Gemeinderat tagte

Gelände des Rauch-Werks I in Freudenberg gehört nicht mehr zum Sanierungsgebiet

Konzept zur weiteren Entwicklung der Kommune vorgestellt

Von 
Matthias Ernst
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Auf dem 3,2 Hektar großen Gelände des ehemaligen Werks I der Firma Rauch soll in den nächsten Jahren ein neues Wohnquartier in Freudenberg entstehen. © Bild M. Ernst

Freudenberg. Bereits 2019 hat das Regierungspräsidium Stuttgart grünes Licht für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Rauch-Werk I („Neue Stadtmitte“) gegeben. Damit befand sich das gesamte Gelände von der Kirche bis etwa zur Schule in einem Sanierungsgebiet. Doch die Verkaufsgespräche zwischen der Firma Rauch und dem Investor zogen sich hin – bis in dieses Jahr. Nun ist das Gelände verkauft und der Investor möchte nicht im Sanierungsgebiet bleiben, sondern lieber selbst projektieren.

Nun lag es am Gemeinderat der Stadt Freudenberg, das neue Gebiet zu deklarieren und förmlich auszuweisen. Dazu hatte die Kommunale Entwicklungsgesellschaft eine Voruntersuchung vorgenommen, über deren Ergebnisse nun Marcel Mühlbauer und Jan Currle per Videochat berichteten.

Im Gemeinderat notiert

Bürgermeister Roger Henning teilte in der Sitzung des Freudenberger Gemeinderats am Montag mit, dass das Rathaus mit seinen Außenstellen vom 27. bis 30. Dezember zur Energieeinsparung geschlossen bleibt.

Auf Nachfrage von Gemeinderat Lars Kaller erklärte Henning, dass man bereits an Konzepten arbeite, den Container-Standort aufzuwerten. Da helfe das Sanierungsgebiet, das vom Gremium zuvor beschlossen worden war. mae

Man habe einen Förderrahmen von etwa 1,5 Millionen Euro abgesteckt, wovon etwa 60 Prozent gefördert werden. Alle Maßnahmen müssen im Förderzeitraum bis 2028 abgeschlossen sein, so Mühlbauer. Bei der Voruntersuchung hätte sich gezeigt, dass etwa 60 Prozent aller Gebäude Mängel haben und sanierungsbedürftig sind. Damit stehe eine vollkommene Neuordnung des Quartiers an. Man wolle auf dem ehemaligen Fabrikgelände viele kleine Quartiere errichten. Immerhin ist der Bereich etwa 3,2 Hektar groß und in bester Lage mit Mainblick.

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Eine Eigentümerbefragung ist bereits im Sanierungsgebiet erfolgt. Über die Hälfte der Bewohner haben geantwortet. Im kommenden Jahr soll eine Bürgerversammlung zu diesem Thema stattfinden, ergänzte Bürgermeister Roger Henning.

Auch wenn das ehemalige Werksgelände nicht im Sanierungsgebiet liegt, muss trotzdem ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Kosten dafür müsse der Vorhabenträger zahlen, so Bürgermeister Henning auf Nachfrage. Im kommenden Jahr werden auf die Stadt nur geringe Kosten für das Sanierungsgebiet zukommen, versprach Marcel Mühlbauer. Lediglich die Planung werde vorangetrieben.

Wie teuer dann der Grund letztlich sein wird, den die Stadt vom Investor erwerben muss, steht noch nicht fest. Dies sei im Vertrag zu regeln, auf jeden Fall gelte der Verkehrswert.

Letztlich stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Maßnahme und man ist sehr gespannt, wie die Entwicklung von Freudenberg durch das Sanierungsgebiet vorangebracht wird.