AdUnit Billboard
Kindergartenbedarfsplanung - Gemeinderat stimmte der Aufstockung zu

Krippengruppe wird wieder aktiviert

Von 
dib
Lesedauer: 

Großrinderfeld. Breiten Raum nahm bei der Sitzung des Großrinderfelder Gemeinderats auch das Thema Kinderbetreuung ein. „Wir haben eine gute Basis für das Kindergartenjahr“, fand Bürgermeister Johannes Leibold bei der Vorstellung der Kindergartenbedarfsplanung. Nicht absehbar sei allerdings, ob sich die Kinderzahlen stabilisiert hätten oder weiter steigen. Aktuell sei ein leichter Aufwärtstrend sichtbar, informierte auch Fabian Richter vom Hauptamt der Verwaltung.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Im Gemeinderat notiert

Die ehemalige Kindertagesstätte St. Anna in Gerchsheim wird in ein Ärzte- und Seniorenhaus umgebaut. Der Großrinderfelder Gemeinderat vergab bei der Sitzung am Dienstag in der Turnhalle Großrinderfeld einstimmig die Rohbauarbeiten. Den Zuschlag erhielt die Firma Behringer-Bau aus Kreuzwertheim für 303 433 Euro. Mit den Arbeiten soll Anfang Mai gestartet werden. Hand in Hand geht auch der Einbau eines Aufzugs. Den wird die Firma Kone aus Nürnberg zum Preis von 37 485 Euro liefern.

Weil für das alte Rathaus in Gerchsheim, das aus dem Jahr 1877 stammt, keine Pläne existieren, wird für die Sanierung eine bautechnische Prüfung benötigt. Dieser Nachweis der Standsicherheit muss nach den Vorgaben der Landesbauordnung von einem separaten Prüfingenieur durchgeführt werden. Diplom-Ingenieur Thomas Wombacher aus Haibach erhielt den Zuschlag zum Preis von 14 300 Euro.

Für die Eigenstromversorgung soll auf dem Dach des Großrinderfelder Rathauses eine Photovoltaikanlage mit Speicher errichtet werden. Mit 76 576 Euro gab die örtliche Firma Wenz das günstigste Gebot ab.

Der Haltung von Galloway-Rindern in ganzjähriger Freilandhaltung auf Gemarkung Gerchsheim erteilte der Gemeinderat Großrinderfeld sein Einvernehmen.

Gebilligt wurde die Jahresrechnung der Gemeinde, die das Gremium ohne Diskussion passierte. dib

In drei Kindertageseinrichtungen, die alle unter der Trägerschaft der katholischen Kirche stehen, können 191 Kinder betreut werden. Veränderungen soll es in der bestehenden Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten in Großrinderfeld geben. Um den Bedarf zu decken, ist eine Aufstockung von zwölf auf 25 Kinder vorgesehen. Aktiviert werden soll in Gerchsheim wieder die Krippengruppe. Insgesamt geht die Kommune im Jahr 2022 von 1,2 Millionen Euro Kosten für den Kindergartenbetrieb aus. Ein Teil davon werde über den Landeszuschuss gedeckt, zehn Prozent übernehme die katholische Seelsorgeeinheit.

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Kindertagesstätte Steig“ in Großrinderfeld war zwar bereits gefasst. Aufgrund der Erweiterung des Planbereichs von 1,16 Hektar auf nun 1,31 Hektar steigen die Honorarkosten. Einbezogen wurden angrenzende gemeindliche Grundstücke, um die Verkehrssituation bei Bring- und Abholzeiten zu verbessern.

Mehrkosten kommen auf die Kommune auch wegen der Freistellung der Leitung in der Kita St. Michael Großrinderfeld zu. Bisher liegt die Leitungsfreistellung bei 70 Prozent. Aufgrund der zusätzlichen Gruppen und der Auslagerung von drei Gruppen in den Container im Gewann „Beunth“ ergebe sich ein organisatorischer und logistischer Mehraufwand. Die komplette Freistellung ist in den Augen von Bürgermeister Leibold nachvollziehbar. Mit der Erhöhung steigen die Personalkosten um zusätzliche 18.000 Euro im Jahr, von denen 91 Prozent, als 16380 Euro von der Kommune getragen werden.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Auf Nachfrage von Gemeinderat Ralf Schieß bezifferte Fabian Richter vom Hauptamt der Verwaltung die Freistellungen in der Kita in Gerchsheim mit 70 Prozent und in Schönfeld mit 15 Prozent. Bei einer Ablehnung wird die 100-prozentige Leitungsfreistellung in Großrinderfeld mitgetragen.

„Auf Sicht fahren wie bei der Krippe müssen wir auch bei ukrainischen Kindern“, erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage von Gemeinderat Rainer Gerhards. Die Kapazität sei da, meinte er. dib

AdUnit Mobile_Footer_1