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Neubau

Neues Feuerwehrgerätehaus in Freudenberg wird teurer

Von 
Matthias Ernst
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Die Mehrkosten für den Bau des Feuerwehrgerätehauses aufgrund gestiegener Materialpreise werden teilweise von der Stadt getragen. © Matthias Ernst

Freudenberg. Der Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses neben dem Freudenberger Bauhof ist mittlerweile fast fertig. Nun kommen so langsam die Firmen auf die Stadt zu und versuchen, die Preissteigerungen der vergangenen Monate in Nachverhandlungen geltend zu machen.

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Vor allem die Baumaterialien und Energiekosten seien praktisch explodiert, berichtete Bürgermeister Roger Henning (CDU) bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Rathaussaal.

In der Sitzung des Freudenberger Gemeinderats notiert

Daniel Jung von der MVV Regioplan stellte in der Sitzung des Freudenberger Gemeinderats am Montag die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie eines Wärmeversorgungskonzepts „Neue Stadtmitte/Werk I“ vor. Nun muss die Verwaltung die weiteren Fördermöglichkeiten eruieren und die Bevölkerung mit ins Boot holen, um ein Nahversorgungsnetz von der Lindtalschule bis zum neuen Stadtteil auf dem ehemaligen Werksgelände der Firma Rauch bis hin zum Altbestand aufzubauen. Gespräche mit möglichen Investoren laufen.

In nichtöffentlicher Sitzung wurde beschlossen, dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht bei den Flächen des ehemaligen Werks I der Firma Rauch nicht ausüben wird.

Keine Einwände hat das Gremium gegen die Aufstellung des Bebauungsplans „Solarpark Eichenbühl – Ebenheider Hof“ der Gemeinde Eichenbühl.

Abgelehnt wurde die Ausgabe von knapp 14 000 Euro für eine Fahrbahnrandmarkierung entlang der Ortsverbindungsstraße von Wessental nach Rauenberg. Diese Markierung würde die Straße noch enger erscheinen lassen und die Unfallgefahr erhöhen, hieß es. Einzig an der Kurve beim Trafohäuschen könnte man sich eine solche Markierung vorstellen.

Das Kneippbecken in Freudenberg wurde wegen Trockenheit schon etwas früher als bisher in den Winterschlaf versetzt.

Das Konzept des Dorfladens Boxtal wurde von Klaus Böxler im Gemeinderat vorgestellt. Die Gründung soll am 7. Oktober stattfinden. „Ich befürworte das Projekt“, betonte Bürgermeister Roger Henning.

Die Sanierung des Rathauses in Rauenberg kann endlich beginnen, nachdem sowohl aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) als auch vom Ausgleichsstock Förderungen von knapp 116 000 Euro zugesagt wurden.

Auch die Stadt Freudenberg lässt derzeit ihre Hauptsatzung dahingehend überprüfen, ob die unechte Teilortswahl in der Kommune „auf sicheren Beinen“ steht. Auslöser dafür war die Anfechtung der Kommunalwahl in Tauberbischofsheim durch eine Bürgerin aus Impfingen (wir berichteten ausführlich).

Weiterhin ein Ärgernis ist das Parken von Bussen vor dem Kindergarten. Deren Fahrer sollen eigentlich auf dem etwa 70 Meter weiter entfern liegenden, extra geschaffenen Platz auf die Touristen der Flusskreuzfahrtschiffe warten und nicht auf dem Parkplatz vor dem Kindergarten. Die Verwaltung hat die entsprechenden Busunternehmer angeschrieben und die Vorgaben noch einmal klargestellt.

Die defekte Leitplanke auf der Straße von Boxtal nach Rauenberg wird vom Straßenbauamt ersetzt. Ein genauer Termin sei aber noch nicht bekannt, so Bürgermeister Henning. mae

Fünf der beteiligten Firmen haben ihre Mehrkosten aufgrund der Preisanpassung bei der Stadt geltend gemacht. Er selbst, so Henning weiter, suchte daraufhin zusammen mit dem Architekten und dem Stadtbaumeister das Gespräch mit diesen Unternehmen, um zu einer gütlichen Einigung zu kommen.

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Es seien „schwierige Gespräche mit den Firmen“ gewesen. Aber letztlich habe man doch eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden, betonte der Bürgermeister. Vor allem für die unmittelbaren Preissteigerungen im Materialbereich durch den Ukrainekrieg gebe es gesetzliche Vorgaben, die mögliche Mehrkosten rechtfertigen würden. Allerdings sei die Summe auf maximal die Hälfte der Mehrkosten begrenzt. Die Forderungen könnten auch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen geltend gemacht werden.

Da diese Gründe vorlagen, beteiligte sich die Stadt an den Nachverhandlungen mit den Firmen. Diese hatten insgesamt zuerst knapp 160 000 Euro brutto verlangt. Die Verhandlungen führten allerdings dazu, dass nun nur noch gut 54 000 Euro als Mehrkosten für die Stadt zu Buche schlagen. Bürgermeister Henning nannte diesen Verhandlungserfolg einen „guten Kompromiss, da man sich im Leben ja öfter sieht“. Das sah der Gemeinderat auch so und stimmte der Übernahme der Mehrkosten einstimmig zu. Wie es mit den Gewerken des Innenausbaus weitergeht, die größtenteils noch nicht ausgeschrieben sind, werden in den nächsten Wochen die Submissionen zeigen.

Ein Beispiel, wie sich das Ganze entwickeln könnte, gab es schon einmal bei der Bestellung der beiden Küchen, die im Feuerwehrgerätehaus eingebaut werden sollen. Während man drei Firmen um ein Angebot gebeten hatte, kam nur eines zurück, wobei das für die Küche im Schulungsraum fast die Kostenschätzung mit 18 000 Euro traf. Für die kleinere Küche im Besprechungsraum hatte man nur 3500 Euro eingeplant. Das Angebot lag aber bei 6500 Euro.

Hier will man jetzt weitere Angebote einholen. Denn die Mehrkosten seien nicht nachvollziehbar, erklärte Hauptamtsleiterin Irina Friesen.

So stimmte der Gemeinderat nur dem Auftrag für die größere Küche zu. Der Beschluss für die kleinere Küche wurde vertagt.

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