Firma Bittermann und Weiss - Publikumspreis gewonnen Schönstes Fertighaus kommt aus Gerchsheim

Von 
Matthias Ernst
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Stolz präsentiert Siegfried Weiss den „Golden Cube“, die Auszeichnung für das schönste Fertighaus in Deutschland 2020. © Matthias Ernst

Gerchsheim. Es kommt nicht allzu häufig vor, das Firmen aus der Region bei bundesweiten Preisverleihungen als Gewinner vom Platz gehen. Doch bei Bittermann und Weiss Holzhaus war es wieder mal so weit. Bei der Preisverleihung des „Golden Cube“, dem Oscar der Fertighausbranche des Fachmagazins „Bauen“ heimste die Firma den begehrtesten der fünf Preise ein: Den Publikumspreis. Der ist Siegfried Weiss sehr wichtig, denn hier entscheiden die Menschen selbst, wer das schönste Fertighaus baut. Der Preis wird nur alle zwei Jahre verliehen.

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Der Preis an Bittermann und Weiss wurde für das neue Musterhaus in der Ausstellung Eigenheim und Garten in Fellbach verliehen. Bereits seit 2011 ist die mittelständische Firma mit ihren 77 Mitarbeitern dort mit einem Musterhaus vertreten, im letzten Jahr kam das neue Haus hinzu, das jetzt abräumte.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir den Publikumspreis gewinnen, zumal wir nur regional tätig sind“, freute sich Siegfried Weiss. Nur knapp 80 Holzfertighäuser entstehen hier im Jahr, im Gegensatz zu den Branchenführern, die weit über 1000 Häuser produzieren können. Doch das besondere Design des Hauses in Fellbach fällt eben auf.

Auf gut 200 Quadratmetern Wohnfläche wurde an alles gedacht, was man von einem modernen Haus erwartet. Bei der Planung hatte Weiss selbst viel Hand angelegt und eigene Ideen eingebracht. Das Musterhaus wurde so geplant, als wenn „es sich um sein eigenes neues Zuhause handelt“.

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Ein klares Konzept mit Liebe zum Detail war eines der Kriterien, das den Besuchern auffiel. Alle Eingänge sind überdacht, die Formen des Baukörpers mit den eingeschobenen Kuben in Holzoptik lassen das Grundgebäude nochmals anders wirken, hieß es in der Begründung für den Publikumspreis.

„Dieses Musterhaus fällt auf“, kann Siegfried Weiss nach knapp einem Jahr seit der Eröffnung feststellen. Auf der Außenterrasse ist eine Outdorrküche integriert, die das Herz vieler kochbegeisterter Männer höher schlagen lässt. Die offene Küche mit der Frühstücksecke, der Windowseat mit weitem Blick dank großzügiger Glasscheiben und ein integriertes Lichtkonzept waren weitere Kriterien für die Wahl. Daneben überzeugten auch die technischen Werte des Hauses, das als KfW40 Plus-Haus als Niedrigenergiehaus gilt.

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Die reine Online-Abstimmung wurde durch ein Video im Internet angeheizt. Die „Hausbauhelden“ haben das neue Holzhaus auf Herz und Nieren geprüft und sind begeistert. Knapp 250 000 Aufrufe zeigen den Erfolg. „Ich hätte nie gedacht, dass so ein Video so eine Wirkung erzeugen kann“, gibt Siegfried Weiss zu. Mittlerweile kommen auch Anfragen für das Haus aus Berlin oder aus dem Ausland.

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Bei der Produktion in Gerchsheim setzt die Firma auf einheimische Kräfte, knapp ein Viertel kommt sogar aus der Großgemeinde Großrinderfeld. Und auch die beteiligten anderen Gewerke kommen aus der unmittelbaren Umgebung. Von einer Krise wegen Corona kann Siegfried Weiss nicht sprechen. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Bis weit in das nächste Jahr sind alle Häuser geplant und verkauft. Er hat sich frühzeitig mit dem Thema Mitarbeiterschutz und Hygieneregeln auseinandergesetzt. Bereits Ende Februar hat er seine Montageteams in feste Gruppen eingeteilt und auch die Produktion in Gerchsheim. Sollte eine Gruppe in Quarantäne müssen, können die anderen weiterarbeiten.

Strenge Hygiene im Stammwerk und auf der Baustelle gehört ebenso dazu. „Ich bin jeden Tag bei meinen Mitarbeitern und ermahne sie zur Einhaltung der Vorschriften“. Der Aufbau beim Kunden dauert jetzt etwas länger, weil eben nur ein Gewerk an der Baustelle arbeiten darf, aber das ist unerheblich.

Der Publikumspreis spornt die Mitarbeiter zusätzlich an, hat Weiss beobachtet. Sie sind mächtig stolz, die Auszeichnung nach Gerchsheim geholt zu haben.