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Kabarett

Amanda mag den in Freudenberg ortsbekannten Roger H.

Von 
Hans-Peter Wagner
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Der Kabarettist Sebastian Reich und die Nilpferd-Dame „Amanda“ sorgten bei ihrem Auftritt bei der Feier der Gesamtstadt Freudenberg in Rauenberg für Begeisterung. © Hans-Peter Wagner

Freudenberg. Die Festtage der Gesamtstadt Freudenberg in Rauenberg anlässlich der 50 Jahre seit den Eingemeindungen von Boxtal, Ebenheid, Rauenberg und Wessental in Freudenberg endeten mit einem viel bejubelten Auftritt von „Amanda“ in Begleitung von Sebastian Reich.

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Etwa 200 Zuschauer wollten sich das Spektakel am Sonntag nicht entgehenlassen. Der Comedian und Bauchredner Sebastian Reich lud ein in eine „verrückte Zeit“. Er begrüßte besonders die Leute auf den Mitmachplätzen wie den ortsbekannten Roger H. („Roger sitzt nur hier, weil er in Amanda verliebt ist“) und die Zuschauer aus Hundheim, – was sich zum „Running Gag“ des Abends entwickeln sollte.

Die quirlige und recht vorlaute Nilpferd-Dame „Amanda“ spielte sich von Beginn an in den Vordergrund, fragte verschmitzt, „hat der feine Herr heute Star-Allüren“? Das Programm rund um „Amanda“ und ihre Kollegen entwickelte sich von Beginn an zu einem Spaß für die ganze Familie.

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„Amanda“ hat ein Smartphone und die Welt liegt ihr zu Füßen. In Rauenberg fand sie, die Wetter-App sei eine wunderbare Erfindung, was Sebastian Reich zur Erkenntnis brachte, er wisse, wie das Wetter dort sei, „wo ich gerade bin. Ich habe in den Himmel geschaut.“ Das Spiel mit der Sprache setzte sich fort, begleitet vom eifrigen Mittun der doppelten Hundertschaft der Besucher.

Die Nilpferd-Dame sieht gerne „Bauer sucht Frau“ und machte dazu lustige Sprüche wie „Mischt der Bauer Gift zur Butter, ist es für die Schwiegermutter“. Amandas sprachliche Verwerfungen erreichten jeden Fan: Lebensende mit drei Buchstaben sei „Ehe“, auf Französisch heiße Kind „malheur“, Schwiegermutter „grand malheur“.

Es mischten auch bisher weitgehend unbekannte Gestalten aus der Welt von „Amanda“ mit wie Frau Fant („Gabriele Fant). Die erklärte „ich habe gute Ohren, ich bin beim Ooordnungsamt“, und begann gleich mit einer außerordentlichen Sonderprüfung zur Veranstaltungsstätte. Zu vernehmen war auch „die gute Nachricht für alle, Vergnügungssteuer müssen Sie hier nicht zahlen“.

Sobald „Amanda“ kam, klatschten die Zuschauer begeistert. Als Sebastian Reich vorne an der Bühnenkante stand und sich um 180 Grad, drehte, meinte sie frech: „Geh noch einen Schritt zurück.“ Die Nilpferd-Dame bedeutete, „sehe ich aus, als ob mich eine Kleinigkeit glücklich macht“, und sang das Alphabet des Essens, sang schneller, sang noch schneller und das Publikum klatschte mit. Dazu „Amandas“ kecke Frage: „So, brauchen wir jetzt das Sauerstoffzelt?“

Nach der Pause, Amanda war gerade beim Buffet, erschien „PigNic“, heimlicher Stargast des Abends. „PigNic“ war aufgeregt, fragte, „können die Leute rausgehen“. Sebastian Reich empfahl als Hilfsmittel gegen Nervosität, ins Publikum zu blicken und es sich nackt vorzustellen. „Mir ist schlecht“, meinte „PigNic“ dazu. Danach suchten die beiden auf der Bühne einen gefährlichen Rappernamen wie „Schnitzel de Luxe“ oder „50 Gramm Schweinehack“.

Dann war die Zeit gekommen für coole Gesten und einen echten Rap: „Ich bin der Chef im Stall, ich sehe ganz gut aus. Man weiß es überall, ich bin der Chef im Stall, Piggy is in the house“.

Sebastian Reich und „Amanda“ spielten „Date“, „Amanda“ flirtete mit „Roger“ und hypnotisierte den Klavierspieler. Regelrecht weggeschmissen hat sie sich dann, als Sebastian Reich erzählte, 90 Prozent der Frauen würden beim ersten Date einen Salat bestellen.

Das Publikum hatte prächtige Laune, „Amanda“, ihre Kumpels und Sebastian Reich waren gut drauf. Beim Auftritt der „Pinginos“, Stargäste von internationalem Format, meinte er zur Rundumverkleidung: „Ich sehe aus wie ein Vollidiot.“ Was wiederum zu der Replik verleitete: „Das liegt nicht am Pinguin.“ Pinguin Sebastian jonglierte mit genau einem Ball, Freudenberg war außer Rand und Band.

Weiter ging es mit „Amandas“ Version der Fernsehsendung „Herzblatt“. Gesucht waren noch Kandidaten. Da fiel Sebastian Reich sogleich besagter „Roger H.“ auf den Mitmachplätzen in der vordersten Reihe ein, den er flugs auf die Bühne holte. Weitere Kandidaten waren „Siggi“ und „Michi“. „Roger“ bekundete, er „sieht selbstverständlich gut aus“, nannte als beste Eigenschaft „ich kann toll essen“. Schließlich kam es, wie es kommen sollte: Roger war die „Nummer eins“ und der Erwählte von „Amanda“.

Dann war die Bühne frei „für den neuen Stern am Schlagerhimmel“, „Amanda“ sang „Verrückte Zeit“ und der ganze Saal machte mit. Die Halle verwandelte sich in ein Tollhaus.

Als Zugabe gab es eine „Giftschrankdatei“, nicht für die Öffentlichkeit gedacht. SebastianReich meinte, den Film zu zeigen, das sei schon ein dicker Hund, was „Amanda“ mit „ein Speck-Dackel“ kommentierte.

Nach zweieinhalb Stunden und reichlich Applaus machten sich einige wenige auf den Weg nach Hause, die anderen blieben noch, um ein Autogramm zu erhaschen.

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