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Haushaltsmittelanforderung

Boxtaler erstellen Prioritätenliste

Neues Baugebiet und Sanierung des Gemeindezentrums stehen ganz oben auf dem „Wunschzettel“

Von 
bdg
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Auf die Liste der für 2023 gewünschten Haushaltsmittel hat der Boxtaler Ortschaftsrat erneut die Sanierung des Gemeindezentrums gesetzt. © Birger-Daniel Grein

Boxtal. Bei der öffentlichen Sitzung des Boxtaler Ortschaftsrats am Dienstag im Gemeindezentrum ging es hauptsächlich um den Friedhof und die Haushaltsmittelanforderungen für 2023.

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Ortsvorsteher Rolf Döhner stellte mehrere Möglichkeiten vor, Platz für weitere Grabstätten auf dem Friedhof zu schaffen. So könnten rund 30 neue Urnengräber entstehen. Wie er erklärte, gebe es im Feld für Urnengräber mit liegenden Grabsteinen nur noch ein freies Grab. Es bestehe die Möglichkeit, in der Reihe für Urnengräber mit stehenden Grabmalen auch liegende Platten mit einer Größe von einem mal 0,7 Meter zu erlauben. Die Belegung erfolge nach Bedarf. Aktuell seien in dieser Reihe noch neun freie Gräber verfügbar. „Zwei weitere können in der Verlängerung der Reihe geschaffen werden.“

Wie Döhner weiter sagte, könnten in der ehemaligen Reihe der Reihengräber Einzelgräber als Rasengräber zu schaffen. Dabei seien Erd- und Urnenbestattungen sowie Tiefgräber möglich. Die Pflege übernehme der Bauhof Freudenberg in dem regelmäßig gemäht werde.

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Vorgesehen sind auch Urnengräber mit einer Stele für Namensschilder. Diese könnten als Halbkreis im Bereich der frühen Erdgräber bergseits Richtung Wasserentnahmestelle entstehen. Das Anlegen erfolge im Bedarfsfall.

Weiter wies der Ortsvorsteher darauf hin, dass im alten Friedhof neben den zwei Pfarrergräbern aktuell noch zwei private Grabstätten gepflegt werden. Die Pfarrergräber und ein privates Familiengrab sollen erhalten bleiben. Geplant ist zudem die Schaffung von Baumurnengräbern auf dem Friedhof. Für die Detailplanung wird sich der Ortschaftsrat zu einem Vor-Ort-Termin treffen.

Weiter blickte Rolf Döhner auf den Haushalt 2022 zurück. Er freute sich über die lange erwartete Fertigstellung des Stegs über den Wildbach (wir berichteten). „Die neuen Geräte für den Spielplatz des Kindergartens werden in den nächsten Wochen installiert“, kündigte er an.

Einstimmig beschloss das Gremium die Haushaltsmittelanforderungen für 2023 und deren Priorisierung. Auf dem ersten Platz steht die Schaffung eines neuen Baugebiets gemäß dem Flächennutzungsplan 2035. Sobald dieser von der Aufsichtsbehörde genehmigt, soll das Projekt angegangen werden.

Peter Eckert wies darauf hin, dass Bemühungen zur Nachverdichtung von freien Grundstücken innerorts nicht geglückt sei. Daher konzentriere man sich auf ein neues Baugebiet. Auf dem zweiten Platz der Anforderungsliste für 2023 stehen Zuschüsse für das Projekt „Dorfladen Boxtal“. Diese sollen auch in den Folgejahren fließen. Erneut in die Liste aufgenommen wurde als dritter Punkt der Wunsch nach Baumurnengräbern nach Plänen des Ortschaftsrats mit Zuwegung.

Auf den weiteren Listenplätzen folgen im Gemeindezentrum die Renovierung des Ortsvorsteherzimmers und die energetische Sanierung des 1971/72 errichteten Gebäudes. Für letztere Maßnahme wurde die Stadt zudem aufgefordert, Mittel beim Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu beantragen. Ebenso erwünscht ist die Nachnutzung der alten Schule. Die stehe seit 30 Jahren leer, so Döhner. Die Stadt solle einen Verkauf forcieren und das Gebäude offensiver am Markt anbieten. Der Ortschaftsrat soll dabei in den Verkaufsprozess einbezogen werden, beschloss das Gremium. „Die sensible Lage neben der Kirche muss bei der Nachnutzung berücksichtigt werden“, betonte Eckert. Auf Platz sieben der Anforderungsliste stehen neue Geräte für den kommunalen Spielplatz.

Der Ortsvorsteher würdigte alle, die beim Dorffest zur Steg-Segnung sowie beim Bürgerfest „50 Jahre Gemeinsam“ mitgeholfen haben. Bei beiden Veranstaltungen hätten die Vereine einen Gewinn erwirtschaftet. Weiter informierte Döhner, dass die Nachbesserungen am Geländer des Wildbachs (Anstrich und Fußplatten) nahezu abgeschlossen seien: „Das Ganze macht optisch jetzt einen guten Eindruck“. Das bei der Baumaßnahme angefallene Material liege noch nahe des Sportplatzes. Es werde laut Straßenbauamt des Landratsamts Main-Tauber im Herbst abtransportiert.

Für die Dachreparatur der Hütte im Fichtenfeld suche man Helfer, warb Döhner um Unterstützung, ehe er auch einige Kritikpunkte vorbrachte. Dazu gehörte der fehlende Rückschnitt von Bäumen innerorts und außerorts an Wegen. Die Grundstückseigentümer seien verpflichtet, diese zurückzuschneiden, mahnte er.

Ärger gebe es immer wieder wegen des Glascontainers, bedauerte der Ortsvorsteher. So würden die Einwurfzeiten nicht eingehalten und die Container auch an Sonn- und Feiertagen genutzt. Zudem werde immer wieder Müll vor den Containern abgestellt.

Klaus Böxler wies unter anderem darauf hin, dass die Pflege einiger öffentlicher Grünanlagen im Dorf noch nicht geklärt sei. Egon Spachmann schlug vor, eine öffentliche Wasserentnahmestelle für Bürger zu schaffen, wie es sie bereits in anderen Ortschaften gebe. Möglich wäre zum Beispiel der Brunnen Schinderlein, den der SC Eintracht Boxtal begrenzt für die Bewässerung nutzen darf.

Döhner erklärte, er werde die Stadtwerke prüfen lassen, wie viel Wasser dort generell entnommen werden kann. Auf Spachmanns Hinweis zum schlechten Zustand der Brunnengasse erklärte er, er werde bei einer Rundfahrt durch das Dorf Wege für die Flickteerung aufnehmen. Abschließend lud Döhner zum „Dorfladentag“ am kommenden Sonntag vor dem Gemeindezentrum ein. bdg

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