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Gemeinderat

Dachsbergschule wird Kindertagesstätte

Architekt Helmut Schattmann stellte Pläne für Umbau des Gebäudes vor. Neubau scheint vom Tisch.

Von 
Matthias Ernst
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So soll der Umbau der Dachsbergschule zu einer Kinderkrippe nach den Plänen des Architekturbüro Schattmann vom Hof (linkes Bild)und von der Straße her aussehen. © Architekturbüro Schattmann

Großrinderfeld. Ein Paradebeispiel, wie man leerstehende Gebäude weiterentwickeln kann, stellte Architekt Helmut Schattmann dem Großrinderfelder Gemeinderat vor. Die Kindertagesstätte St. Anna in Gerchsheim nutzt schon einen Teil der ehemaligen Dachsbergschule als Provisorium. Der „Altbau“ aus den 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts steht aber bisher leer. Eigentlich war geplant, ihn abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Diese Pläne scheinen nun nach der Präsentation des Architekten vom Tisch zu sein. Die Kindertagesstätte soll sich in Zukunft endgültig im gesamten Bereich der ehemaligen Schule ausbreiten können.

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Die Pläne des Architekten sehen vor, das Dach des alten Schulhauses abzunehmen und mit einem Flachdach zu planen. Dadurch würde der massive Bau nach unten verschwinden und sich besser in die Umgebung einpassen. Während der Bereich für die Kinder über drei Jahren in den jetzt schon genutzten Räumlichkeiten des „Neubaus“ bleibt, wird die Kinderkrippe zukünftig in den umgebauten Altbau ziehen. Diese räumliche Trennung habe viele Vorteile, so Schattmann. Zum einen könnten Kosten gespart werden, weil im neueren Teil des Gebäudekomplexes nur geringe Umbauarbeiten notwendig sind, zum anderen sei auch schon im Altbau vieles vorhanden, was der Krippe nutzt und nicht erst teuer gebaut werden muss. Der bestehende Zwischengang wird bestehen bleiben, so dass nach wie vor ein Austausch unter den Gruppen möglich ist.

Durch die Trennung erhält man zusätzliche drei Räume, die als Reserve gelten könnten, aber auch eine Nutzung als Intensiv- oder Bewegungsräume ermöglichen.

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Im Kindergartenbereich seien vier Gruppenräume mit einem Schlafraum vorgesehen, der Krippenbereich erhält drei Gruppenräume mit zusätzlichen Schlafräumen und eine auf etwa 60 Personen ausgelegte Mensa. Beide Bereiche sind über separate Eingänge betretbar, so dass auch hier eine gewünschte Trennung möglich ist. Die bisherigen Personal- und Büroräume bleiben bestehen, hinzu kommen noch ein „Diskretionsraum“ für Gespräche von Erziehenden mit den Eltern der Kinder, und es sei sogar gelungen im Erdgeschoss eine Toilette für Menschen mit Behinderung einzuplanen.

Im Obergeschoss wird neben den Gruppenräumen ein Dachgarten entstehen, der für die Krippenkinder ein idealer Spielplatz ist. Der ist auch teilweise überdacht, so dass man auch bei schlechtem Wetter nach außen gehen kann. Der dafür neu zu bauende Laubengang dient als zweiter Fluchtweg, den man über eine Fluchttreppe verlassen kann.

Durch die Trennung von Kinderkrippe und Kindergarten wird eine gewünschte Aufteilung erreicht, die so selten in der Qualität zu erreichen ist.

„Ich bin überrascht, was man aus dem Gebäude alles herausholen kann“, war dann auch Bürgermeister Johannes Leibold voll des Lobes für den Entwurf des Architekten. Zudem wird der Umbau wesentlich günstiger als der eigentlich geplante Neubau.

Erste Schätzungen gehen von etwa vier Millionen Euro Gesamtkosten aus. Die „Baukosten sind extrem wirtschaftlich“, hatte der Architekt bei der Plausibilitätsprüfung errechnet. Und für einen Neubau hätte man keine Zuschüsse erhalten. Das sieht bei einem Umbau ganz anders aus.

Nachdem die Gemeinde Großrinderfeld kürzlich ELR-Schwerpunktgemeinde wurde, sind hier höhere Zuschüsse zu erwarten und auch aus dem Ausgleichsstock sollen Zuschüsse fließen, so dass man in der Gemeinde nur etwa mit der Hälfte der Summe rechnet, die man selbst aufbringen muss. Die Gemeinderäte waren ebenfalls voll des Lobes und befürworteten die weitere Beauftragung des Architekten.

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