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Volkstrauertag - Gedenken am Kriegerdenkmal in Gerchsheim

Appell für Frieden auf der ganzen Welt

Von 
mae
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„Enkel mögen kraftvoll walten, schwer Errungenes selbst zu halten“, steht auf dem Kriegerdenkmal in Gerchsheim, an dem Bürgermeister Johannes Leibold (Zweiter von links) am Volkstrauertag den Opfern von Krieg und Gewalt gedachte. © Ernst

Gerchsheim. „Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben. Sag mir wo die Blumen sind, was ist gescheh’n“: Um dieses Lied von Marlene Dietrich baute Bürgermeister Johannes Leibold seine Ansprache vor vielen Bürgern und Bürgerinnen am Kriegerdenkmal in Gerchsheim auf.

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„Die Gemeinde Großrinderfeld gedenkt heute den Opfern aller Kriege und Gewaltherrschaften. Des Weiteren erinnern wir heute an alle unseren gefallenen Soldaten der Ortsteile Ilmspan, Schönfeld, Gerchsheim und Großrinderfeld, gleich wo sie ihre letzte Ruhestätte fanden. Möge Ihr Tod uns Nachkommen eine Mahnung zum Frieden sein“, fand er mahnende Worte angesichts noch immer aufflackernder Kriegshandlungen in der Welt. Dabei blickte er auch auf Kampfeinsätze Großrinderfelder Bürgerinnen und Bürger, etwa beim Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

„Wir alle sollten die Erinnerung in uns an all die Schrecken von Krieg und Vertreibung wach halten und auch der jüngeren Generation erzählen, dass allen bewusst ist und wird, was durch wahnwitzige Entscheidungen aufs Spiel gesetzt werden kann“, so Leibold. Das Lied von Dietrich hatte er bewusst gewählt, weil die Künstlerin im so genannten Dritten Reich und in der Nachkriegszeit ein gefeierter Star war.

Versteckt ließen sich in dem Lied Hinweise und Anklagen gegen Krieg finden, so Leibold. Nicht nur, dass ein Krieg immer Opfer mit sich bringe, und es eigentlich am Ende gleichgültig sei, wer sich als Gewinner bezeichnet oder wer nicht. Ein Krieg treffe immer auf allen Seiten hauptsächlich die Schwächsten, betonte er: „Mit welchem Schmerz und welchen Folgen die Kriegsversehrten beziehungsweise die Angehörigen noch viele Jahre zu Leben hatten, ist für uns heute unvorstellbar“.

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„Nie wieder Krieg“, heiße es schon seit Jahren. Und doch sind die Lehren aus den beiden Weltkriegen im Heute nicht angekommen. Noch immer werden auf der ganzen Welt Kriege geführt und Menschen verlieren alles, was ihnen wichtig ist, auch die nächsten Angehörigen.

„Wann wird man je versteh’n, ach wird man je versteh’n“, heißen die letzten Zeilen des Lieds, das Leibold zitierte. Die darin klingende Resignation sei förmlich spürbar und müsse dazu beitragen, dass endlich Frieden auf dieser Welt herrscht, appellierte er, bevor er einen Kranz zum Gedenken am Kriegerdenkmal ablegte. mae

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