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Großes Interesse bei den Feldtagen - Versuchsfelder geben Auskunft über neue Sorten

Veränderte Anbaumethoden

Von 
rei
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Großes Interesse für neuzeitliche Anbaumethoden und ihre Auswirkungen auf die Umwelt herrschte bei den Feldtagen im Versuchsfeld der RAGT-Saaten in Großrinderfeld. © Klaus Reinhart

Großrinderfeld. Nachdem die RAGT-Feldtage in Großrinderfeld 2020 Corona-bedingt nicht stattfanden, ist die Tradition nun wieder aufgenommen worden. Gerhard Banzer, Gebietsleiter Getreide Süd-D, und Stefan Pohl, Vertriebsleiter D, stellten an den Besichtigungsterminen die umfangreichen Sorten und anbautechnischen Versuche vor. Etwa 150 interessierte Besucher aus Landwirtschaft, Handel und Beratung aus der näheren und weiteren Umgebung nahmen daran teil.

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Die Schwerpunkte bei der Feldführung lagen auf den Sortenversuchen Getreide und Winterraps, in denen auch aktuelle Themen der heimischen Landwirtschaft erläutert wurden. Fragen zur Düngeverordnung und reduziertem Pflanzenschutzmittel-Einsatz bis hin zum Bio-Anbau wird hier vor Ort wurden ebenfalls angesprochen.

Im Winterweizen stehen neben den aktuell bedeutenden Sorten von RAGT wie dem Elite-Weizen Ponticus (Nummer 1 im Anbau D), den Qualitätsweizen RGT Reform (seit Jahren Nummer 1 im Anbau D) und RGT Kilimanjaro, dem begrannten Backweizen RGT Sacramento (Empfehlung BW) auch neue Sorten aus ganz Europa (RGT Saki aus UK, RGT Volupto aus F) in den Versuchsflächen. Bislang lassen sie allesamt eine gute Ernte 2021 erwarten, so lange Unwetter und Unberechenbarkeiten der Witterung keinen Strich mehr durch die Rechnung machen.

Ähnlich positiv sah die Situation auch beim Winterraps bis Mitte Juni aus. Doch hat dann aber doch der Befall mit Sclerotinea, einer bedeutenden Rapskrankheit, die Erwartungen auf eine Spitzenernte deutlich eingebremst. Bei Einsatz geeigneter Pflanzenschutzmaßnahmen konnten die schlimmsten Schäden eventuell noch verhindert werden, erfolgten diese Maßnahmen nicht, sehen.

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Die Winterrapsbestände in der Region sehen aufgrund der feuchten Witterung kritisch aus. Ertragseinbußen bis zu 50 Prozent können hier möglich sein. In den verschiedenen Versuchsvarianten beobachtete man diese Effekte auch im Versuchsfeld. Mit RGT Cadran und RGT Trezzor stehen den Landwirten auch für die kommende Aussaat robuste Sorten von RAGT zur Verfügung, die auch unter solchen Bedingungen noch ordentliche Erträge realisieren können. Erstmals steht hier auch die Neuzulassung RGT Pandora mit im Feld, die 2021 auch neu in den amtlichen Versuchen etwa im zentralen Versuchsfeld Schwabhausen vertreten ist.

Auch neue Kulturarten werden auf dem Versuchsfeld in Großrinderfeld von RAGT geprüft und vorgestellt, so die neu zugelassene Sorte RGT Molinac als Zwei-Nutzungs-Triticale (Korn und GPS/Silo) und ganz neu ein zweizeiliger Winter-Gerstenstamm („RGT Aros“), dessen Zulassung 2022 in D erwartet wird.

Auch Durumweizen steht hier im Herbst- und Frühjahrsanbau. RAGT ist hier Marktführer in Frankreich mit etwa 75 Prozent Marktanteil. RGT Voilur ist dabei in D bereits in der amtlichen Empfehlung in Bayern und Baden-Württemberg, nachdem er mehrjährig mit guten Ertrags- und Qualitätszahlen aufwarten kann.

Bei der Braugerste konzentriert sich RAGT nach wie vor auf Europas größte Braugerste RGT Planet, die auch zur Ernte 2021 wieder die größte Sorte im Anbau ist, und damit hilft die Malzversorgung für die heimische Brauwelt abzusichern. Die Versuche zu Mais, Sorghum, Sonnenblumen und Sojabohnen wurden ebenfalls vorgestellt. Da diese Kulturen aber zu Beginn ihrer Vegetation stehen, wird hier ein separater Besichtigungstermin im August angeboten werden. Nach den Führungen wurden noch Fragen und Informationen in kleinen Diskussionsrunden erörtert, in denen auch die beteiligten Pflanzenschutz-Firmen entsprechende Informationen zur neuen Anbausaison gaben. rei

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