Schützenverein Großrinderfeld

Mit einem Schuss zur Kette

Tom Kitz ist der neue Schützenkönig

Von 
Matthias Ernst
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Die neue Großrinderfelder Schützenfamilie: (von links) 1. Ritter Erwin Breunig, Schützenkönig Tom Kritz, Jugendschützenkönigin Hannah Werner, 2. Ritter Michael Endres, Oberschützenmeisterin Birgit Hauck. © Matthias Ernst

Großrinderfeld. Die wahrscheinlich längste Amtszeit eines Schützenkönigs ging vor kurzem zu Ende. Birgit Hauck hatte die Königswürde beim Dreikönigsschießen des Schützenvereins Großrinderfeld im Jahr 2020 erlangt. Seitdem konnte kein neuer Schützenkönig ausgeschossen werden. Die Pandemie ließ ein Zusammenkommen nicht zu.

Um Schützenkönig zu werden, wird nur ein einziger Schuss mit dem Luftgewehr auf die Königsscheibe abgegeben, und der oder die Beste ist dann der neue Schützenkönig, meist eine Millimeterentscheidung. In Großrinderfeld findet dieses traditionelle Königsschießen immer um Dreikönig, also den 6. Januar statt. An zwei Tagen können die männlichen und weiblichen Schützen ihre Treffsicherheit beweisen im Schützenkeller im Untergeschoss der Turn- und Festhalle, wo der Großrinderfelder Schützenverein seit vielen Jahren beheimatet ist.

Nachdem die Ergebnisse festgestanden hatten, gab Schießleiter Wolfgang Werner die Gewinner des Königsschießens und der weiteren Preise bekannt. In diesem Jahr nahmen insgesamt 32 Schützinnen und Schützen daran teil.

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Da man beim Königsschießen auch ein wenig Glück braucht, neben der sprichwörtlichen ruhigen Hand, ist es immer wieder eine Überraschung. In diesem Jahr setzte Tom Kitz den goldenen Schuss mit einem 91,2-Teiler. Ihm übergab Oberschützenmeisterin Birgit Hauck gerne die Königskette, ist Tom Kitz doch schon seit Jahren ein exzellenter Schütze und ein echtes Eigengewächs. Schon in der Jugend konnte er seine Treffsicherheit unter Beweis stellen und war auch schon Jugendschützenkönig. Nun errang er die Königswürde also bei den Erwachsenen, nachdem es 2020 „nur“ zum 1. Ritter gereicht hatte. Jugendschützenkönigin wurde Hannah Werner mit einem 307,6-Teiler, gefolgt von Anneke Brojek und Jonas Brand. All diese Jungschützen haben erst im vergangenen Herbst nach der Pandemie mit dem Luftgewehrschießen begonnen. 1. Ritter ist in diesem Jahr Erwin Breunig, 2. Ritter Michael Endres.

Beim Eugen-Stößer-Gedächtnispokal siegte ebenfalls Tom Kritz mit einem 49,6-Teiler, gefolgt von Uwe Schultheiß und Jochen Horn. Das nicht weniger begehrte Vesperschießen gewann Uwe Behringer, zweite wurde Heike Schultheiß, dritter Dieter Kuhn. Beim Preisschießen hatte diesmal Engelbert Brand mit einem 14-Teiler die Nase vorn, vor Hubert Mohr, 64,7-Teiler und Erwin Breunig mit einem 65,9-Teiler. Brand hatte damit die freie Auswahl bei den vom Verein gekauften oder gespendeten Preisen. Nach der Nennung aller Titelträger und Gewinner gab es die obligatorische Königsfeier, bei der Tom Kitz erstmals den Königswein ausgeben durfte.