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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum - Kommune fit für die Zukunft machen

Großrinderfeld hat als Schwerpunktgemeinde viel vor

Von 
Diana Seufert
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Großrinderfeld wurde zur Schwerpunktgemeinde im ELR-Programm des Landes ausgerufen. Ein Projekt ist der Umbau des alten Rathauses in Gerchsheim. © Seufert

Großrinderfeld. Groß ist die Freude bei Bürgermeister Johannes Leibold und in der Gemeinde Großrinderfeld. Als einzige Kommune im Regierungsbezirk Stuttgart wurde man zur Schwerpunktgemeinde im ELR-programm, dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (wir berichteten). Damit wird die Arbeit der letzten Wochen und Monate besonders gewürdigt, wie man die vier Ortsteile fit für die Zukunft machen will.

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„Wir freuen uns sehr, dass unsere Bewerbung überzeugen konnte und Großrinderfeld eine von fünf Kommunen in Baden-Württemberg ist, die dieses Jahr als ELR-Schwerpunktgemeinde aufgenommen wurde“, sagt der Rathauschef. „Die Freude ist riesig.“ Neben Großrinderfeld sind auch Billigheim (Neckar-Odenwald-Kreis), Wain (Landkreis Biberach), Seitingen-Oberflacht (Landkreis Tuttlingen) und Durbach (Ortenaukreis) als Schwerpunktgemeinde neu dabei. Sie alle vereint die Tatsache, dass man „überzeugende und vielversprechende Ideen für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Dörfer erarbeitet und zur Entscheidung vorgelegt“ hat, wie es in der Pressemitteilung des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz heißt.

Wichtiges Signal

Für Leibold ist diese Entscheidung ein wichtiges Signal: „Zum einen geht es darum, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren und die innerörtlichen Potenziale auszuschöpfen. Zum anderen bietet es für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie für die Kommune Fördervorteile und ist natürlich wieder ein Aushängeschild für unsere Gemeinde.“

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Mit der Eingruppierung als Schwerpunktgemeinde verbinden sich einige positive Aspekte, die für Leibold klar auf der Hand liegen. Er kann sich über „einen eigenen festen Fördertopf“ freuen. „Des Weiteren gibt es für die Kommune oder kommunale Maßnahmen in gewissen Bereichen einen Fördervorteil von zehn Prozent.“ Fünf Jahre lang dauert diese besondere Förderkulisse, für die jedes Projekt wie bei allen anderen ELR-Projekten beantragt werden muss.

Auf Förderbarkeit prüfen

„Eine der Konsequenzen ist, dass wir die Maßnahmen auf Förderbarkeit im ELR prüfen und pünktlich zum jeweiligen 30. September einreichen.“ Das ist der Stichtag, um Gelder aus Stuttgart zu erhalten.

Lange haben Bürgermeister und Gemeinderat nicht mehr Zeit, für dieses Jahr die Anträge zu stellen. Die werden in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen. Dann heißt es warten. Mit dem positiven Bescheid, mit dem man im Februar oder März des kommenden Jahres rechnet, kann dann weiter geplant werden.

Insgesamt 27 Gemeinden profitieren derzeit im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) von einer Anerkennung als Schwerpunktgemeinde sowie der damit zusammenhängenden prioritären Förderung sowie erhöhten Fördersätzen bei gemeinwohlorientierten Projekten. Seit Einführung 2015 wurden in den Schwerpunktgemeinden 1300 Projekte gefördert, 75 Millionen Euro an Mitteln zur Verfügung gestellt.

Barrierefreier Umbau

Ein besonderes Projekt aus der diesjährigen Förderperiode ist für Großrinderfelds Bürgermeister Johannes Leibold der barrierefreie Umbau des alten Rathauses in Gerchsheim. Dort soll ein Treffpunkt mitten im Ort entstehen.

Die Gruppierungen der katholischen Kirchengemeinde werden dort ihr neues Domizil finden, nachdem das katholische Gemeindezentrum von der Kommune erworben wurde und derzeit in ein Ärztehaus mit Pflegeeinrichtung umgebaut wird. „Die Maßnahme am Rathaus in Gerchsheim wird mit rund 330 000 Euro aus dem ELR-Programm unterstützt. Aber auch die Förderung für kleinere Projekte, wie der Abriss eines alten Gebäudes in Großrinderfeld, soll beantragt werden.“

Im Fokus für die Projekte der Schwerpunktgemeinden hat man beim Ministerium in Stuttgart die Schaffung von zeitgemäßem, bezahlbarem Wohnraum sowie Projekte zur Sicherung der Grundversorgung.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz

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