Gemeinderat Freudenberg - Zusammenlegung der Feuerwehrgerätehäuser diskutiert Missverständnisse ausräumen

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Freudenberg. In den schriftlichen Anfragen zum Haushalt 2021 und der Gemeinderatssitzung am Montag wurde erneut das Thema der Feuerwehrgerätehäuser in den Ortsteilen aufgegriffen.

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Im Haushaltsentwurf waren die Ausgaben für diese Gebäude mit einem Sperrvermerk versehen. Konkret handelte es sich um Mittel für eine Absauganlage im Feuerwehrgerätehaus Ebenheid sowie Planungsmittel. Der Sperrvermerk ermöglicht dem Gemeinderat ein erweitertes Kontrollrecht, in dem er die Ausgaben für die Projekte vor der Verwendung gesondert freigeben muss.

Im Gemeinderat notiert

Personelle Veränderungen gibt es im Familien-, Senioren- und Integrationsbüro (FSI) der Stadt. Sabine Stellrecht-Schmidt wechselte den Arbeitgeber. Am 1. Februar übernahm Mohamed Jabry ihre Stelle. Zum 1. März wird Maja Kurz die Stelle von Melanie Kemmer-Mayer übernehmen.

Das Boxtaler Gasthaus „Rose“ wird durch das Förderprogramm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) bei einer Sanierungsmaßnahme mit 87 000 Euro Zuschuss unterstützt.

Glück hat Freudenberg bisher beim Hochwasser. Der Mainpegel stehe bei 5,50 Meter und erreiche nicht die Schwelle der Vorwarnstufe.

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Roger Henning über zwei Kreistagsbeschlüsse. Der Landkreis investiert rund 780 000 Euro in die Verdolung des Wildbachs in Wessental. Das Land Baden-Württemberg bezuschusst diese Maßnahme mit 76 200 Euro. Zudem investiert der Kreis 14 000 Euro in die Reparatur der Freudenberger Blitzersäule.

Die Umbauarbeiten für barrierefreie Bushaltestellen in Ebenheid und Boxtal sollen bis zum 31. März stattfinden.

Auf Anforderung des Otto-Rauch-Stifts und in Absprache mit der Stadtverwaltung führten Mitglieder der Feuerwehr am Wochenende Coronaschnelltests bei Besuchern der Anlage durch. Henning dankte deshalb der Wehr ausdrücklich für ihren Einsatz.

Henning gab bekannt, dass die Brandschutzsanierung des Kindergartens Rauenberg abgeschlossen sei, die Arbeiten in Boxtal noch nicht vollständig fertig sind.

Markus Tremmel, Fachbereichsleiter Verwaltung und Finanzen, erklärte, dass der Gemeinderat die genauen Grenzen des Gebiets der Städtebauförderung für die Entwicklung des Areals „Rauchwerk 1“ noch festlegen könne und dabei die Ergebnisse der weiteren Gespräche mit der Firma Rauch über den Verkauf der Flächen einbeziehen könne.

Im Jahr 2020 fasste der Gemeinderat insgesamt 69 öffentliche und neun nicht öffentliche Beschlüsse, der Verwaltungsausschuss sprach elf Empfehlungen aus und der Technische Ausschuss fasste 38 Beschlüsse. bdg

Gemeinderat Klaus Weimer stellte den Antrag, diesen Sperrvermerk zu streichen. Zu den Abteilungen auf den Ortsteilen stellte er generell fest, bei den Abteilungen Wessental und Boxtal bestehe die Gefahr, dass sie in wenigen Jahren aufgrund des Alters der Mitglieder nicht mehr einsatzfähig seien. Wessental solle sich die Ablehnung eines gemeinsamen Gerätehauses für die Ortsteile deshalb noch einmal überlegen.

Bürgermeister Roger Henning verdeutlichte, dass die Verwaltung und der Gemeinderat hinter der Feuerwehr stehen. Man habe aufwendig einen Feuerwehrentwicklungsplan erstellt, Synergieeffekte erreicht und in Ausrüstung und Fahrzeuge auch in den Ortsteilen investiert. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung eines gemeinsamen Gerätehauses für die Ortsteile erklärte er, dass es wichtig sei, zuerst mit den Feuerwehrleuten zu reden, was diese wollen.

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Diese Gespräche laufen seit 2019. Während sich Rauenberg und Boxtal eine Zusammenlegung vorstellen können, lehne Wessental die Zusammenlegung ab.

In Wessental sei es zu einem Missverständnis gekommen, dass man persönlich in einem großen Kreis klären müsse. Das gehe nicht per Videokonferenz. Ein solch persönliches Treffen sei aber in der Pandemie aktuell nicht möglich, bedauerte Henning. Es sei eine gute Sitte, erst die Feuerwehrleute zusammenzubringen. Wenn sich diese einig seien, dann gelte es, Ortschaftsrat und Bürger einzubeziehen und erst dann im Gemeinderat zu diskutieren und über Finanzierung eines neuen, gemeinsamen Gerätehauses zu sprechen. „Am Ende des Tages will ich die Feuerwehrleute an Bord haben.“

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Weimers Antrag, den Sperrvermerk für die 20 000 Euro im Bereich Feuerwehr Ortsteile aufzuheben, wurde mit 14 Ja-Stimmen angenommen. Es gab zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen.