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Gemeinderat Großrinderfeld

Alter Schultrakt wird zum Kindergarten

Gremium will Planungsleistungen für den Umbau des Gebäudes vergeben

Von 
Matthias Ernst
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Großrinderfeld. Während man bei der Neuplanung der Kindertagesstätte in Großrinderfeld schon an der Planung ist – schließlich will man 2026 fertig sein – gibt es eine neue Situation beim Gerchsheimer Kindergarten.

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Auch hier hatte die Gemeindeverwaltung einen Neubau auf dem Festplatz für acht Gruppen favorisiert. Doch nun vollzog man eine Kehrtwende.

Im Gemeinderat notiert

Mehrere Anwohner beschwerten sich in der Gemeinderatssitzung, dass im Baugebiet „Knauer II“ keine Telekommunikationsleitungen verfügbar sind. Sie müssen sich mit mobilen Lösungen zufrieden geben. Hintergrund ist eine Änderung im Telekommunikationsgesetz. Obwohl die Gemeinde auf ihre Kosten Leerrohre verlegen ließ, will kein Anbieter einen Anschluss legen. Man hofft auf eine bevorzugte Behandlung beim Glasfaserausbau durch die BBV.

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Wolfsgraben“ und eine Änderung des Flächennutzungsplanes in Gerchsheim wurde einstimmig beschlossen.

Nachdem man ein Angebot zum Einbau von Raumlüftungsanlagen in der Grundschule erhalten hat, erfolgte der Auftrag zur Ausschreibung und der Beauftragung eines Fachingenieurs, die Ausschreibung vorzubereiten.

Der Annahme einer Spende über 1908 Euro für den Spielplatz in Ilmspan wurde zugestimmt. me

„Vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde mit dem Neubau des Kindergartens in Großrinderfeld bereits an die Grenze des finanziell Machbaren kommt, können wir es uns nur schwer leisten, in Gerchsheim eine Lösung ohne Zuschuss zeitgleich umzusetzen“, so Bürgermeister Johannes Leibold bei der Gemeinderatssitzung in der Festhalle in Gerchsheim.

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Denn genau diese Zuschüsse würden bei einem Neubau nicht fließen, nur bei einem Umbau eines bestehenden Gebäudes gibt es Förderungen aus dem ELR-Programm oder dem Ausgleichsstock.

Man hat daher den alten Schultrakt der Dachsbergschule als Ersatzstandort auserkoren. Er liegt direkt neben dem jetzigen Standort der Kindertagesstätte St. Anna, die bereits 2019 in den neueren Anbau der alten Schule eingezogen ist. Um möglichst schnell an Fördermittel zu kommen, beauftragte der Gemeinderat den Architekten Helmut Schattmann aus Lauda-Königshofen mit Planungsleistungen für den „Teilabriss und Umbau der ehemaligen Dachsbergschule zur Kita in Großrinderfeld -Gerchsheim“ zu erbringen.

Eile geboten

Es ist Eile geboten, da die Förderanträge für das ELR-Programm bis Ende September beim Regierungspräsidium eingereicht sein müssen, so Bürgermeister Leibold. Das sah auch der Gemeinderat so und beschloss bei einer Enthaltung der Vorgehensweise der Verwaltung grünes Licht zu geben.

In derselben Sitzung wurden auch die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten ab dem Herbst dieses Jahres beschlossen. Man habe sich bei den Beiträgen sowohl an den Vorgaben des Gemeindetages als auch an den Nachbarkommunen orientiert, so der Bürgermeister. Die neuen Beiträge unterscheiden sich nur minimal von denen des letzten Jahres.

Guter Blick für Situation

Anders als in anderen Kommunen im Landkreis habe man hier einen guten Blick für die Situation der Eltern, war die Reaktion im Gemeinderat auf die vorgestellten Zahlen.

Beschlossen wurde auch eine Anhebung des gemeindlichen Zuschusses an die Musikschule Gerchsheim. Die Musikschule Gerchsheim als Musikschule der Gemeinde Großrinderfeld spiele eine wichtige Rolle in der Ausbildung junger Musiker. Seit vielen Jahren würden hier ehrenamtlich alle Musikunterrichte organisiert und öffentliche Veranstaltungen zur Finanzierung des Gesamtbetriebes durchgeführt. Beispielsweise nähmen Musiker am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil und umrahmen auch wieder, in gewohnter Weise, den Bauernmarkt in Großrinderfeld, so Bürgermeister Johannes Leibold. Nachdem die Musikschule auch die zehn Musiklehrer der 125 Schüler finanzieren muss und neben den Elternbeiträgen auch die Gemeinde Großrinderfeld und das Land Baden-Württemberg unterstützt, konnte in den letzten Jahren dieses Angebot immer aufrechterhalten werden, fuhr er fort.

Doch nun sind die finanziellen Reserven erschöpft, und daher bat der Vorstand des Vereins, den gemeindlichen Zuschuss zu erhöhen. Das habe auch den Vorteil, dass dadurch der Landeszuschuss steigt. Denn das Land gibt nur in der Höhe einen Zuschuss, wie die Gemeinde fördert. Letztlich steigt der Anteil der Förderung der Gemeinde von gut 8600 Euro auf 15 000 Euro jährlich. Helga Koch bat darum zu prüfen, ob man nicht von den Gastschülern aus anderen Gemeinden einen höheren Beitrag erheben kann als von Großrinderfelder Kindern.

Hintergrund ist, dass die Musikschule ein regionales Einzugsgebiet hat und nicht nur Kinder aus der Gesamtgemeinde Großrinderfeld unterrichtet.

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