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Rückblick - Kommune erhält Feuerwache / Große Freude über Verwaltungsabkommen zum Bau der neuen Mainbrücke

2021 Einige Erfolge für Freudenberg verbucht

Freudenberg, Kleinstadt mit Herz, hat auch im Pandemiejahr 2021 vieles erreicht und angestoßen.

Von 
Birger-Daniel Grein
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In Freudenberg wurden 2021 einige für die Stadt wichtige Großprojekte umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht. So begannen beispielsweise die Arbeiten zum Bau der Feuerwache. Bereits bezogen haben die Mitarbeiter den neu errichteten Bauhof (im Bild hinter der Baustelle). © Birger-Daniel Grein

Freudenberg. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hat auch Freudenberg zu spürenbekommen. Dabei belasteten die ständig neuen und kurzfristig in Kraft gesetzten Schutzverordnungen die Arbeit der kleinen Verwaltung.

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Bauprojekte

Trotz aller Einschränkungen und Herausforderungen konnte die Kleinstadt samt ihren Ortsteilen 2021 einige Erfolge verbuchen. Vor allem bei den Bauprojekten ging es in großen Schritten voran. So wurde der Bauhofs fertiggestellt. Der Umzug in die neuen Räume war am 12. Oktober abgeschlossen. Damit hatte man den Bauzeitenplan nahezu eingehalten, – rotz der schwierigen Lage auf den Märkten für Baumaterial. Freudenberger aller Generationen und aller Ortsteile „verabschiedeten“ sich bei einer „Abrissparty“ unter Coronaschutzbestimmungen vom alten Bauhof, der abgerissen wurde. An seiner Stelle wird die neue Feuerwache errichtet. Insgesamt wurden für den Neubau des Bauhofs rund 2,1 Millionen Euro investiert.

Mit der Unterzeichnung des Verwaltungsabkommens zum Neubau der Mainbrücke zwischen Freudenberg und Kirschfurt und dem Bau der Umgehung auf bayrischer Seite kam man der Erfüllung einer der Wünsche der Freudenberger einen Schritt näher. Nachdem die Staatsverträge der beiden Bundesländer in trockenen Tüchern waren und auch die Gemeinderäte der beiden Kommunen sowie die Kreistage zugestimmt hatten, setzten die Verantwortlichen im Juni ihre Unterschriften unter das Abkommen. Direkt auf der Brücke lobten die Vertreter von Kommunen und Kreisen diesen wichtigen Schritt. Er kann die seit Jahrzehnten erhoffte Verkehrsentlastung für Freudenberg bringen. Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren.

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Auch die Altstadtsanierung geht es voran. So konnten private Vorhaben unterstützt werden. Weiter gehen auch die Verhandlungen und Untersuchungen zum Gebiet „Rauchwerk I/Neue Stadtmitte“.

Eine kostspielige Einzelbaumaßnahme waren die Sicherungsarbeiten an der Stützmauer des Wildbachs in Boxtal durch Landkreis und Stadt. Die Stadt musste für ihr Teilstück der Mauer 53 000 Euro investierten. Das war deutlich mehr als ursprünglich veranschlagt. Dies hatte zu heftigen Diskussionen im Gemeinderat geführt.

Steg über den Wildbach

Auch ein seit Jahrzehnten bestehender Wunsch der Boxtaler geht nun endlich in Erfüllung: Nach Jahren des Planens und einem sehr aufwendigen Genehmigungsverfahren wurden im November die Arbeiten zur Errichtung des Stegs über den Wildbach bei der Kläranlage vergeben.

Für Begeisterung sorgte die Sanierung der Gaststätte „Das Amtshaus“ in der Kernstadt. Wegen der Pandemie kam eine beschlossene Verpachtung allerdings nicht zustande. So entschloss man sich, die Räume für private Feiern und Vereinsveranstaltungen zu vermieten. Die Burgfestspiele fanden erstmals unter der Leitung des neuen Regisseurs Jan-Markus Dieckmann statt. Gespielt wurde „Das Gespenst von Canterville“.

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Nach mehreren Anläufen gelöst wurde 2021 das Problem mit auf dem Gehweg parkenden Lkw beim Einkaufsmarkt in der Kernstadt. Weiter beschloss der Gemeinderat im Dezember eine Neugestaltung des Spielplatzes in Rauenberg.

Eine besondere Schenkung wurde den Museen der Stadt zu teil. Der Freundenberger Ehrenringträger Franz Hofmann übereignete der Stadt per notarieller Schenkung die Sammlung Robert Schuhmann sowie weitere von Hofmann selbst gefertigte Fotos von Freudenberg und zahlreichen Veranstaltungen. Hofmann ist auch auf vielfältige andere Weise für die Stadt engagiert. Für seinen Einsatz erhielt er als zweite Person überhaupt den „Burgtaler“.

Auch was das bürgerschaftliche Engagement angeht, war 2021 ein gutes Jahr für Freudenberg. So wurden im Rahmen des Landesförderprogramms „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ neue Wege für Engagementförderung und Gemeinschaft der Gesamtstadt erarbeitet. Das Programm fand unter Federführung des städtischen Familien-, Senioren- und Integrationsbüro der Stadt Freudenberg statt. Unterstützung erhielt dieses dabei von der Führungsakademie Baden-Württemberg. Erarbeitet wurde dabei unter anderem das Projekt „Verein-T“ zur Stärkung der Vereine. Weitere Projekte sind die „Waldverbindung“ von Kernstadt und Ortsteilen sowie erste Planungen für das Fest zum 50-jährigen Zusammenschluss der Stadt Freudenberg 2022.

Gemeinschaftsaktion

Eine große Gemeinschaftsaktion für die Kernstadt und die Ortsteile haben die VdK-Gruppen mit „KEGL“ („Kochen+Essen+Genießen = Leben“ gestartet. Das Projekt bringt Menschen verschiedener Herkunft und aus allen Ortsteilen beim gemeinsamen Kochen zusammen.

2021 gab es in der Stadt einiges zu feiern. Altbürgermeister Heinz Hofmann wurde 75 Jahre alt, der SPD-Ortsverband 50 Jahre, der Seepark 40 Jahre und der Wasserzweckverband Main-Tauber mit Wertheim und Freudenberg 50 Jahre.

Es hieß im zu Ende gehenden Jahr aber auch Abschied nehmen. So wurde Maria Dinkel nach über 40 Dienstjahren als Leiterin und Erzieherin des Freudenberger Kindergartens mit einem emotionalen Empfang auf dem Kirchplatz in den Ruhestand geleitet.

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