Baumaßnahmen - Vorarbeiten am Bauhof und Feuerwehrgerätehaus liegen im Kosten- und Zeitrahmen / Spatenstich für Ende Oktober geplant Montagegrube und modernste Heizung geplant

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bdg
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Die Vorarbeiten laufen, der offizielle Spatenstich für den neuen Bauhof und das Feuerwehrgerätehaus soll Ende Oktober erfolgen. © Grein

Freudenberg. In seiner Sitzung am Montag fasste der Gemeinderat mehrere Beschlüsse für die Neubauten von Bauhof und Feuerwehrgerätehaus. Bürgermeister Roger Henning berichtete, dass die Bauarbeiten aktuell im Kosten- und Zeitrahmen sind.

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Ende Oktober werde der erste Spatenstich für den Bauhofneubau in kleinem Rahmen stattfinden. Henning betonte aber auch, es stehe schon fest, dass es in einzelnen Bereichen zu Mehrkosten kommen werde. Der Gemeinderat müsse zukünftig immer wieder Entscheidungen treffen und dabei den Gesamtkostenrahmen im Auge behalten. So beschloss das Gremium nun bei einer Enthaltung die neuen Gebäude von Bauhof und Feuerwehrgerätehaus mittels Wärmepumpentechnologie zu beheizen. Der Grundsatzbeschluss war nötig, da eine der Heiztechnik entsprechende Verrohrung beim Erstellen der Bodenplatte eingebracht werden muss.

Der Feuerwehrausschuss hatte dem von der Fachplanerfirma Metzger vorgeschlagenen Wärmekonzept grundlegend zugestimmt. Im Vorfeld hatte das Fachplanungsbüro verschiedene Heizungsmodelle und Wärmeträger geprüft.

Wärmepumpen vorgesehen

Als kostenmäßig und ökologisch am sinnvollsten sah man den Einsatz von Wärmepumpen an. Insgesamt sollen drei Wärmepumpen genutzt werden. Geplant sind jeweils eine Erdwärmepumpe für die Kopfbauten von Feuerwehr und Bauhof und eine Split-Luft-Wasser-Wärmepumpe für die gemeinsame Fahrzeughalle.

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Die Wärmeabgabe soll über Flächenheizungen im Boden erfolgen. Diskussion gab es im Gremium über den Einsatz einer eine Erdwärmepumpe für die Halle. Die Entscheidung darüber soll später fallen. Angeregt wurde weiterhin die Installation einer Fotovoltaikanlage zur Stromgewinnung für die Wärmepumpen. Laut Henning wäre eine solche nur auf dem Kopfbau der Feuerwehr möglich und von der Sonneneinstrahlung her sinnvoll.

Einstimmig stimmten die Räte zu, als Fußbodenbelag für die Fahrzeughalle Rüttelfließen statt Betonglattstrich zu verwenden. Dabei nahm man auch die Mehrkosten von insgesamt 54 850 Euro in Kauf. „Bei der Vergabe der Rohbauarbeiten haben wir 43 000 Euro gegenüber der Kalkulation eingespart, diese Ersparnis ist durch die Änderung des Bodenbelags aufgebraucht,“ so Fachbereichsleiter Matthias Gallas.

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Für die Rüttelfließen spricht, dass diese zwar bei der Herstellung teurer, aber dem Bettonglattstrich in Sachen Haltbarkeit und Pflegbarkeit überlegen sind. Beschlossen wurde die zusätzliche Errichtung einer Montagegrube in der Fahrzeughalle des Bauhofs.

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Die Mehrkosten für die Montagegrube liegen bei rund 10 000 Euro. Laut Henning würde sich die Grube schnell amortisieren, da man auf teure Reparaturen der Bauhoffahrzeuge durch externe Firmen verzichten könne. und das vor allem auch, weil der Bauhof inzwischen über einen Mitarbeiter verfüge, der die Reparaturen durchführen kann.

Als Gegenpart zu den Mehrausgaben stellte die Verwaltung auch einen Sparmaßnahmenvorschlag zur Abstimmung. Dabei ging es um die Errichtung der Regenwasserzisterne auf dem Gelände des neuen Bauhofs und der neuen Feuerwehr.

Henning betonte, diese auf Anregung der Feuerwehr eingeplante Einrichtung, sei ökologisch zweifelsfrei sinnvoll, sie trage sich wirtschaftlich aber nicht. Zum Einsatz kommen könnte das Zisternenwasser beispielsweise bei der Spülung der Feuerwehrschläuche, für das vorsorgliche Befüllen des im Bauhof stehenden Fasses und als Gießwasser für die städtischen Grünanlagen. Die reinen Baukosten der Zisterne liegen bei circa 23 000 Euro. Hinzu kommen entsprechende Pumpentechnik und die Wartung der 20 000 Liter Zisterne. Gegen den Bau der Zisterne spreche unter anderen, dass eine Amortisation über den eingesparten Trinkwasserpreis nicht möglich sei.

Nur 84 Euro

Die Wassermenge einer voll gefüllten Zisterne entspricht damit einem Wert von 84 Euro. „Die Verwaltung kann mit Zisterne oder ohne leben“, so Henning. Seitens der Räte überwogen die Stimmen für den Einbau. Als Argumente dafür wurden unter anderem ökologische Aspekte und der Wasserverbrauch der Feuerwehr genannt.

Er liegt bei 100 Kubikmetern pro Jahr. Diese könnten durch Regenwasser minimiert werden. Auch für die Reinigung von Bauhofmaterial sei das Wasser nutzbar. Hingewiesen wurde zudem darauf, dass die Zisterne der Feuerwehr Übungen zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern ermöglicht. Diesem stimmte das Gremium mit drei Enthaltungen zu. bdg