Ortschaftsrat - Boxtaler legen Prioritäten für Haushaltsmittelanforderungen fest / Brückenbau an der Kläranlage soll 40 000 Euro kosten Steg bleibt ganz oben auf der Liste

Von 
Birger-Daniel Grein
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Erneut auf Platz eins der Haushaltsmittelanforderungen des Ortschaftsrats Boxtal steht der Steg über den Wildbach bei der Kläranlage. Die entsprechende Zuwegung ist bereits realisiert. Das Bild zeigt die Position des Stegs vom Parkplatz bei der Rosenmühle aus. © Birger-Daniel Grein

Hauptthema der öffentlichen Ortschaftsratssitzung am Dienstag in der Halle des Boxtaler Gemeindezentrums waren die Haushaltsmittelanforderungen für das Jahr 2021.

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Boxtal. Auf Platz eins der Anforderungsliste steht der Dauerbrenner schlecht hin, der Steg über den Wildbach an der Kläranlage. Weiterhin ganz oben angesiedelt hatte man die Ausweisung eines Neubaugebietes im Wildbachtal.

Der Steg ist seit sehr vielen Jahren Thema im Rat. Die Räte waren sich daher schnell einig, dem Projekt für 2021 die höchste Priorität zu geben. Ortschaftsrat Peter Eckert meinte dazu: „Es ist gefühlt schon 25 Jahre her, dass dies erstmals beantragt wurde“. Ortsvorsteher Rolf Döhner erläuterte, aktuell werde die Statik für den Steg erstellt. Die Räte waren in den letzten Monaten im Wertheimer Raum unterwegs, um sich verschiedene Bauwerke anzusehen.

Wichtig war dem Gremium eine ordentliche Zufahrt, die barrierefrei sein soll. „Zielsetzung ist, auch seitens der Verwaltung, dass wir dieses Jahr noch den Steg nutzen können“, so Döhner. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 40 000 Euro belaufen.

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Ein weiterer Punkt der Mittelanforderungen betraf eine Treppenanlage an der „Oberen Aub“. Hier sind allerdings noch einige Gespräche erforderlich. Die Kostenschätzung liegt für die Anlage bei rund 20 000 Euro. Unbedingt wollte das Gremium auch die Ausweisung eines Baugebietes bei den Mittelanforderungen berücksichtigen.

Sanierung des Gemeindezentrums

Weiterhin wurden Mittel für die Generalsanierung des Gemeindezentrums beantragt. Die Neugestaltung des Boxtaler Friedhofes bleibt ebenso auf der Agenda. Dafür wurden auch Planungskosten angefordert. Ortscftsrat Egon Spachmann schlug vor, die derzeit brachliegende „Alte Schule“ ebenfalls in die Haushaltsmittelanforderungen aufzunehmen, um ein Nutzungskonzept zu erörtern.

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Döhner stellte in der Sitzung fest, die letzten acht Monate seien nicht spurlos an Boxtal vorbeigegangen. Es sei in der Tat einiges passiert. Er lobte alle, die sich bei der Pfarrgemeinderatswahl engagierten. Im Sommer führte der Ortsvorsteher die Grabsteinprüfung im Friedhof durch.

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Dabei gab es eine Beanstandung, die inzwischen behoben wurde. Die Schäferei „Schuck“ entnimmt Sonntags aus dem „Schinderleinsbrunnen“ am Sportplatz Wasser für die Schafe. Dies ist mit von den Stadtwerken genehmigt, informierte er weiter.

Der Bauhof kümmerte sich in den letzten Wochen darum, dass am Festplatz beim „Sportplatz“ das Erdreich abgefahren wurde. „Dort darf nichts abgelagert werden, das ist illegal“, mahnte Döhner.

Zweimal jährlich werden künftig die Ränder der Feldwege gemulcht. Dies ist auch bereits in diesem Jahr erfolgt. Ausgetauscht wurden die Glascontainer. Hier sind drei neue Behältnisse aufgestellt worden. Döhner wies nochmals auf deren Einwurfzeiten hin und mahnte, diese einzuhalten.

Auf Boxtaler Gemarkung wurden zwei Gehwege saniert. Wegen der Pandemie abgesagt hat man die Informationsveranstaltung für die Bürger zur Um- und Neugestaltung des Friedhofes, sowie das mobile Rathaus am 24. November.

Thematisiert wurde in der Sitzung auch der neue Jugendraum. Leider konnten die Jugendlichen diesen nur drei Monate nutzen. Da es ein öffentlicher Raum ist, wurde er aufgrund der gültigen Hygienevorschriften geschlossen. Rolf Döhner erläuterte hierzu: „Eine Wiederöffnung ist nicht ganz so einfach“. Dem Gremium war es wichtig, dass die Stadtverwaltung kurzfristig ein Hygienekonzept erstellt, dass eine Raumöffnung ermöglicht.

Wie der Ortsvorsteher bekannt gab, hatte sich der Rat in zwei nicht öffentlichen Sitzungen mit dem neuen Flächennutzungsplan für die Gemarkung Boxtal beschäftigt. Dabei einigten sich die Räte auf die Gebiete, in denen es künftig möglich wäre ein Neubaugebiet zu erstellen.

Diskussion um Friedhof

Nach wie vor ist man auf der Suche nach einem Hausmeister für das Gemeindezentrum im Rahmen eines Minijobs. Interessenten können sich bei der Ortsverwaltung melden.

Ortschaftsrat Klaus Böxler fragte nach dem aktuellen Sachstand am Spielplatz. Bisher ist der Weg am Spielplatz für Fahrräder gesperrt. Um die Durchfahrt zu ermöglichen, müssen noch die Sperrbarken etwas versetzt werden.

Ausgiebig diskutierte man erneut über die Neugestaltung des Boxtaler Friedhofes. Die Räten forderten, dass künftig alle Bestattungsformen möglich sind. Klaus Böxler meinte, dass man dies aus seiner Sicht schneller umsetzen könnte.

„Dringend notwendig ist eine Informationsveranstaltung für die Bürger. Derzeit herrscht hier Unmut im Ort“, erklärte Döhner. Wie schon in Sitzungen zuvor, forderte Rat Egon Spachmann ein Budget für die Ortsverwaltung. „Damit könnte man einiges selbstständig mit der Unterstützung der Bürger bewirken“, betonte er.

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