AdUnit Billboard
Gemeinderatssitzung - Veränderungssperre für Sanierungsgebiet „Entwicklung Rauch Werk 1 und angrenzende Bereiche“ verlängert

Erneuerungsprozess nicht gefährden

Von 
Hans-Peter Wagner
Lesedauer: 

Freudenberg. Hauptthema der öffentlichen Sitzung des Freudenberger Gemeinderats am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses war die Verlängerung der Geltungsdauer der Veränderungssperre „Werk 1/Neue Stadtmitte“.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Veränderungssperre läuft nach drei Jahren aus. Deshalb soll sie um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Die Veränderungssperre für das von der Stadt Freudenberg vorgesehene Sanierungsgebiet „Entwicklung Rauch Werk 1 und angrenzende Bereiche“ (rot umrandet) wurde von den Gemeinderäten um ein Jahr verlängert. © Stadt Freudenberg

Diese Veränderungssperre bestehe, um den angestrebten städtebaulichen Erneuerungsprozess des Sanierungsgebiets „Entwicklung Rauch Werk 1 und angrenzende Bereiche“ nicht zu gefährden und die Voraussetzungen für den Bebauungsplan „Werk 1 (Neue Stadtmitte)“ zu sichern, erklärte Bürgermeister Roger Henning. Die Gemeinde könne die Frist nochmals bis zu einem weiteren Jahr verlängern, wenn besondere Umstände dies erforderten.

Mehr zum Thema

Gemeinderatssitzung

Bebauungsplan für Kleingartenanlage

Veröffentlicht
Von
Hans-Peter Wagner
Mehr erfahren
Erfapark-Erweiterung

Erfapark-Erweiterung in Hardheim: Plan für Kurzzeitparkplätze vorgestellt

Veröffentlicht
Von
Fabian Greulich
Mehr erfahren
Nach vorläufiger Amtsenthebung und Zwischenlösungen

Niederstetten: Amtsverweser soll Rathausgeschäfte führen

Veröffentlicht
Von
Michael Weber-Schwarz
Mehr erfahren

Im Gegensatz zur ersten Verlängerung stelle das Gesetz bei einer zweiten Verlängerung erhöhte Anforderungen an die Rechtfertigung der Aufrechterhaltung der Satzung. Da der Bebauungsplan unter anderem das ehemalige „Werk 1“ der Firma Rauch in den Fokus rücke, seien insbesondere die Eigentümerinteressen zu wahren und wenn möglich in das laufende Bauleitplanverfahren zu integrieren.

Wie Henning weiter erläuterte, habe die Firma Rauch bereits früh im Verfahren mitgeteilt, dass sie nicht selbst die Entwicklung der Flächen übernehmen werde, sondern das Areal an einen Investor veräußern möchte. Dieses Vorhaben habe sich unter anderem aufgrund des Todes des Hauptgesellschafters der Firma Rauch, der Auswirkungen der Pandemie sowie des umfangreichen Investorenauswahlverfahrens verzögert. Der finale Veräußerungsprozess stehe nach Angaben des Unternehmens unmittelbar bevor. Mit dem neuen Investor sollen anschließend das städtebauliche Konzept als Grundlage des Bebauungsplans „Werk 1 (Neue Stadtmitte)“ konkretisiert werden und die notwendigen Beteiligungen erfolgen.

Der Gemeinderat schloss sich den Ausführungen des Bürgermeisters einstimmig an und beschloss die Satzung über die einjährige Verlängerung der Veränderungssperre „Werk 1 (Neue Stadtmitte)“. Die Kommune hoffe, so Henning, bald Nägel mit Köpfen machen und in Verhandlungen mit einem Investor eintreten zu können.

Das Gremium beriet jeweils kurz über die Bestellung des Abteilungskommandanten der Abteilung Ebenheid der Feuerwehr Freudenberg und dessen stellvertretenden Abteilungskommandanten. Der Bürgermeister sprach von einem Generationswechsel und zeigte sich froh und dankbar, dass Verantwortung übernommen werde. Die Gemeinderäte stimmten der Wahl von Klaus Ott zum Abteilungskommandanten ebenso einhellig zu wie der von Carina Knörzer und von Robin Euler zu stellvertretenden Abteilungskommandanten.

Die Räte debattierten ausführlich den Antrag für den Anbau an einen bestehenden Carport und Umbau zur Garage im Bereich der Kreuzung Dürrbachstraße/Wiesenweg in Freudenberg. Fachbereichsleiterin Irina Friesen erläuterte die vorgesehenen Befreiungen hinsichtlich Baufenster, Wandfläche und mittlere Wandhöhe an der Grenze. Kritiker meinten, es ergebe sich eine Beeinträchtigung der Sicht und man wolle handlungsfähig bleiben. Andere sahen eine Genehmigung nicht so kritisch. Auch Alternativen wurden vorgeschlagen. Schließlich erteilte der Gemeinderat bei 13 Ja-, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung sein Einvernehmen.

Im Freudenberger Gemeinderat notiert

Bürgermeister Roger Henning gab nichtöffentlich gefasste Beschlüsse bekannt. Demnach hat der Gemeinderat Irina Friesen (Fachbereichsleiterin FB II) zur Amtfrau ernannt und entschieden, zwei Baugrundstücke in Wessental zu verkaufen.

Wie Henning mitteilte, sei das Problem beim Durchlauf der Wasserhähne am Friedhof in Freudenberg behoben worden. Hinsichtlich eventueller Maßnahmen zur Trinkwassereinsparung teilt das Landratsamt mit, es sei nicht verpflichtend, einen Zisternenbau in einen Bauantrag aufzunehmen.

Hartmut Beil fragte, warum es in Freudenberg keine Räume für eine Krabbelgruppe gebe, was der Bürgermeister mit „das kriegen wir hin“ beantwortete. Beil verwies zudem auf abgesunkene Kanaldeckel in Freudenberg. Das sei auch für ihn ein Ärgernis, bekannte Henning, genauso wie von Lastwagen kaputt gefahrene Bordsteine. Das leidige Thema sei oft auf der Agenda. Für die Straße sei das Land zuständig.

Siegbert Weis suchte nach Möglichkeiten, potenzielle Apfelkäufer mit Apfelbaum-Besitzern zusammenzubringen. Henning sah hier eine gute Anregung, genauso wie beim Vorschlag von Ellen Schnellbach zu Baumpatenschaften.

Der Bürgermeister informierte über ein hydrogeologisches Gutachten im Zuge der Verlegung der Staatsstraße bei Kirschfurt. Eine negative Beeinflussung Freudenberger Brunnen, die ausschließlich der Notversorgung dienten, sei nicht zu erwarten.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1