Unterstützung

Nach Brand ist Hilfsbereitschaft der Bürger für die Boxtaler Familie groß

Bei verschiedenen Aktionen sind bereits insgesamt rund 24 000 Euro gespendet worden

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Nach einem Brand im Dezember kann das Haus einer Familie in Boxtal immer noch nicht wieder bewohnt werden. Freunde und die Ortsverwaltung freuen sich, dass die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger für die Betroffenen weiterhin groß ist. © Birger-Daniel Grein

Boxtal. Ein Brand hatte kurz vor Weihnachten zu massiven Schäden an einem Haus in Boxtal geführt. Es ist noch immer unbewohnbar. Wie Boxtals Ortsvorsteher Rolf Döhner erklärte, wohne die betroffene Familie momentan in einer Ferienwohnung. Die Hilfsbereitschaft der Menschen aus der Region sei weiterhin groß. Bei der Online-Spendenaktion auf dem Portal „gofundme“ sind inzwischen fast 12 000 Euro zusammengekommen.

Ins Leben gerufen hat die Aktion Maren Reiner für die Familie (wir berichteten). Bisher verzeichnet das Portal fast 280 Spenderinnen und Spender. Neben vielen kleineren Beträgen gab es eine auch eine Großspende von 1000 Euro und mehrere Einzelspenden von 500 Euro.

Reiner betonte im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten, sie freue sich über jede Spende für die Familie. „Ich hätte auf keinen Fall mit so viel gerechnet“, bekannte sie. Sie sei mit dem Verlauf der Aktion sehr zufrieden. Sie hoffte, dass die Spenden der Familie etwas helfen, bis alles mit den Versicherungen geklärt sei. Reiner: „Die zerstörten Erinnerungen kann man nicht ersetzen. Ich hoffe aber, dass die Familie durch das Geld ein paar Sorgen weniger hat.“

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Auch der Ortsvorsteher ist stolz auf die Hilfsbereitschaft der Menschen in Boxtal und Umgebung. Die Gemeinde hatte ein Spendenkonto eingerichtet. Zudem wurde nach dem Weihnachtsgottesdienst in Boxtal vor der Kirche und beim Freudenberger Neujahrsempfang gesammelt. Alleine am Heiligen Abend kamen 800 Euro zusammen. Durch die beiden Sammelaktionen und das Spendenkonto wurden bisher zusätzlich zur „gofundme“-Aktion über 10 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Hinzu kommen 2000 Euro, die die Vereine wenige Tage nach dem Brand spendeten“, erklärte Döhner. Damit belaufen sich die bisherigen Spenden insgesamt auf rund 24 000 Euro.

„Ich bin total überrascht und freue mich sehr über die Unterstützungsbereitschaft der Bürger auch aus den umliegenden Ortschaften für ihre Mitmenschen“, betonte der Ortsvorsteher. Die Spendenbereitschaft sei toll. Auf dem Spendenkonto der Ortschaft seien Einzelbeträge bis zu 1000 Euro eingegangen: „Die Einstellung der Leute ist toll.“

Die Hilfe geht aber weit über das Finanzielle hinaus. In Absprache mit Bürgermeister Roger Henning stellt die Ortschaft kommunale Räumlichkeiten bereit, in der die Familie noch Brauchbares aus dem Brandhaus trocken und sicher einlagern kann. Beim Transport wurde die Familie von ihren Nachbarn und Freunden unterstützt. Zuvor waren die Sachen bei Nachbarn untergestellt gewesen.

Wie Döhner weiter erklärte, halte das Familien-, Senioren- und Integrationsbüro der Stadt Freudenberg (FSI) Kontakt zur betroffenen Familie. Es unterstütze diese beispielsweise bei Anträgen und koordiniere Hilfsangebote für die Brandopfer.