aktiv für eine friedliche Gegenwart und Zukunft einzusetzen.

Reiner Schenk sprach sich dafür aus, den Gedenktag als einen Tag der Trauer und der Mahnung zu begehen. „Trauer bedeutet Anteilnahme am Mitmenschen“, erklärte der Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes. Aus dieser Trauer entstehe seiner Meinung nach die Verpflichtung, alles zu tun, damit nicht erneut unschuldige Menschen zu Opfern von Krieg, Terror und Gewalt werden.

Schenk erinnerte auch an die deutschen Soldaten, Polizisten und Helfer, die täglich bei verantwortungsvollen und riskanten Einsätzen in Situationen kommen, in denen sie ihre Gesundheit und ihr Leben für Frieden und Sicherheit in Gefahr bringen.

Trost und Zuversicht

Worte der Fürbitte und des Gebetes sprach der katholische Ortsgeistliche Oliver Störr. Er erinnerte an den Trost und die Zuversicht, die dem Glauben entspringe, und verwies auf Gott, der ein Gott des Friedens und der Verständigung sei. Im Anschluss spendete er den kirchlichen Segen.

Kranzniederlegung

Während im Anschluss die Musikkapelle „Ich hat einen Kameraden“ spielte, gedachten Bürgermeister Joachim Markert, Ortsvorsteher Wolfgang Haun, VdK-Chef Reiner Schenk und Pfarrer Oliver Störr an der Erinnerungstafel für die Gefallenen der beiden Weltkriege mit einem Ehrenkranz der Toten. Die Nationalhymne beendete die Gedenkfeier. feu