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Kindertagesstätte - Gemeinde Großrinderfeld benötigt die Grundlagen für die definitive Ausschreibung

Kindergarten-Neubau in Großrinderfeld soll bis 2026 fertig sein

Der geplante Neubau des Kindergartens erfordert eine europäische Ausschreibung. Zur Kostenermittlung beauftragte der Gemeinderat nun entsprechende Fachbüros mit der Vorplanung.

Von 
Matthias Ernst
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Wo jetzt noch Baumaterial für andere Baustellen in der Gemeinde lagert, soll bis 2026 eine neue Kindertagesstätte in Großrinderfeld fertiggestellt sein. © Ernst

Großrinderfeld. Der Neubau der Kindertagesstätte im Ortsteil Großrinderfeld wird ein teures Unterfangen. Das ist dem Gemeinderat seit Beginn der Planungen klar. Man werde um eine europäische Ausschreibung bei der hohen Bausumme nicht herumkommen, bedauerte Bürgermeister Johannes Leibold bei der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag in der Turnhalle in Großrinderfeld. Doch um eine genaue Planung durchführen zu können, müssten zuerst die Grundlagen in Form von Fachplanungen geschaffen werden.

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Im Großrinderfelder Gemeinderat notiert

Bürgermeister Johannes Leibold gab bei der Sitzung des Großrinderfelder Gemeinderats bekannt, dass in der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung mehrere Grundstücksgeschäfte getätigt wurden.

Um den zukünftigen Bestattungswald (wir berichteten) rechtlich einwandfrei betreiben zu können, müssen noch Bodenuntersuchungen durchgeführt werden. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg hatte eine hydrogeologische und bodenkundliche Untersuchung gefordert. Mit den Kernbohrarbeiten wurde die Firma BauGrund Süd zu einem Angebotspreis von 15 660 Euro beauftragt. Der Vertragsabschluss mit der FriedWald GmbH als Verwaltungshelfer wurde auf die nächste Sitzung verschoben. mae

Das wollte einigen Gemeinderäten und Gemeinderätinnen nicht in den Kopf. Leibold verstand die Bedenken, aber man müsse diese Vorplanung mit den Leistungsphasen I und II der HOAI (Leistungsverzeichnis für Architekten und Ingenieurbüros) durchführen, um die definitive Planung des Gebäudes ausschreiben zu können. Vor allem Gemeinderat Ralf Schieß hatte Probleme mit der Vorstellung, dass man bereits jetzt eine Fachplanung für die Elektroinstallation und die Heizung durchführen muss, obwohl es noch keinen Plan gibt, wie das Gebäude überhaupt aussieht.

Das alles seien nur Vorplanungen, um dann definitiv planen zu können, so der Bürgermeister. Und auch die einzelnen Honorare der Fachbüros könnten erst nach dieser Vorplanung berechnet werden, ergänzte er.

Man will mit der Vorplanung im März 2022 fertig sein und die definitive Ausschreibung dann im April tätigen. Der Zeitplan sei sehr ambitioniert, aber die Zeit dränge, denn spätestens 2026 solle der Neubau stehen. „Wir haben wenig Chancen, an diesem Verfahren etwas zu verändern, aber wir wollen es so gut wie möglich lenken und die Kosten im Blick behalten“, sagte der Bürgermeister, bevor der Gemeinderat geschlossen die einzelnen Fachplaner beauftragte.

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Eine weitere Vergabe war die Planung eines Neubaugebietes. Das kleine Areal mit seinen acht Bauplätzen auf dem Gelände des alten Fußballplatzes ist noch nicht fertig erschlossen, da plant die Gemeinde Großrinderfeld bereits eine Erweiterung in südwestlicher Richtung (Gewann Beund/Zündmantel) zu beiden Seiten der L 578. Auch die Ausweisung eines Sondergebietes für Einzelhandel soll in diesem Bereich verwirklicht werden. Da solche grundsätzlichen Planungen Zeit beanspruchen, wolle man frühzeitig „zumindest die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen“, wie Bürgermeister Leibold betonte. Man hatte deshalb das Gebiet in zwei Lose aufgeteilt. Beide Bebauungspläne werden vom Büro Klärle aus Weikersheim erarbeitet, welches die günstigsten Angebote abgegeben hatte. Zusätzlich beauftragte der Gemeinderat das Büro mit der Bereitstellung der Planungsunterlagen zur Einpflege in das digitale Datensystem der Gemeinde. Zukünftig sollen alle Bebauungspläne und auch der Flächennutzungsplan über das Internet für jeden Interessierten einsehbar sein.

Mit der restlichen Bepflanzung der Ausgleichsflächen für den Bau des Kunstrasenplatzes in Großrinderfeld wurde die Firma Uihlein Garten- & Landschaftsbau aus Königheim zu einem Angebotspreis von knapp 26 700 Euro beauftragt. Einen Teil der über 800 Pflanzen, darunter mehrere Bäume, hatten der gemeindliche Bauhof und ehrenamtliche Helfer des Nabu bereits gesetzt. Gemeinderat Heinz Schmitt gab zu bedenken, dass man mit der Vergabe der Pflanzung auch nicht die Pflege aus dem Auge verlieren dürfte. Diese Aufgabe übernehme wieder der Bauhof. Diesem Umstand sei man sich bewusst, erwiderte Bürgermeister Leibold. Die Pflanzung sei im Bebauungsplan so vorgesehen und müsse auch durchgeführt werden.

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