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Ortschaftsrat Wessental - Verdohlung durch Sanierung um 40 Prozent verengt / Probleme durch Biber befürchtet

Wessentaler Wildbach: Angst vor Überflutung bei Starkregen

Neben den Haushaltsmittelanforderungen war die neue Verdohlung des Wildbachs ein zentrales Thema des Wessentaler Ortschaftsrats. Die Arbeiten am Bachlauf hatten drei Monate gedauert.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Durch die neue Verdohlung des Wildbachs wurde dessen Durchschnitt verengt. Dies sorgte bei den Einwohnern für Angst vor Überflutungen bei Starkregen. © Birger-Daniel Grein

Wessental. Die Straße zwischen Wessental und Nassig war für die Arbeiten voll gesperrt. Wie Ortsvorsteher Roland Hildenbrand in der Sitzung am Freitag im Dorfgemeinschaftshaus informierte, wurde die Maßnahme erst kürzlich fertig gestellt und das noch fehlende Geländer angebracht.

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Das Ergebnis der Arbeiten an der Verdohlung bereite den Einwohnern des Dorfs Sorge, so die Mitglieder des Ortschaftsrats. Das neue Rohr wurde in die alte Verrohrung eingebaut, erklärte der Ortsvorsteher.

Anforderungen nicht erfüllt

Die Verdohlung sei nun im Vergleich zum Ursprungszustand um etwa 40 Prozent verengt. Diese sorge bei den Bürgern für Ängste vor Überflutungen bei Starkregen. „Diese kann ich verstehen“, sagte Hildenbrand. Die Ingenieure hätten ihm gegenüber aber bekräftigt, dass die neue Verdohlung mit den eingebauten Fischtreppen bedenkenlos ein 100-jähriges Hochwasser aushalte. Aus Reihen der Räte wurde jedoch auf den Biber verwiesen, der im Dorf heimisch geworden sei und „einiges an Bäumen abzwickt“ habe. Man sehe hier langfristig Probleme auf die Ortschaft zukommen.

Hinsichtlich der Haushaltsmittelanforderungen für 2022 kritisierte Hildenbrand, dass in den letzten beiden Jahren keinerlei Mittelanforderungen erfüllt wurden. So nahm er die bisherigen Anforderungen wieder auf. Auf Platz eins steht die Erneuerung in der Bergstraße. „Dies ist sehr wichtig, die Straße gehört zum sportiven Radweg. Vor zwei Jahren ist dort jemand gestürzt, die Unfallgefahr finde ich sehr hoch,“ erklärte der Ortsvorsteher.

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Zudem müsse die Beleuchtung in der Bergstraße erneuert werden. Handlungsbedarf sah man ebenso bei der Ausbesserung der Randsteine und Kanaldeckel im Kirchenweg. So beantragte man auch hier Mittel.

Weiterer Punkt waren Gelder für die Komplettsanierung des Feldweges zum Gewann „Langert“. Die beantragten Punkte seien absolut notwendig, bekräftigte Hildenbrand abschließend.

Ein Ärgernis für die Wessentaler ist das Verhalten mancher bei der Müllentsorgung. Der Platz beim Glascontainer an der Brunnenstraße entwickele sich zur Müllhalde, bedauerte der Ortsvorsteher. „Inzwischen wurden dort drei schrottreife Fahrräder abgestellt sowie eine Matratze abgelagert.“

Hildenbrand wird die illegale Müllentsorgung dem Freudenberger Ordnungsamt melden. „Meine Empfehlung an den Bauhof ist, dort eine Kamera aufzustellen.“ Es sei nicht das erste Mal, dass dort dermaßen Unrat abgelagert werde.

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„Mit Kahlschlag bereinigen“

Aus Reihen der Bürger sprach Bernd Häußler, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Wessental (HuK), mehrere Punkte an. So fragte er nach, wer sich um die Pflege der Sträucher an der Bergstraße kümmere. Diese wurden vor vielen Jahren von der Stadt gesetzt. Der genaue Grenzverlauf der bepflanzen Bereiche und damit die Zuständigkeiten stünden allerdings nicht fest, war zu erfahren. Daher werde Hildenbrand die Situation mit der Verwaltung klären. Weiterhin schlug Häußler vor, dass man das Areal Kirche und Friedhof bis zum Bach mit einem Kahlschlag bereinigen sollte. Derzeit stünden dort fünf Kastanienbäume. Diese gäben zwar viel Schatten, verdunkelten aber auch das Umfeld.

Hildenbrand sprach sich gegen eine komplette Fällung der Bäume aus. Rat Matthias Fleischer betonte: „Bäume sind immer ein großes Thema.“ Einig waren sich die Räte in der Aussage, bei Bäumen gelte, dass weniger mehr sei. Ein Kahlschlag komme aber nicht in Frage. In der nächsten Ortschaftsratsitzung wird man sich die Situation vor Ort ansehen.

Positives gab es hinsichtlich des Wessentaler Trinkbrunnens zu berichten. Das Getränkelager am Ortsbrunnen werde rege von den Einwohnern genutzt. Dort kann man gegen eine kleine Spende alkoholfreie Getränke genießen. Seit Anfang August kümmert sich der HuK um das Getränkelager.

Häußler berichtete, vier Getränkekisten seien bisher geleert und wieder aufgefüllt worden und fügte hinzu: „Bisher kommen wir mit den Spenden hin.“ Weiter wurde berichtetet, dass es in den Wegen des Wessentaler Friedhofs einige Schlaglöcher gibt. Der Bauhof müsse hier tätig werden, so das Gremium.

Außerdem berichtete Hildenbrand, dass die Wohnung über dem Sitzungssaal im Dorfgemeinschaftshaus leer stehe . Für die 94 Quadratmeter große Wohnung werde ein Nachmieter gesucht. Interessenten können sich beim Ortsvorsteher zu dessen Sprechstunden melden.

Freier Autor

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