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Budget von Leader-Aktionsgruppe - Im Umfeld des historischen Kleinods wurde jetzt ein Mangel behoben

Achatiuskapelle Grünsfeldhausen: Barrierefreie WC-Anlage fertiggestellt

Die Achatiuskapelle ist ein kulturhistorisches Kleinod. Viele Besucher lassen sich vom Charme der romanischen Kirche begeistern.

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feu
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Unser Bild zeigt (von rechts) Bürgermeister Joachim Markert, Alfred Beetz und Anna Sophie Kissick von der „Leader“-Aktionsgruppe Badisch-Franken, Abteilungskommandant Markus Bach, Ortsvorsteher Wolfgang Haun, Pfarrer Oliver Störr sowie Elke Krappel und Anton Schwab vom Kirchenbauförderverein. © Ulrich Feuerstein

Grünsfeldhausen. Getrübt wurde die Freude bislang, weil eine Sanitäreinrichtung gefehlt hat. Der Mangel ist jetzt behoben. Mit Mitteln aus dem Regionalbudget der „Leader“-Aktionsgruppe Badisch-Franken wurde eine barrierefreie WC-Anlage errichtet.

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„Dieses Projekt hat noch gefehlt“, betonte Joachim Markert. Grünsfelds Bürgermeister, Vertreter der „Leader“-Aktionsgruppe, des Kirchenbaufördervereins und der Dorfgemeinschaft nahmen die neue Sanitäreinrichtung nach dem Ende der Baumaßnahmen in Augenschein. Die waren recht umfangreich. Viele Freiwillige waren nötig, aber auch der städtische Bauhof hat tatkräftig geholfen.

Die neue Anlage passt sich dem Dorfbild sehr gut an. Das funktionale Gebäude schmiegt sich an den bereits bestehenden Schuppen an und greift die Holzoptik auf. Das überraschend geräumige Innere wartet nicht nur mit Toilette und Waschbecken auf, sondern enthält auch einen Wickeltisch. Der Zugang zur Anlage ist barrierefrei und gepflastert, um auch bei schlechtem Wetter einen sicheren Zugang zu gewährleisten. Abgerundet wird das Ganze durch eine Ladesäule für E-Bikes am Eingang des Spielplatzes.

„Von diesem Projekt hat jeder etwas“, betonte Anna Sophie Kissick. Sie leitet die „Leader“-Geschäftsstelle in Walldürn und übermittelte die Förderzusage aus dem Regionalbudget. Dabei handelt es sich um einen auf Bundesebene ausgewiesenen zusätzlichen Fördertopf für Kleinprojekte, um den ländlichen Raum zu stärken. Mit dem Regionalbudget sollen Kleinprojekte bis maximal 20 000 Euro Gesamtkosten unterstützt werden, die dazu dienen, die lokale Entwicklungsstrategie umzusetzen.

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Geld von Bund und Land

Bund und Land stellen den „Leader“-Vereinen in Baden-Württemberg jährlich 180 000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden zehn Prozent durch den Neckar-Odenwald-Kreis und den Main-Tauber-Kreis kofinanziert, was einen jährlich zur Verfügung stehenden Fördertopf von 200 000 Euro ergibt.

„Ein Notstand ist behoben“, meinte Alfred Beetz. Als Vorsitzender der „Leader“-Aktionsgruppe Badisch-Franken und Vorsitzender des Kirchenbaufördervereins habe er sich bei der Vergabe wegen Befangenheit zurückgehalten. Dass der Beschluss dennoch einstimmig für die Achatiuskapelle gefallen sei, freute ihn umso mehr. Das Gotteshaus liegt ihm nämlich sehr am Herzen.

Bei vielen Gruppenführungen hat er den Besuchern die Kapelle schon vorgestellt. „Weil es bisher keine öffentliche Toilette gab, mussten Führungen schon frühzeitig abgebrochen werden“, bedauerte er. Künftig kann er sein Wissen unverkürzt weitergeben.

Von wahren „Touristenströmen“ berichtete Pfarrer Oliver Störr. Der Leiter der Seelsorgeeinheit Grünsfeld-Wittighausen wies darauf hin, dass er regelmäßig Prospekte von der Achatiuskapelle nachdrucken lassen müsse, so beliebt seien sie. Auch als romantischer Ort für Trauungen werde sie gern gebucht. Eine Sanitäreinrichtung sei da sehr hilfreich. Während Corona fanden nach Störrs Angaben keine Gottesdienste in der Kapelle statt. Dafür sei sie viel zu klein. Ersatzweise habe es einzelne Messen im Freien auf dem Spielplatz gegeben. Störr freute sich, dass im Oktober wieder Gottesdienste im Inneren erlaubt sind.

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Der Spielplatz ist nach Angaben von Grünsfeldhausens Ortsvorsteher Wolfgang Haun ein äußerst beliebter Treffpunkt in Grünsfeldhausen. In guter Erinnerung sind ihm die in Kooperation mit der Abteilungsfeuerwehr veranstalteten Maibaumfeste.

Als Alternative in der kalten Jahreszeit habe sich das Wintergrillen etabliert. Diese Aktivitäten stärken Hauns Angaben zufolge die Dorfgemeinschaft.

Besonders für Zugezogene seien gern gesehen. „Wer neu ist, kann in ungezwungener Atmosphäre Leute kennenlernen.“ Die neue Sanitäreinrichtung kommt da dem Ortsvorsteher sehr gelegen. feu

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