Aufgehoben und abgeschlossen - Sanierungsgebiet „Ortskern“ in Großrinderfeld nach 13 Jahren erfolgreich beendet 2,3 Millionen Euro für sanierte Ortsmitte

Von 
Heike Barowski
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Ziel der Sanierung war es, die städtebaulichen Missstände in Grossrinderfeld zu beseitigen. Dass dies erfolgreich geschah, davon zeugen nicht nur Zahlen, sondern vor allem ein schmuckes Ortsbild.

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Schönfeld. Nachdem Roland Kroyer für den ausgeschiedenen Karl Fleischmann in den Gemeinderat verpflichtet wurde, widmete sich das nun wieder vollständige Gremium am Dienstagabend eines seiner größten Projekte der letzten Jahre: dem Sanierungsgebiet „Ortskern“ in Großrinderfeld.

Der Start dafür erfolgte im Jahr 2005. Damals umfasste das Sanierungsgebiet eine Fläche von rund 4,83 Hektar. Weil im Laufe der Umsetzung noch mehr Bedarf festgestellt wurde, gab es in den Jahren 2005, 2014 und 2015 drei Erweiterungen, so dass es sich am Ende um eine Gesamtfläche von rund sechs Hektar handelt.

Ziel der Sanierung

Ziel der Sanierung war unter anderem die Neuordnung des Quartiers Hauptstraße/Wenkheimer Straße/ Amselstraße und Hintere Gasse für die Integration eines Wohn- und Geschäftshauses sowie einer Seniorenanlage und öffentlichen Stellplätzen.

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Um die Wohnqualität im Ortskern zu verbessern, sollten Straßen und Plätze neu gestaltet werden, der ortsbildprägende Charakter jedoch erhalten bleiben, genauso wie die historische Substanz zahlreicher Gebäude.

Am Dienstagabend stellte Siegfried Hellwig von der Stadtentwicklung (Steg) zum erfolgreichen Abschluss die Maßnahme noch einmal im Detail vor. Er begleitete dieses Sanierungsgebiet seit vielen Jahren.

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Zur Maßnahme gehörten neben den vorbereitenden Untersuchungen und dem Grunderwerb durch die Gemeinde vor allem diverse Ordnungsmaßnahmen, wie der Abbruch von Gebäuden oder Erschließungsmaßnahmen. Allein dieser Posten schlägt mit rund 1,9 Millionen Euro Kosten zu Buche. Dazu kommen noch elf private Baumaßnahmen, die mit 115 000 Euro unterstützt wurden.

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Insgesamt betrugen die Ausgaben im Sanierungsgebiet 2,34 Millionen Euro. Davon kamen rund 1,4 Millionen Euro aus der Städtebauförderung des Landes. Die Gemeinde steuerte für die Sanierung 936 594 Euro bei.

Neben den Abrechnungsmodalitäten und den Kosten der Ausgleichsbetragserhebung stellte Hellwig auch die sanierungsbedingten Bodenwerterhöhungen vor, die sich teilweise auf zwei Euro pro Quadratmeter belaufen.

Zahlreiche Bilder riefen den Gemeinderatsmitgliedern den ursprünglichen und den sanierten Zustand noch einmal vor Augen. „Hier wird deutlich, was im Rahmen der Städtebauförderung möglich ist“, betonte Hellwig.

Laut Einschätzung der Steg zieht bei solch einer Sanierung ein Euro aus Fördermitteln in der Regel 8,4 Euro für weitere Investitionen nach sich.

Die Investitionen würden sich in einem Radius von 50 Kilometern um das Sanierungsgebiet konzentrieren. „Damit haben Sie für einen gewissen wirtschaftlichen Erfolg in der Region gesorgt“, resümierte Siegfried Hellwig.

Auch Bürgermeisterin Anette Schmidt bewertete das Projekt äußerst positiv. „Die Sanierungsmaßnahme ist sehr erfolgreich verlaufen und ein großer Gewinn für den Ortsteil.“ Mit einer Abweichung von 35 000 Euro für die Gemeinde wäre es sogar finanziell beinah eine Punktlandung, so Schmidt. In den folgenden und vom Gemeinderat zugestimmten Beschlüssen, sieht die Gemeinde von der Festsetzung des Ausgleichsbetrags ab. Zudem wurde die Schlussabrechnung zur Kenntnis genommen und die Satzung zur förmlichen Aufhebung des Sanierungsgebietes „Ortskern“ beschlossen. Nutzungs- und Sanierungsvorschriften gelten in diesem Areal dann nicht mehr. Zudem wird der Sanierungseintrag im Register gelöscht.