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Taubertäler Wandertage - Tour mit Norbert Deckert und Dr. Heinrich Müller

Taubertäler Wandertage: Ausmaße der Keltenschanze sind noch zu erahnen

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mae
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Bei einer Tour im Rahmen der Taubertäler Wandertage folgten über 50 Personen den Wanderführern Norbert Deckert und Dr. Heinrich Müller zur ehemaligen Keltenschanze zwischen Schönfeld und Gerchsheim. © Matthias Ernst

Gerchsheim/Schönfeld. Die ehemalige Keltenschanze im Wald zwischen Gerchsheim und Schönfeld gibt noch Rätsel auf. Das Denkmal stand im Fokus einer Erkundung im Rahmen der Taubertäler Wandertage.

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Als in den 1930er Jahren eine Autobahn von Würzburg nach Bad Mergentheim geplant wurde, stieß man bei Untersuchungen auf eine Anomalie im Boden, die sich im Nachhinein als Keltenschanze herausstellen sollte. Mitten im Wald zwischen Schönfeld und Gerchsheim gelegen, ist sie noch heute ein Denkmal besonderen Ranges, auch wenn man nicht mehr viel erkennen kann.

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Die große Wallanlage ist noch sichtbar. Und auch die ehemalige Zisterne lässt erahnen, wie groß die Siedlung einmal gewesen sein muss.

Im Rahmen der Taubertäler Wandertage wollten über 50 Personen Näheres über die Geschichte der Keltenschanze erfahren und ließen sich von Norbert Deckert und Dr. Heinrich Müller führen. Von der Gerchsheimer Turn- und Festhalle aus ging der Weg durch den Spitalwald. Entlang der Gemarkungsgrenze Gerchsheim/Schönfeld und parallel zur Autobahn wanderte die Gruppe durch den herbstlichen Mischwald, bis man an der Keltenschanze ankam. „Und wo soll die jetzt sein“, fragten einige Auswärtige. Denn sehen kann man bis auf einen Graben und den dazugehörigen Wall nicht mehr viel von dem einst imposanten Bauwerk.

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Wie die Wanderer erfuhren, entdeckte man bei der Grabung im März 1938 eine kompakte Brandschicht, die stark mit gebranntem Lehm durchsetzt war. Im Schutt fanden sich zahlreiche Keramikscherben sowie einige Metallgegenstände wie Hufeisen, Pflugschar, SicheI, Spatenbeschläge, ein Steigbügel, ein Sporn und ein kunstvoll gearbeitetes Vorhängeschloss. Das Ungewöhnliche an der Anlage ist ihre einem Fünfeck gleichende Form. Das liege am damaligen Bachlauf, den die Erbauer einfach als Grenzfläche aufnahmen, erläuterte Deckert.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Grabungen eingestellt. Auch das Autobahnprojekt, Arbeitstitel A 40, wurde nie verwirklicht. Als später die A 81 gebaut wurde, verlagerte man den Trassenverlauf weiter westlich, sodass die Keltenschanze keine Rolle spielte. mae

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