Konzert - Kirchenchor Gerchsheim beschenkte das Publikum zum 40-Jahr-Jubiläum der Chorleiterin mit der Aufführung von Händels „Messias“ Überwältigendes Klangerlebnis

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kcg
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Der Gerchsheimer Kirchenchor bot beim Weihnachtskonzert mit Händels Oratorium „Messias“ eine Glanzleistung und ein überwältigendes Klangerlebnis © Matthias Ernst

Mit einer glanzvollen Aufführung von Georg Friedrich Händels „Messias“ beschenkte der Kirchenchor Gerchsheim sich und seine Zuhörer in der bis in den letzten Winkel besetzten Pfarrkirche St. Johannes.

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Gerchsheim. Das 40-jährige Bestehen des Chors war der äußere Anlass für dieses opulente Festkonzert unter der Leitung von Arno Leicht am Dirigentenpult. Längst schon hat sich dieser Chor weit über das Niveau hinaus entwickelt, das man von einem Dorfkirchenchor erwartet, und seine Adventskonzerte sind seit Jahren ein Publikumsmagnet.

Das ist dem unermüdlichen Engagement und der Professionalität seiner Leiterin Ursula Leicht zu verdanken, aber auch der verständnisvollen Unterstützung durch Pfarrer und Pfarrgemeinderat. Heuer jedoch bot der Chor eine Spitzenleistung, die den Vergleich mit den großen Domchören nicht zu scheuen braucht. Musikalische Präzision und Sauberkeit, rhythmischer Elan, vor allem aber die von innen heraus getragene Strahlkraft und runde Klangfülle der über 60 Sängerinnen und Sänger, darunter viele junge und sehr junge Leute, ließen die machtvollen Chöre des Werks zum überwältigenden Erlebnis werden. Als sich beim „Halleluja“ das Publikum von den Plätzen erhob, war ein Moment erhabener musikalischer Glaubensverkündigung erreicht, der niemanden unberührt ließ.

Händel hat in seinem dreiteiligen Werk ausschließlich Bibeltexte vertont. Mit ergreifender Musik wird die Verheißung des Messias durch die Propheten, die Geburt, aber auch das Leiden und Sterben sowie die Gewissheit der Erlösung durch sein Kreuz geschildert.

Klanggewalt des Chors

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Das Konzertorchester Leggiero trug die Aufführung klangschön und präzise – es hätte bei der Klanggewalt des Chores durchaus noch größer besetzt sein können – , herausragend der Trompeter Hans Molitor. Die fünf Solisten Sophia Bauer (Sopran), Nadine Krist (Sopran), Susanne Veith (Alt), Thomas Fahner (Tenor) und Andreas Stoy (Bass) erfüllten ihre umfangreichen und anspruchsvollen Aufgaben mit Musikalität, Engagement und Ernsthaftigkeit, wobei dem Gerchsheimer Andreas Stoy mit seiner großen, souverän geführten Stimme und starken Ausstrahlung die Krone gebührt.

Dem großen Komponisten Georg Friedrich Händel hatten sich vor dem Kirchenchor auch die jüngsten Sängerinnen und Sänger gewidmet. Unter der Leitung von Ursula Leicht glänzte der Kinderchor mit „Tochter Zion“ und „Freue dich Welt, der Herr ist da“.

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Alles in allem war es ein Konzert, das mehr war als ein musikalischer Leckerbissen. Hier wurde ein geniales Stück Musik zum geistlichen Erlebnis.

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Das begeisterte Publikum dankte den Ausführenden mit langanhaltenden, stehenden Ovationen. kcg