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Kinderbetreuung - Planungen für Bildungscampus mit Kinderkrippe, Kindergarten und Schülerhort im Gemeinderat vorgestellt

Neueste pädagogische Konzepte dienen als Richtschnur

Von 
Matthias Ernst
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Ilmspan. Der neue Bildungscampus mit Kinderkrippe, Kindergarten und Schülerhort im Ortsteil Großrinderfeld ist beschlossene Sache. Die Fachplaner und das Architekturbüro Perleth aus Schweinfurt haben in den letzten Monaten viel Vorplanung durchgeführt und mit den pädagogisch Verantwortlichen Gespräche geführt, so dass nun das Raumkonzept im Gemeinderat von Joachim Perleth und seiner Kollegin Nadja Herpich bei der Sitzung im Bürger- und Vereinsheim in Ilmspan vorgestellt werden konnte.

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Die Architekten dankten dem Gemeinderat, dass man frühzeitig die notwendigen Fachplaner mit ins Boot hatte nehmen können, das erleichtere die Arbeit sehr, so Architekt Joachim Perleth. Sein Büro hatte einen zweistöckigen L-Bau auf dem etwa 3800 Quadratmeter großen Gelände gegenüber der Festhalle geplant. Von einem zentralen Eingang für alle drei Einrichtungen und ein Zentralbau für die gemeinsamen Einrichtungen wie Speisesäle, Küche oder Bewegungsraum zweigt im Erdgeschoss der Bereich für die Kinderkrippe mit seinen vier Gruppenräumen ab. Der andere Bau ist für zwei Hortgruppen vorgesehen. Hier kann man ebenerdig von beiden Gebäudeteilen in einen großen Außenbereich gehen. Im Obergeschoss sind weitere drei Räume für den Hort vorgesehen und vier Gruppen des Kindergartens. Insgesamt sind drei Treppenhäuser geplant, ein zentrales und zwei an den jeweiligen Enden der Gruppenräume. So soll jede Gruppe für sich erreichbar sein. Außerdem sei so das Problem der Fluchtwege geklärt und man kann den Flur im Krippenbereich als Spielflur nutzen.

Im Gemeinderat notiert

Den Auftrag für die Brückenarbeiten in der Gartenstraße in Großrinderfeld erhielt die Firma Boller-Bau zu einem Angebotspreis von rund 180 000 Euro.

Probleme sieht der Gemeinderat beim Einbau von zwei Wohneinheiten und fünf Schleppgauben in ein Haus in der Hauptstraße in Großrinderfeld. Man befürchtet einen höheren Parksuchverkehr, da auf dem Grundstück keine Parkplätze nachgewiesen werden müssen. Das sei ein Fehler in der Bauordnung, kritisierte unter anderem Ortsvorsteher Walter Lutz.

Die Vertreter der Gemeinde in der Günbachgruppe sind delegiert für den Neubau des Hochbehälters Gerchsheim bei der Verbandsversammlung zu votieren und ebenfalls dem Haushalt 2022 und dem mittleren Finanzplan bis 2025 zuzustimmen, ebenso wie der Eröffnungsbilanz. me

Je nach Gesetzeslage will man ein Niedrigenergiehaus nach dem KfW40- bis KfW70-Standard bauen. Genaue Ausführungen des Gesetzgebers liegen allerdings noch nicht vor, bedauerte Perleth. Geplant ist der Einbau einer Hackschnitzelheizung mit einem großen Vorratsbehälter im Keller. Das Gebäude wird nur teilweise unterkellert, neben dem Vorratsraum für die Hackschnitzel wird es noch zwei Lagerräume geben. Außerdem ist noch Platz für mögliche Erweiterungsbauten an den beiden Stirnseiten vorhanden.

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Perleth geht davon aus, dass man in Massivbauweise das Gebäude errichten wird. Deshalb seien keine besonderen Maßnahmen für die Kühlung im Sommer geplant. Der Luftaustausch in der Nacht sei vollkommen ausreichend, um die Räume zu kühlen, antwortete er auf Nachfrage von Manfred Wörner. Sein Ratskollege Ralf Schieß wollte wissen, ob die Balkone im Obergeschoss absichtlich nicht als Brandrettungsweg geplant sind. Perleth bejahte dies, denn der Aufwand in massiver Betonbauweise mit Stahlgerüst sei nicht notwendig durch das Raumkonzept in den einzelnen Stockwerken, hatte der Brandschutzsachverständige errechnet. Man habe sich an den neuesten pädagogischen Konzepten bei der Planung orientiert, erläuterte Nadja Herpich. So ist der Hort wie ein Lernhaus aufgebaut.

Der Platz für die Kinderwagen und auch der Müllbehälter sei noch nicht abschließend geklärt, antwortete Joachim Perleth auf Nachfrage von Ralf Schieß. Man plane einen Bereich außerhalb des Hauses, aber das müsse man noch mit den Verantwortlichen besprechen. Überhaupt wolle man weiter im Gespräch bleiben und die Ausführungen des Abends und der Fachbereiche aufnehmen und in weitere Planungen einfließen lassen. „Im Moment befinden wir uns in Planungsphase 1,5“, deutete Perleth die Leistungsphase nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure(HOAI) an. Vorbehaltlich der Beauftragung durch den Gemeinderat könne man später in die Feinplanung gehen. „Wir sind noch nicht am Ende der Planungen“, meinte auch Bürgermeister Johannes Leibold.

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